Kapstadt auf eigene Faust: vom Hafen zum Castle

Vom alten Hafen durch das bunte Bo-Kaap und die Altstadt bis zum ältesten erhaltenen Gebäude Südafrikas: Kapstadts Geschichte in acht Stopps, in deinem Tempo.

8 Stationen 6,5 km ~1 Std. 34 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Kapstadt
Stopp 1 von 8
3,05 km·38 Min.
V&A Waterfront
Geh nach Südwesten Richtung Bo-Kaap
Willkommen in Kapstadt! Ich bin Alex, und die leuchtenden Häuser dieser Stadt erzählen von zurückgewonnener Freiheit.
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Der Rundgang auf einen Blick

Acht Stopps führen von der V&A Waterfront über Bo-Kaap, Greenmarket Square, St. George's Cathedral, Company's Garden und Cape Town City Hall zum District Six Museum und zum Castle of Good Hope: 6,5 km, reine Gehzeit 1 Std. 34 Min., mit Besichtigungen gut sechs Stunden.

Sechs Stopps sind frei, Eintritt kosten nur das District Six Museum und das Castle. Route, Karte und GPS-Navigation von Stopp zu Stopp sind kostenlos; der AI Tour Guide ist optional.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 8 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte für deinen Kapstadt Stadtrundgang

8 Stopps 6,5 km 1 Std. 34 Min. Gehzeit
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Die 8 Stationen auf dieser Route

  1. V&A Waterfront in Kapstadt, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1V&A Waterfront
  2. Bo-Kaap in Kapstadt, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Bo-Kaap
  3. Greenmarket Square in Kapstadt, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Greenmarket Square
  4. St. George's Cathedral in Kapstadt, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4St. George's Cathedral
  5. Company's Garden in Kapstadt, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Company's Garden
  6. Cape Town City Hall in Kapstadt, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Cape Town City Hall
  7. District Six Museum in Kapstadt, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7District Six Museum
  8. Castle of Good Hope in Kapstadt, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Castle of Good Hope
  9. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Kapstadt Rundgang: die acht Stationen im Einzelnen

  1. 1

    V&A Waterfront

    V&A Waterfront in Kapstadt, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier beginnt Kapstadt im wörtlichen Sinn. Die V&A Waterfront liegt auf dem Gelände des ältesten noch arbeitenden Hafens der Südhalbkugel, und hinter Hafenbecken, Yachthafen und Hotels steht der Tafelberg als Kulisse. Das Viertel umfasst 123 Hektar, und gemessen an den Besucherzahlen ist es das beliebteste Ziel der Stadt. Zwischen Wohnungen, Büros und Autohäusern findest du ein großes Einkaufszentrum und kleinere Häuser wie das Watershed und die Alfred Mall. Das Gelände selbst ist jederzeit frei zugänglich.

    Schau beim Gang am Wasser auf die Becken und denk dir die modernen Fassaden weg. 1654, zwei Jahre nach seiner Ankunft in dieser vergleichsweise geschützten Bucht am Fuß des Tafelbergs, baute Jan van Riebeeck hier einen kleinen Steg. Sein Auftrag war eine Versorgungsstation für die Schiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie, die auf der langen Fahrt nach Java und Batavia frisches Wasser und frisches Gemüse brauchten. Dieser Gedanke zieht sich durch den ganzen Rundgang, bis in den Garten und zur Festung.

    Sicher war die Tafelbucht lange nicht. Im Juni 1858 zerschellten bei schweren Winterstürmen über 30 Schiffe, worauf Lloyd's in London sich weigerte, Schiffe zu versichern, die den Winter in der Bucht verbrachten. Am 17. September 1860 kippte Prinz Alfred, zweiter Sohn von Königin Victoria und damals junger Seekadett, die erste Ladung Steine für den Wellenbrecher. Damit begann der Bau des ersten Hafens, der das ganze Jahr über Schutz bot.

