La Mano
Fünf Finger ragen aus dem Sand der Playa Brava, an der Parada 1, als ob jemand darunter liegt und gerade auftaucht. La Mano, auch Los Dedos oder Hombre emergiendo a la vida genannt, ist seit Februar 1982 das Symbol von Punta del Este und eines der bekanntesten Wahrzeichen Uruguays. Geh einmal ganz herum: Von jeder Seite wirkt die Hand anders, mal winkend, mal greifend.
Geschaffen hat sie der chilenische Bildhauer Mario Irarrázabal beim ersten Internationalen Treffen für moderne Skulptur unter freiem Himmel. Neun Künstler waren gekommen, er war der jüngste. Um die Plätze auf einem öffentlichen Platz wurde gestritten, also wich er kurzerhand an den Strand aus.
Die Idee dahinter ist eine Warnung: eine Hand, die ertrinkt. Hier an der Brava schlagen die Wellen des offenen Atlantiks an Land, Richtung La Barra rau genug zum Surfen, während das Wasser in der anderen Richtung ruhiger ist. Irarrázabal hatte den ganzen Sommer Zeit, brauchte aber nur sechs Tage, obwohl ihn der hier häufige kräftige Südostwind immer wieder aufhielt.
Die Finger bestehen aus Beton und Kunststoff, verstärkt mit Stahlstangen und Metallgitter, außen mit einem Schutzanstrich gegen Verwitterung. Den ganzen Sommer arbeiteten Bildhauer aus aller Welt am Strand, doch nur diese Skulptur ist geblieben, bis heute an ihrem ursprünglichen Platz und kaum verändert.
Von hier geht es ins Landesinnere: 3690 m und 54 Minuten bis zum Museo Ralli im Viertel Beverly Hills, die längste Etappe des Tages.












