Alexander-Newski-Kathedrale
Schau zuerst nach oben: Die vergoldete Hauptkuppel ragt 45 Meter auf, mit Kreuz sind es 46,3 Meter, und der Glockenturm erreicht 53 Meter. Die Alexander-Newski-Kathedrale ist eine Kreuzkuppelbasilika im neobyzantinischen Stil, gebaut um eine deutlich betonte Mittelkuppel. Sie bedeckt 3.170 Quadratmeter, fasst 5.000 Gläubige und gehört zu den zehn größten orthodoxen Kirchenbauten überhaupt. Heute ist sie die Kirche des bulgarischen Patriarchen und eines der Wahrzeichen Sofias.
Gebaut wurde sie als Dank. Im Russisch-Türkischen Krieg von 1877 und 1878 starben russische Soldaten für die Befreiung Bulgariens von der osmanischen Herrschaft; ihnen ist die Kathedrale gewidmet, benannt nach dem russischen Fürsten Alexander Newski. Geplant war sie schon seit Februar 1879, der Grundstein wurde 1882 gelegt, doch der größte Teil entstand erst zwischen 1904 und 1912. Den ursprünglichen Entwurf von Iwan Bogomolow baute der Architekt Alexander Pomeranzew radikal um; 1898 stand der endgültige Plan.
Achte auf die Herkunft der Details, sie erzählt von einem europäischen Gemeinschaftswerk: Marmor und Leuchter kamen aus München, die Metallteile der Portale aus Berlin, die Tore selbst aus der Wiener Fabrik von Karl Bamberg, die Mosaiken aus Venedig. Bulgarische, russische und österreichisch-ungarische Künstler arbeiteten zusammen, darunter der Maler Ivan Mrkvička.
Der Eintritt ist frei, und hineinzugehen lohnt sich für jeden, auch für nur zehn Minuten: Erst innen spürst du, wie gewaltig dieser Raum ist. Danach gehst du 560 Meter, etwa 8 Minuten, zur Nationalen Kunstgalerie, vom Denkmal der Befreiung zum Palast des ersten Fürsten nach der Befreiung.




















