Muslibegović-Haus
Der Rundgang beginnt in der Brankovac-Mahala, einem Wohnviertel der Altstadt, hinter Mauern mit Eingangstoren. Das Muslibegović-Haus ist ein Nationaldenkmal von Bosnien und Herzegowina und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele osmanischer Wohnarchitektur in der Herzegowina. Zum Ensemble gehören das Wohnhaus, zwei Höfe, die umgebenden Mauern und die gesamte bewegliche Ausstattung.
Bauherr war Mehmed Muslibegović, ein Grundbesitzer mit großen Ländereien vor allem im Popovo polje. Das Haus entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde 1871 und 1872 erweitert: je zwei Zimmer kamen im Erdgeschoss und im Obergeschoss dazu, außerdem der Mutvak, die Sommerküche, eine Vorratskammer und eine Zisterne. Die Baugenehmigung dafür, auf Türkisch ausgestellt von der Mostarer Beledija, der Stadtverwaltung, ist erhalten.
Achte drinnen auf die Holzschnitzereien. Nach Auskunft eines früheren Besitzers, Muhamed Muslibegović, wurden sie aus anderen Regionen gebracht, und ihre Fertigung dauerte zwei Jahre. Zu den wertvollsten Stücken der Sammlung zählen eine Koranhandschrift des Kalligrafen Sami, eines Schülers von Hadži Hafiz Muhamed Sevkija, Levhas aus dem Jahr 1855 und ein verzierter Säbel von 1866.
Hinein lohnt sich, wenn dich interessiert, wie eine wohlhabende Familie in osmanischer Zeit lebte. Das Besondere: Das Haus ist bis heute in Familienbesitz und wird weiter bewohnt, es ist also kein leeres Museumsgebäude. Den Eintritt erfährst du am Eingang.
Vom Haus sind es 510 Meter, gut 7 Minuten zu Fuß, bis zum Kujundžiluk, der alten Handwerkergasse der Altstadt.










