Eintritt kostet nur das Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murgia, alles andere ist frei. Route, Karte und GPS-Navigation von Stopp zu Stopp laufen kostenlos im Browser; der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.
Dein Ostuni Rundgang, Station für Station vom Tor zum Aussichtspunkt
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Porta Nova
Die Porta Nova ist dein Einstieg: ein Stadttor aus dem 15. Jahrhundert, errichtet als Teil der aragonesischen Stadtmauer. Wer hier hindurchgeht, folgt dem Weg, den man schon vor über fünfhundert Jahren in die befestigte Stadt nahm.
Das Tor steht mitten im öffentlichen Straßenraum, ohne Kasse und ohne Zaun, und du kannst es zu jeder Stunde durchqueren. Als Startpunkt ist das ideal: kein Ticket, keine Uhrzeit, einfach durchs Tor und los.
Ein kleiner Hinweis erspart dir Verwirrung: Wer im Netz nach der Porta Nova sucht, landet schnell bei einem gleichnamigen Restaurant, samt Speisekarte und Reservierung. Mit dem Tor hat das nichts zu tun. Das Tor schließt nie, es ist einfach da.
Vom Tor sind es 220 m und etwa 4 Minuten bis zum Largo Trinchera, wo der Arco Scoppa auf dich wartet.
Am Largo Trinchera steht der Arco Scoppa, ein barocker Bogen von 1750. Er verbindet zwei kirchliche Gebäude miteinander: den Bischofspalast auf der einen und das ehemalige Seminar auf der anderen Seite.
Plane hier keine große Pause ein. Der Bogen ist ein Zwischenspiel auf dieser Runde, aber ein schönes: einmal hochschauen, den Steinbogen zwischen Bischof und Priesterausbildung auf dich wirken lassen, dann hindurchgehen.
Danach stehst du schon fast vor der Kathedrale, nur 20 m und eine Minute weiter. Auf diesen wenigen Schritten kommst du an der Galerie Orizzonti Arte Contemporanea und am Diocesan Museum of Ostuni vorbei.
Vor dir liegt die Konkathedrale Santa Maria Assunta, geweiht der Himmelfahrt Mariens. Schau zuerst auf die Fassade: Die feine Rosette kam im 15. Jahrhundert hinzu, und einst hatte die Kirche gleich vier solcher Fensterrosen. Eines der Portale ist dem heiligen Blasius gewidmet, San Biagio, einem der Stadtpatrone; du erkennst ihn, weil er direkt in das Portal gemeißelt ist.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Schon vor dem Jahr 1000 stand hier eine Kirche, in der nach orthodoxem Ritus gefeiert wurde. In den Jahren 1228 und 1229 ließ Friedrich II. von Schwaben den heutigen romanischen Bau errichten. Das Erdbeben von 1456 beschädigte ihn schwer, und zwischen 1469 und 1495 wurde er erneut aufgebaut, diesmal im gotischen Stil. Bei einer Restaurierung in den 1970er Jahren entfernte man spätere Stuckverzierungen, die romanische und gotische Details verdeckt hatten. Seit 1902 ist die Kirche Nationaldenkmal.
Lange war sie Bischofssitz der Diözese Ostuni, seit 1986 ist sie Konkathedrale des Erzbistums Brindisi-Ostuni. Daher das etwas sperrige „Kon“ im Namen.
Der Eintritt ist frei, und der Blick hinein lohnt sich für alle, die Kunst in Kirchen mögen. Decke und Altäre sind reich ausgestattet. Die Herz-Jesu-Kapelle, früher dem heiligen Cajetan geweiht, besaß ein Gemälde des Heiligen, das Domenico Antonio Vaccaro zugeschrieben wird; der Cappellone dell'Immacolata wurde im 18. Jahrhundert ausgemalt. In der Apsis hängt ein Altarbild der Assunta, die Kapelle Santa Maria della Sanità zeigt ein Fresko der heiligen Katharina von Alexandrien, und in einer Nische der Innenfassade steht eine Christusfigur aus dem 15. Jahrhundert. Eine Kapelle ist den Stadtpatronen gewidmet: Blasius, Augustinus, Oronzo und Irene. Ein Bild der heiligen Lucia von Palma il Giovane hing einst hier, es wurde gestohlen. Im Archiv lagern fast 200 Pergamente, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.
Merk dir Oronzo, Augustinus und Irene; du triffst sie später auf der Säule wieder. Zum Museum sind es nur 80 m, eine Minute zu Fuß.
Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murgia
Das Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murgia sitzt im ehemaligen Karmeliterkloster Santa Maria Maddalena dei Pazzi, zu dem die Kirche San Vito Martire gehört. Eröffnet wurde es am 14. Mai 1989. Anfangs zeigte es nur Funde aus dem Umland von Ostuni, inzwischen kommen die Stücke aus fast der gesamten südlichen Murgia.