    Plane hier eine Dreiviertelstunde ein, mehr, wenn du einkaufen willst. Dann kommt die längste Etappe des Tages: 3120 m und 47 Minuten hinauf ins Bo-Kaap. Unterwegs passierst du das Zeitz MOCAA, ein Museum, das nicht zum Rundgang gehört.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr (Retail & Shopping: Täglich 09:00–21:00)
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Bo-Kaap

    Bo-Kaap in Kapstadt, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Bo-Kaap heißt auf Afrikaans „über dem Kap“, und genau so liegt das Viertel: an den Hängen des Signal Hill oberhalb der Innenstadt. Ins Auge springen sofort die kräftig gestrichenen Häuser und die Gassen mit Kopfsteinpflaster. Weniger offensichtlich ist, was dahintersteckt: Hier steht die größte Ansammlung von Bauten aus der Zeit vor 1850 in ganz Südafrika, und das Bo-Kaap ist das älteste erhaltene Wohnviertel Kapstadts.

    Die Geschichte beginnt 1760, als Jan de Waal am Fuß des Signal Hill ein Stück Land zwischen Dorp Street und Wale Street kaufte und ein Jahr später ein Nachbargrundstück dazu. Ab 1763 baute er kleine Mietshäuser, die „huurhuisjes“, und vermietete sie an seine Sklaven. Das erste davon steht in der Wale Street 71 und ist heute das Bokaap Museum, die anderen beiden frühen Häuser findest du oberhalb der Buitengracht Street und in der Leeuwen Street 42.

    Früher hieß das Viertel Malay Quarter. Der Name erinnert an die Menschen, die die Niederländer aus Malaysia, Indonesien und verschiedenen Teilen Afrikas als Sklaven hierher brachten, und an die Mardijkers, muslimische Handwerker aus Südostasien. 1794 entstand in der Dorp Street mit der Auwal Mosque die erste Moschee, 1804 der Friedhof Tana Baru, um 1820 kamen politische Verbannte aus Java und Ceylon dazu, 1844 die Nurul-Islam-Moschee. Nach der Abschaffung der Sklaverei 1834 bauten Spekulanten ganze Reihen schmaler, tiefer Mietshäuser für die Freigelassenen: Achte auf die engen Fassaden, die sich Wand an Wand reihen.

    Gut die Hälfte der Bewohner ist heute muslimisch, und das Bo-Kaap ist ein lebendiges Wohnviertel, kein Freilichtmuseum. Eine halbe Stunde zum Schlendern reicht für einen guten Eindruck. Danach geht es 830 m und 11 Minuten hinunter in die Altstadt zum Greenmarket Square.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Greenmarket Square

    Greenmarket Square in Kapstadt, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor der Eingangstür des Old Town House auf dem Greenmarket Square liegt der historische Mittelpunkt Kapstadts. Das Gebäude beherbergt heute die Kunstsammlung Michaelis Collection; ob sie bei deinem Besuch offen ist, erfährst du direkt am Eingang. Der Platz selbst wird seitlich von Shortmarket Street und Longmarket Street begrenzt, mitten hindurch läuft die Burg Street.

    Entstanden ist der Platz fast von selbst. Hier verkauften die Siedler Gemüse aus dem Garten der Kompanie und von den umliegenden Höfen, bald auch andere Waren und Dienste, darunter Menschen: Der Platz war ein Sklavenmarkt. Ein Brunnen versorgte die Stadt mit Trinkwasser. 1696 kam ein Wachhaus der Bürgerwehr dazu, und der Platz wurde zum Verwaltungs- und Gesellschaftszentrum des Ortes. Ab den 1730er Jahren ersetzten Häuser mit Flachdach, teils mehrstöckig, die ländlichen Bauten mit Reetdach.

    Später diente der Platz als Gemüsemarkt, dann als Parkplatz, heute als Flohmarkt mit afrikanischen Souvenirs und Kunsthandwerk. Such nahe der Platzmitte die Handpumpe: Sie holte sauberes Wasser aus einem unterirdischen Fluss, der unter der Stadt verläuft. Während der Apartheid war der Platz oft Schauplatz politischer Proteste, auch weil das Parlament nah ist.

