Hoan-Kiem-See
Der Hoan-Kiem-See misst nur rund 12 Hektar, und doch ist er der Mittelpunkt des historischen Zentrums und der Ort, an dem sich das öffentliche Leben Hanois sammelt. Einheimische nennen ihn meist Hồ Gươm, Schwertsee. Er hatte schon viele Namen: Tả Vọng, später Lục Thủy, Grünes Wasser, nach der Farbe des Wassers, oder Thủy Quân, See der Seeleute. Das Ufer ist rund um die Uhr frei zugänglich.
Seinen heutigen Namen, See des zurückgegebenen Schwerts, verdankt er einer Legende. Kaiser Lê Lợi hatte mit einem Zauberschwert namens Himmelswille die Ming-Chinesen besiegt. Als er danach auf dem See ruderte, tauchte der Goldene Schildkrötengott Kim Quy auf und verlangte das Schwert zurück, das einst der Drachenkönig dem Kaiser geliehen hatte. Lê Lợi gab es her und benannte den See zur Erinnerung um.
Halte Ausschau nach dem kleinen Schildkrötenturm, Tháp Rùa, auf einer Insel nahe der Seemitte; er ist mit der Legende verbunden. Die Schildkröten selbst waren lange keine Sage: Riesige Weichschildkröten wurden hier über viele Jahre gesichtet. Das letzte bekannte Tier fand man am 19. Januar 2016 tot auf, weltweit gibt es nur noch drei Exemplare der Art Rafetus swinhoei.
Nahe dem Nordufer liegt die Jadeinsel mit dem Tempel des Jadebergs. Bis dorthin sind es 240 m, rund drei Minuten am Wasser entlang.
























