Angkor National Museum
Hier beginnt dein Rundgang mit dem Hintergrund zu allem, was Siem Reap berühmt macht. Das Angkor National Museum öffnete am 12. November 2007 und widmet sich ganz den Fundstücken der Angkor-Zeit, also der Blüte des Khmer-Reichs, die etwa im 9. Jahrhundert beginnt und ins 14. Jahrhundert reicht. Die meisten Objekte wurden in den Tempelanlagen rund um die Stadt entdeckt.
Spannend ist, woher die Sammlung stammt. Ein Teil ist Leihgabe des Nationalmuseums in Phnom Penh. Ein anderer kommt aus der Conservation d'Angkor, einem Depot mit rund 6.000 Stücken, das die École française d'Extrême-Orient 1908 anlegte und das heute dem kambodschanischen Kulturministerium untersteht. Was du hier siehst, hat also mehr als ein Jahrhundert Sammeln und Bewahren hinter sich.
Der Besuch beginnt im Vorführsaal mit 80 Plätzen, wo alle 15 Minuten eine Einführung in sieben Sprachen läuft. Danach gehst du in einer festen Richtung durch acht Themengalerien, unterstützt von Filmen und Multimedia. In der Galerie der 1.000 Buddhas geht es darum, wie der Buddhismus die Menschen in Kambodscha von den alten Khmer bis heute geprägt hat. Die Galerie zur Khmer-Zivilisation erklärt, wie das Reich entstand, was die Khmer antrieb, so gewaltige Bauwerke zu errichten, und welche Rolle der Glaube an ihre Könige spielte. Den Audioguide holst du dir am Eingang, auch auf Deutsch.
Lohnt sich der Eintritt? Wenn du die Tempel von Angkor besuchen willst, ja: Danach erkennst du draußen vieles wieder. Plane etwa anderthalb Stunden ein; den Preis erfährst du an der Kasse. Wer nur die Stadt erleben will, steigt direkt bei Artisans Angkor ein. Dorthin gehst du 2200 m, rund 30 Minuten, die längste Etappe des Tages.