    Zwanzig Minuten genügen, länger, wenn du an den Ständen stöbern willst. Zur Kathedrale sind es nur 390 m und 5 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet (Markt: täglich ca. 09:00–18:00, Hauptbetrieb Mo–Sa)
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    St. George's Cathedral

    St. George's Cathedral in Kapstadt, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die St. George's Cathedral ist die anglikanische Kathedrale Kapstadts und Sitz des Erzbischofs. Der Bau, vor dem du stehst, stammt von Sir Herbert Baker, die ersten Fundamentsteine wurden 1901 gelegt. Er ersetzte eine Kirche, die an derselben Stelle stand und nie richtig fertig wurde.

    Deren Geschichte ist die eigentliche Anekdote. Bis in die 1820er Jahre feierten die Anglikaner ihre Gottesdienste in der Burg und später als Gäste in der Groote Kerk. Im Oktober 1827 regte der Bischof von Kalkutta, zu dessen Bistum das ferne Kap damals gehörte, eine eigene Kirche an. Die Kolonialregierung schenkte ein Grundstück am unteren Ende der Gärten der Kompanie, an der Ecke Government Avenue und Wale Street. Am Georgstag, dem 23. April 1830, legte Gouverneur Sir Lowry Cole den Grundstein, und die Straße davor bekam den Namen St. George's Street.

    Vorbild war die neugriechische St. Pancras Church in London, gezeichnet von John Skirrow. Bauunternehmer Hermann Schutte verlor bei dem Auftrag viel Geld, die Kirche kostete rund 16.000 Pfund. Am 21. Dezember 1834 wurde sie eröffnet, mit Platz für 1000 Menschen und 300 Sitzen für Arme. 1847 stellte Bischof Robert Gray seinen Bischofsstuhl hinein und machte die bescheidene Pfarrkirche so zur Kathedrale. Sein Traum von einem würdigeren Bau erfüllte sich bis zu seinem Tod 1872 nicht.

    Der Eintritt ist frei, und für einen ruhigen Blick in den Innenraum reichen 20 Minuten. Zum Company's Garden sind es 470 m und 7 Minuten, also genau in die Gärten, deren unteres Ende einst das Kirchengrundstück war.

    Öffnungszeiten
    Mo–Do 08:30–16:00, Fr 08:30–15:00 (Büro/Besuchszeiten; tägliche Gottesdienste, So ab 07:00)
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Company's Garden

    Company's Garden in Kapstadt, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Company's Garden ist der älteste Garten Südafrikas und nationales Kulturerbe. Heute ist er ein großer öffentlicher Park mitten im Geschäftsviertel, bewässert aus dem Molteno-Damm, der Quellwasser von den unteren Hängen des Tafelbergs sammelt. Der Eintritt ist frei.

    Angelegt hat ihn die Ostindien-Kompanie, um die Siedlung und die vorbeifahrenden Schiffe mit frischem Gemüse zu versorgen, das Gegenstück zum Steg im Hafen. Am 29. April 1652 bereitete der Gärtner Hendrik Boom den ersten Boden für die Aussaat vor. Die Siedler notierten jeden Tag, was sie säten, und erstellten durch Versuch und Irrtum einen Kalender für Aussaat und Ernte. Zuerst wuchsen Salatkräuter, Erbsen, Bohnen, Radieschen, Rote Bete, Spinat, Weizen, Kohl, Spargel und Rüben. Fleisch kam durch Tauschhandel mit den Khoisan, die Rinder und Schafe gegen Kupfer und Tabak abgaben.

