Dom des Heiligen Sava
Der Dom des Heiligen Sava ist das größte serbisch-orthodoxe Gotteshaus. Auf dem Balkan ist nur der Kathedralbau in Bukarest größer, weltweit kommt noch die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau dazu. Der Bau steht im Stadtteil Vračar, im östlichen Teil des Sava-Plateaus, und soll einmal Hauptkirche der Serbisch-Orthodoxen Kirche werden. Geweiht ist er dem Heiligen Sava, ihrem Gründer und einer der wichtigsten Gestalten der serbischen Geschichte.
Der Ort ist kein Zufall. 1595 ließ der Großwesir Koca Sinan Pascha den Sarg mit Savas Reliquien aus dem Kloster Mileševa nach Belgrad bringen und auf einem Scheiterhaufen verbrennen. Wo genau das geschah, weiß niemand sicher; vermutet wird ein Hügel, der damals Vračar hieß. Der Dom steht auf dem Platz, den man dafür hält.
Der Weg zum Bau war lang und umstritten. Bei einem Wettbewerb 1926 und 1927 wurden weder erster noch dritter Preis vergeben; 1930 bestimmte der Bauausschuss unter Patriarch Varnava den Zweitplatzierten Bogdan Nestorović und stellte ihm Aleksandar Deroko zur Seite. In Jugoslawien entbrannte eine öffentliche Debatte über Größe, Aussehen und nationale Bedeutung, am Ende wurde die Grundfläche deutlich vergrößert und die Hagia Sophia zum Vorbild genommen. Der Grundstein wurde 1935 gelegt; als das Land 1941 besetzt wurde, war der Bau gerade etwa zehn Meter hoch.
Hinein solltest du auf jeden Fall, der Eintritt ist frei. Es gibt zwei Teile: den Kuppelbau und die untere Kirche. Eine halbe Stunde reicht für beide.
Vom Dom gehst du 1000 m, etwa 14 Minuten, zum Nikola-Tesla-Museum.


















