Normannenpalast
Du startest am höchsten Punkt der Altstadt, und das ist kein Zufall: Wer hier oben saß, regierte Sizilien. Der Normannenpalast gilt als älteste Königsresidenz Europas, und unter seinen Mauern steckt noch mehr Geschichte. 1984 fand man unter den Sälen des Herzogs von Montalto Reste eines punischen Baus. In arabischer Zeit stand hier eine Festung zwischen den Flüssen Kemonia und Papireto, wehrhaft angelegt wie eine Burg.
Nach der Eroberung 1072 bauten die Normannen daraus Residenz und Verwaltungszentrum, mit vier Türmen und eigenen Werkstätten, in denen kostbare Stoffe gewebt wurden. Hier hielten Roger II., Wilhelm I., genannt der Böse, und Wilhelm II., genannt der Gute, Hof. Rogers Enkel Friedrich II. machte den Palast zum kaiserlichen Sitz und förderte die sizilianische Dichterschule. Nach einem Niedergang unter Anjou und Aragon blühte das Haus unter den spanischen Vizekönigen im späten 16. Jahrhundert wieder auf.
Seit 1946 tagt hier das sizilianische Regionalparlament, der Palast ist also bis heute ein Ort der Macht. Der Eintritt kostet, das Ticket schließt die Kapelle ein. Nimm das offizielle Ticket mit Audio- oder Videoguide, eine teure Gruppenführung zeigt dir keine anderen Räume.
Die Cappella Palatina liegt im Palast selbst, nur 40 m weiter.
