    Schon 1653 konnten sich die Siedler das ganze Jahr über selbst versorgen, 1656 kam weiteres Ackerland in Rondebosch dazu. Bis 1658 wuchs hier fast jede Gartenpflanze Europas und Indiens, nur Kartoffeln und Mais fehlten noch. Vor 1680 gestaltete Simon van der Stel das Gelände neu, nun ging es um Schönheit statt um Gemüse. Reisende verschiedener Länder schrieben damals, nirgends sonst auf der Welt finde man so viele Bäume, Sträucher, Gemüse und Blumen beisammen. Der Botaniker Hendrik Bernard Oldenland legte ein Herbarium an, das nach seinem plötzlichen Tod in die Niederlande geschickt wurde.

    Eine halbe Stunde unter den Bäumen ist eine gute Pause vor dem zweiten, ernsteren Teil des Rundgangs. Zur Cape Town City Hall gehst du 850 m und 11 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Täglich 07:00–19:00 (Sep–Mär), Täglich 07:00–18:00 (Apr–Aug)
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Cape Town City Hall

    Cape Town City Hall in Kapstadt, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Cape Town City Hall steht an der Grand Parade, westlich der Burg, und fällt durch ihre Farbe auf: Der edwardianische Bau von 1905 ist aus honigfarbenem Kalkstein, eigens aus Bath in England herangeschafft. Auch viele Baustoffe und Einbauten kamen aus Europa.

    Bis 1905 hatte Kapstadt kein eigenes Rathaus. Die Idee kam 1887 zum Goldenen Thronjubiläum von Königin Victoria auf, sechs Jahre später billigte der Stadtrat das Vorhaben und schrieb einen öffentlichen Wettbewerb aus. Gewonnen haben ihn die Architekten Harry Austin Reid und Frederick George Green. Eröffnet hat das Gebäude Bürgermeister Hyman Liberman.

    Der Schatz im Inneren ist die Orgel aus Mahagoni, Teak und Kiefer, gebaut von Norman and Beard aus London und Norwich nach Plänen von Sir George Martin, dem Organisten der St Paul's Cathedral in London. Sie hat 3165 Pfeifen, von 10 Metern bis zu 19 Millimetern. Martin selbst nannte sie einen künstlerischen und mechanischen Triumph. Hör auch auf den Turm: Die Uhr schlägt die Stunden und spielt die Westminster-Viertelstunden, ihre Glocken stammen von John Taylor aus Loughborough, das Uhrwerk von JB Joyce aus Whitchurch, die Zifferblätter sind mit Opalglas gefüllt.

    Von außen und auf der Grand Parade kannst du jederzeit schauen; die Ausstellung im Haus ist kostenlos. Eine Viertelstunde reicht. Zum District Six Museum sind es nur 340 m und 5 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Ausstellung: Di–Fr 10:00–16:00, Mo/Sa/So geschlossen; Außenbereich / Grand Parade: rund um die Uhr geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    District Six Museum

    District Six Museum in Kapstadt, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das District Six Museum ist der Stopp, der am längsten nachwirkt. Es liegt in einer alten Methodistenkirche im früheren Innenstadtviertel District Six und erinnert an die Zwangsumsiedlung von 60.000 Bewohnern verschiedener Herkunft, die das Apartheidregime in den 1970er Jahren aus ihrem Viertel vertrieb. Die District Six Foundation entstand 1989, das Museum 1994.

    Gleich beim Eintreten liegt dir das Viertel zu Füßen: Den Boden bedeckt ein großer Stadtplan von District Six, auf dem ehemalige Bewohner von Hand eingetragen haben, wo ihre Häuser standen. Nimm dir Zeit, die Notizen zu lesen. Einer der früheren Bewohner ist der Jazzmusiker Abdullah Ibrahim, bekannt als Dollar Brand. Dazu kommen alte Straßenschilder, Ausstellungen über einzelne Familien, historische Erklärungen und Dokumente zum Abriss.

