Spielbank Monte Carlo
Der Rundgang beginnt dort, wo Monaco zu Geld kam. Die Spielbank Monte Carlo, vor Ort Casino de Monte-Carlo, ist mehr als ein Spielsaal: Unter einem Dach liegen das Casino, die Opéra de Monte-Carlo und das Büro der Ballets de Monte-Carlo. Betrieben wird alles von der Société des Bains de Mer, an der Staat und Fürstenfamilie die Mehrheit halten. Ihr gehören auch die großen Hotels, Sportclubs, Restaurants und Nachtclubs des Fürstentums.
Die Idee entsprang der Geldnot. Prinzessin Caroline, die geschäftstüchtige Frau von Fürst Florestan, wollte mit einem Spielcasino das Haus Grimaldi vor dem Bankrott retten. Ernst wurde die Lage, als sich 1848 Menton und Roquebrune lossagten und keine Steuern mehr auf Olivenöl und Früchte zahlten. Heute ist Menton ein eigenes Ausflugsziel, damals war es ein Loch in der fürstlichen Kasse.
1854 holte Florestans Sohn Charles, der spätere Fürst, zwei Franzosen dazu: den Schriftsteller Albert Aubert und den Geschäftsmann Napoleon Langlois. Ihr Prospekt sollte 4 Millionen Francs einwerben, für ein Kurbad, Villen im englischen Stil und eine Spielbank nach dem Vorbild von Bad Homburg. Am 14. Dezember 1856 öffnete das erste Casino, provisorisch in der Villa Bellevue, einem bescheidenen Haus in La Condamine. Dass Monaco damals als Ferienort Erfolg haben würde, glaubten nur wenige.
Eine Regel geht auf Prinzessin Caroline zurück: Monegassen dürfen die Spielsäle nicht betreten. Du als Besucher schon, sofern du mindestens 18 Jahre alt bist. Lohnender für Architektur und Geschichte ist die kostenpflichtige Besichtigung am Vormittag; plane eine Dreiviertelstunde ein.
Zum Port Hercule sind es 1860 m, rund 27 Minuten. Unterwegs passierst du die Prince's Car Collection, die Autosammlung des Fürsten.












