Église Notre-Dame-de-l'Assomption d'Èze
Die ockerfarbene Fassade ist das Erste, was dir an der Église Notre-Dame-de-l'Assomption d'Èze auffällt: ein rundes Ochsenauge in der Mitte, daneben doppelte korinthische Pilaster, ganz im klassizistischen Stil. Rechts davon steht der quadratische Glockenturm mit zwei Geschossen, der erst im 19. Jahrhundert dazukam. Schau auf das Zifferblatt der Uhr: Es ist blau, in der Farbe der Jungfrau Maria, der die Kirche geweiht ist. Eine Kuppel krönte den Turm früher auch, doch der Blitz hat mehrfach eingeschlagen und sie zerstört.
Die heutige Kirche ersetzt einen Vorgängerbau, der zur Ruine verfallen war. Ab 1764 baute der italienische Architekt Antoine Spinelli sie neu, im Auftrag von Herzog Karl Emanuel III. von Savoyen. Bezahlt wurde Spinelli im Dezember 1778, als der Bau nach den Akten fast, aber noch nicht ganz fertig war. Die treibende Kraft vor Ort war der Prior Charles-François Fighiera: Er bat den Bischof von Nizza um die Weihe, 1777 wurden zwei Glocken mit den Namen Marie-Madeleine und Laurence geweiht, und 1778 schenkte er der Kirche Reliquien des heiligen Germanus. 1887 wurde das Gebäude repariert, seit 1984 steht es als Monument historique unter Denkmalschutz.
Drinnen kippt der Eindruck: Hinter der strengen Front öffnet sich ein barockes Kirchenschiff mit Seitenkapellen und reichem Schmuck. Achte auf zwei gerahmte Gemälde, eine Pietà und eine Geburt Christi, und auf das ägyptische Kreuz. Es erinnert an die alten Wurzeln des Ortes; der Überlieferung nach errichteten die Phönizier hier einst einen Tempel für die Göttin Isis.
Der Eintritt ist frei, und für ein paar Minuten lohnt sich der Blick hinein für jeden, gerade wegen des Kontrasts zwischen außen und innen. Danach sind es 190 Meter, etwa 4 Minuten, zum Point de Vue d'Èze.