    Das Museum versteht sich nicht nur als Erinnerungsort. Es arbeitet mit heutigen Bewohnern an der Entwicklung des Viertels, an Wohnungsbau und Planung, und organisiert Musik, Literatur und Kunst mit Beteiligung der Öffentlichkeit. Ziel ist eine Gemeinschaft, die Würde, Identität und das Zusammenleben verschiedener Herkunft achtet. 2003 erhielt es den niederländischen Prinz-Claus-Preis.

    Hinein solltest du unbedingt, plane eine Stunde. Der Eintritt kostet etwas, wahlweise mit Selbstführung oder mit Führung. Zum Castle of Good Hope sind es dann 530 m und 7 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 09:00–16:00, So geschlossen
    Preis
    65 ZAR Erwachsene (Selbstführung), 80 ZAR Erwachsene (Führung)
  8. 8

    Castle of Good Hope

    Castle of Good Hope in Kapstadt, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss stehst du vor dem ältesten erhaltenen Gebäude Südafrikas. Das Castle of Good Hope ist eine fünfeckige Bastionsfestung, gebaut von der Ostindien-Kompanie zwischen 1666 und 1679, umgeben von einem Wassergraben. Ursprünglich stand sie an der Küste der Tafelbucht; seit Landgewinnung im Vorland liegt sie im Landesinneren. Nach Restaurierungen in den 1980er Jahren gilt sie als die am besten erhaltene Festung der Kompanie, seit 1936 ist sie Denkmal.

    Sie ersetzte das Fort de Goede Hoop aus Lehm und Holz, das Jan van Riebeeck 1652 gleich nach seiner Ankunft errichtet hatte. Als 1664 Gerüchte über einen Krieg zwischen England und den Niederlanden umgingen, erhielt Kommandant Zacharias Wagenaer, van Riebeecks Nachfolger, von Kommissar Isbrand Goske den Auftrag für eine Festung aus Stein. Der erste Stein wurde am 2. Januar 1666 gelegt. Die Arbeit ging oft nur stockend voran, weil die Kompanie ungern Geld ausgab.

    Gebaut wurde die Festung teilweise von Sklaven. Weil die Kompanie einen Aufstand fürchtete, wenn sie die einheimische Bevölkerung versklavte, holte sie bis zu 60.000 Menschen aus Madagaskar, Mosambik, Niederländisch-Indien und Indien ans Kap. Am 26. April 1679 bekamen die fünf Bastionen ihre Namen nach den Titeln Wilhelms III. von Oranien-Nassau: Leerdam im Westen, im Uhrzeigersinn folgen Buuren, Katzenellenbogen, Nassau und Oranje. Lauf die Mauern ab und such die Namen.

    Der Innenbesuch lohnt sich, besonders als Abschluss einer Route, die mit van Riebeecks Steg begann. Das Castle kostet Eintritt, Rentner zahlen weniger; eine Stunde ist gut investiert.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–16:00; geschlossen am Weihnachtstag und Tag der Arbeit
    Preis
    50 ZAR Erwachsene, 25 ZAR Kinder (5–17) / Rentner, 8 ZAR Schule Gruppen
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V&A WaterfrontBo-KaapGreenmarket SquareSt. George's Cathedral+4
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Kapstadt entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 8 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

8Stopps 6,5km 1 Std. 34 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten durch Kapstadt

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Diese drei Ausschnitte der Route funktionieren auch für sich.

Altstadt und Apartheidsgeschichte

Stopps: 3, 4, 5, 6, 7, 8

Für alle, die die lange Etappe vom Hafen sparen und Zeit für die beiden Museen haben wollen. Vom Greenmarket Square bis zum Castle of Good Hope gehst du rund 35 Minuten. Eintritt zahlst du im District Six Museum und im Castle.

Hafen und Bo-Kaap

Stopps: 1, 2, 3

Für einen entspannten Vormittag ohne Kasse: von der V&A Waterfront ins Bo-Kaap und hinunter zum Greenmarket Square, 58 Minuten reine Gehzeit. Alle drei Stopps sind frei.