Der Grund, warum viele herkommen, ist die Donna di Ostuni, auch Ostuni 1 genannt: das Skelett einer jungen Frau, die vor rund 27.000 Jahren starb. Untersuchungen zeigten, dass sie etwa 20 Jahre alt war und schwanger; in ihr fanden sich die Überreste eines weit entwickelten Fötus. Sie starb bei der Geburt.
Achte auf ihre Grabbeigaben. An den Handgelenken trug sie Armbänder aus durchbohrten Muscheln, das rechte unter anderem aus Schneckenhäusern und einem durchbohrten Hirscheckzahn. Auf dem Kopf lag eine Haube aus etwa sechshundert Muscheln, verbunden mit rotem Ocker. Dazu kamen Steinwerkzeuge und Tierreste. So nah kommt man der Altsteinzeit selten.
Der zweite Schwerpunkt sind die Messapier. Aus ihren Gräbern stammen Krüge und Gefäße, darunter eine Trozzella mit geometrischem Dekor, außerdem Münzen und Votivfiguren aus Terrakotta. Seit 2005 ist eine Ausstellung zu den messapischen und griechischen Inschriften aus dem Heiligtum von Agnano zu sehen. Dazu zeigt das Museum Ergebnisse aus der Erforschung jungsteinzeitlicher Fundorte an der Adriaküste: Keramik, Schmuck, Feuersteine und Steingeräte vom Paläolithikum bis zur Metallzeit.
Das Museum kostet Eintritt. Für Familien und alle, die sich für Vorgeschichte interessieren, lohnt es sich unbedingt; wer nur Altstadtatmosphäre sucht, kann es auslassen. Danach folgt eine der beiden längeren Etappen: 540 m und 8 Minuten bis zur Piazza della Libertà.
Name vor Ort
Museo di civiltà preclassiche della Murgia Meridionale
An der Piazza della Libertà empfängt dich die Fassade des Palazzo San Francesco. Im 14. Jahrhundert war das Gebäude ein Franziskanerkloster, im 19. Jahrhundert wurde es umgebaut, und heute ist es das Rathaus von Ostuni.
Such also keine Kasse und erwarte keine Führung: Als Verwaltungsgebäude ist der Palazzo kein Museum. Was du bekommst, ist die monumentale klassizistische Fassade und der Platz davor, beides frei. Das reicht für einen guten Blick und eine kurze Verschnaufpause nach dem Weg vom Museum.
Die nächste Station steht praktisch nebenan: 100 m, eine Minute, auf demselben Platz.
Mitten auf der Piazza della Libertà ragt die Colonna di Sant'Oronzo auf, auch Guglia di Sant'Oronzo genannt, rund zwanzig Meter hoch und ganz im Barock. Der Bildhauer Giuseppe Greco, selbst aus Ostuni, schuf sie 1771. Die Stadt errichtete sie aus Dankbarkeit gegenüber ihrem Schutzheiligen, der sie vor der Pest bewahrt haben soll.
Lies die Säule von unten nach oben. Auf einem Sockel folgen vier Ebenen mit lateinischen Inschriften in Kartuschen, Engelsfiguren und Rahmungen. Ganz oben steht Oronzo selbst, segnend, den Blick auf die Altstadt gerichtet, durch die du gerade gekommen bist.
Am reichsten geschmückt ist die zweite Ebene mit ihrer leicht vorspringenden Balustrade. An den vier Ecken stehen Heilige. Sicher erkennbar ist die heilige Lucia. Daneben ein heiliger Bischof mit Buch, vermutlich Augustinus, und ein Jesuit mit einem Kind im Arm, Bernardino Realino aus Lecce. Die vierte Figur wird der heiligen Irene zugeschrieben, obwohl ihr ein Arm und die Märtyrerpalme fehlen.
Augustinus, Irene, Oronzo: Das sind die Patrone, denen auch die Kapelle in der Kathedrale gewidmet ist. Mit dieser Verbindung im Kopf gehst du die letzte Etappe, 600 m und 9 Minuten. Unterwegs passierst du die Piazzetta Martiri delle Foibe.
Am Corso Vittorio Emanuele II Viewpoint endet deine Runde, an einem Aussichtspunkt, der frei zugänglich und rund um die Uhr offen ist.
Hier gibt es nichts mehr abzuhaken, kein Ticket und kein Programm. Nimm dir ein paar Minuten und lass die Runde ausklingen: vom aragonesischen Stadttor über die Kathedrale Friedrichs II. und die Frau aus der Altsteinzeit bis zu Oronzo auf seiner Säule.
