Festung Lovrijenac
Vor den Mauern, auf einem 37 Meter hohen Felsen im Westen der Altstadt, steht die Festung, die man in Dubrovnik das Gibraltar der Stadt nennt. Der Name kommt von ihrer dreieckigen, spitzen Form; der Grundriss folgt einfach dem Felsen. Achte auf die Mauerstärke: Zur See und zum Land hin sind die Wände bis zu zwölf Meter dick, auf der Seite zur Altstadt dagegen nur 60 Zentimeter. Fiel die Festung je in feindliche Hand, sollte die Stadt sie leicht zurückerobern können.
Die Geschichte beginnt mit einem Wettlauf. Venedig wollte genau auf diesem Felsen eine eigene Festung errichten, um Ragusa zu bedrohen. Die Ragusaner kamen zuvor, und der Überlieferung nach stand ihre Anlage im 11. Jahrhundert schon nach drei Monaten. Belegt ist sie erst 1301, als ein Kommandant gewählt wurde. Ausgebaut wurde sie im 15. und 16. Jahrhundert, unter anderem vom Baumeister Zanchi aus Pesaro, und nach dem Erdbeben von 1667 repariert.
Innen erwarten dich drei Terrassen mit Brustwehr und ein viereckiger Hof mit großen Gewölben. Zehn Kanonen und 25 Soldaten mit ihrem Kommandanten hielten hier Wache. Hinein lohnt sich vor allem wegen des Blicks auf die Westmauer, und weil das Mauerticket am selben Tag auch hier gilt: Zahl also nicht doppelt.
Von hier sind es 250 m, vier Minuten, hinüber zum Pile-Tor, dem klassischen Eingang in die Altstadt.






