Kostenlose Innenstadtrunde

Stopps: 2, 3, 4, 5, 6

Für ein knappes Budget: vom Bo-Kaap über Platz, Kathedrale und Garten bis zur Cape Town City Hall, 34 Minuten zu Fuß. Kein Stopp kostet Eintritt; die Ausstellung in der City Hall ist allerdings nicht jeden Tag geöffnet.

Wie viel Zeit du für den Kapstadt Rundgang brauchst

Die reine Gehzeit liegt bei 1 Std. 34 Min., fast die Hälfte davon entfällt auf die erste Etappe vom Hafen ins Bo-Kaap. Danach liegen die Stopps dicht beieinander, keiner ist mehr als 850 m vom nächsten entfernt.

Realistisch sind gut sechs Stunden, wenn du an der Waterfront eine Dreiviertelstunde bleibst, dem Bo-Kaap und dem Garten je eine halbe Stunde gibst, Platz und Kathedrale je 20 Minuten, der City Hall eine Viertelstunde und dem District Six Museum sowie dem Castle je eine Stunde. Startest du um 9 Uhr, bist du gegen 13 Uhr im Museum und gegen 14:15 Uhr am Castle, mit genug Luft für beide Besuche. Eine Essenspause kommt noch dazu.

Die Altstadtvariante braucht mit beiden Museen rund drei Stunden, Hafen und Bo-Kaap etwa zweieinhalb Stunden, die kostenlose Innenstadtrunde knapp zwei.

Bevor du in Kapstadt losgehst

  • Start und Ziel: Empfohlener Start ist die V&A Waterfront, das Ende liegt am Castle of Good Hope. Du kannst an jedem Stopp einsteigen, die Reihenfolge folgt der Stadtgeschichte vom Hafen bis zur Festung.
  • Bester Tag: Am besten unter der Woche, denn nicht alle Stopps mit Innenbesuch sind jeden Tag offen. Starte am Vormittag, damit Museum und Castle bequem drankommen.
  • Kosten: Die Route ist kostenlos. Eintritt zahlst du nur im District Six Museum und im Castle; alle übrigen Stopps sind frei.
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AI Tour Guide

Dein Guide für Kapstadt ist bereit, wenn du es bist.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Kapstadt, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

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Was der AI Tour Guide zwischen Hafen und Castle anders macht

Auf dieser Route hängt fast alles an einem Faden: der Versorgungsstation der Ostindien-Kompanie, die Hafen, Garten, Sklavenmarkt und Festung erst entstehen ließ. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch an diesem Faden entlang, begrüßt dich an der Waterfront, erzählt an jedem Ort weiter, fragt, ob dich eher die Architektur oder die Menschen dahinter interessieren, und merkt sich das für die nächsten Stopps. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa um zu fragen, wohin die Familien aus District Six gebracht wurden. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits, danach wählst du zwischen 19,99 € für diese Tour ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Kapstadt

Lohnt sich der Rundgang auch, wenn die Museen geschlossen sind?

Ja. Waterfront, Bo-Kaap, Greenmarket Square, Kathedrale und Company's Garden kosten nichts und lohnen sich auch ohne Museumsbesuch. Das District Six Museum und die Ausstellung in der City Hall sind nicht jeden Tag offen, plane sie also gezielt ein.

Wann sollte ich an der Waterfront starten?

Mit den Aufenthalten aus dem Zeitplan erreichst du das District Six Museum rund vier Stunden nach dem Start. Wer beide Museen in Ruhe sehen will, startet deshalb am besten früh am Vormittag.

Gibt es Ermäßigungen für Kinder?

Im Castle of Good Hope zahlen Kinder weniger als Erwachsene. Den Kinderpreis im District Six Museum erfährst du an der Kasse.

Kann ich direkt im Bo-Kaap beginnen?

Ja. Dann sparst du dir die 3,1 km lange Etappe vom Hafen und die reine Gehzeit schrumpft auf 47 Minuten.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 8 Stopps: District Six Museum und Castle of Good Hope verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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