Alle 7 Stopps sind schon auf der Karte. Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide
Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.
Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Ostuni entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 7 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.
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Drei Varianten für die Runde durch Ostuni
Nicht jeder hat dieselbe Zeit oder dieselben Interessen. Diese Varianten nutzen dieselbe Strecke, setzen aber andere Schwerpunkte.
Ohne Museum, nur unter freiem Himmel und in der Kathedrale
Stopps: 1, 2, 3, 5, 6, 7
Für alle, die Ostuni vor allem draußen erleben wollen. Du gehst am Museum nur vorbei, die Gehzeit bleibt also bei 24 Minuten. Eintritt fällt keiner an, auch die Kathedrale ist frei. Mit einem kurzen Blick ins Innere der Kathedrale bist du in knapp anderthalb Stunden durch.
Der historische Kern für Geschichtsfans
Stopps: 1, 2, 3, 4
Vom Stadttor bis zum Museum sind es nur 320 m und 6 Minuten Gehzeit, dafür viel Stoff: Mittelalter, Barock und Altsteinzeit auf engstem Raum. Eintritt kostet nur das Museum. Mit gründlichem Museumsbesuch planst du rund anderthalb Stunden ein.
Kurz und frei: Piazza, Säule und Aussichtspunkt
Stopps: 5, 6, 7
Wenn du nur wenig Zeit hast oder schon an der Piazza della Libertà stehst: 700 m und 10 Minuten Gehzeit, alles ohne Eintritt. Mit Pausen zum Schauen reicht gut eine halbe Stunde.
Wie lange dauert der Ostuni Rundgang mit Kathedrale und Museum?
Zu Fuß bist du auf der ganzen Strecke nur 24 Minuten unterwegs. Die ersten vier Stationen liegen dicht beieinander, zwischen Arco Scoppa, Kathedrale und Museum sind es jeweils nur eine Minute. Länger wird es erst danach: 540 m und 8 Minuten vom Museum zum Palazzo San Francesco, dann 600 m und 9 Minuten von der Säule zum Aussichtspunkt.
Die eigentliche Zeit verbringst du drinnen. Für die Kathedrale lohnen sich etwa eine halbe Stunde, für das Museum eine Dreiviertelstunde. Zusammen mit kurzen Halten an Tor, Bogen, Rathaus, Säule und Aussichtspunkt kommst du auf gut zwei Stunden. Ohne Museum sind es knapp anderthalb Stunden, nur Piazza, Säule und Aussichtspunkt schaffst du in gut einer halben Stunde.
Bevor du am Stadttor losgehst
Start und Ziel: Empfohlen ist der Start an der Porta Nova, das Ende liegt am Corso Vittorio Emanuele II Viewpoint. Du kannst aber an jeder Station einsteigen.
Tageszeit: Tor, Bogen, Säule und Aussichtspunkt sind rund um die Uhr zugänglich. Wenn du Kathedrale und Museum von innen sehen willst, leg die Runde in deren Öffnungszeiten und prüf sie vorab.
Eintritt: Nur das Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murgia kostet Eintritt. Die Kathedrale ist frei, alle übrigen Stationen sowieso.
AI Tour Guide
Dein Guide für Ostuni wartet auf dich
Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Ostuni, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.
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Was der AI Tour Guide in Ostuni anders macht
Auf dieser kurzen Runde liegen Jahrtausende dicht beieinander, und genau da hilft ein Gespräch. Der AI Tour Guide begrüßt dich am Tor, erzählt die Geschichten der Orte, fragt, ob dich eher Steinzeit oder Barock reizt, merkt sich das und passt den Rest der Runde daran an. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa um zu erfahren, wer die Messapier eigentlich waren. Zum Start bekommst du 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.
Ein echtes Gespräch
Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation
Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach
Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen
Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
Wer ist Sant'Oronzo, dem ich auf der Runde immer wieder begegne?
Oronzo ist der Schutzpatron von Ostuni. Die Stadt dankte ihm mit der Säule auf der Piazza della Libertà für die Rettung vor der Pest; in der Sakristei der Kathedrale wird eine große Ikone von ihm verehrt, und auch die Kapelle der Stadtpatrone ist ihm mitgewidmet.
Aus welchem Stein ist die Kathedrale gebaut?
Überwiegend aus pietra gentile, einem einheimischen Kalkarenit. Der Stein lässt sich leicht bearbeiten und hat eine zarte Färbung, deshalb wirken Portale und Rosette so fein gearbeitet.
Gibt es ähnliche Rundgänge in der Nähe von Ostuni?
Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei einem der 7 Stopps: Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murgia verlangt eigenen Eintritt.
Muss ich eine App herunterladen?
Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.
Muss ich den Rundgang vorab buchen?
Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.
In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?
Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.
Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?
Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.