Bündner Kunstmuseum
Zwei Gebäude, ein Museum: Die neoklassizistische Villa Planta und daneben der Erweiterungsbau von 2016. Den Neubau haben die Architekten Barozzi/Veiga zwischen 2014 und 2016 dort errichtet, wo früher das Naturmuseum stand. Die Villa selbst hatten Peter Zumthor, Peter Calonder und Hans-Jörg Ruch zwischen 1987 und 1989 umgebaut und restauriert. Allein der Kontrast der beiden Häuser lohnt einen Blick von außen.
Die Sammlung ist älter als das Museum. Schon 1900 begann der Bündner Kunstverein, Kunst zu sammeln, die von Graubünden erzählt: von der Prägung durch die Berge, vom Wechselspiel aus Auswanderung und Tourismus. 1919 zog das Museum in die Villa Planta, damals noch gemeinsam mit naturkundlichen Sammlungen, die erst später ins Nachbarhaus wechselten. Heute gehört die Sammlung einer Stiftung, die Wechselausstellungen trägt der Kunstverein.
Drinnen triffst du auf Angelika Kauffmann, die in Chur geboren wurde und zu den wichtigen Künstlerinnen des 18. Jahrhunderts zählt. Die Bergeller Familie Giacometti ist mit großen Werkgruppen vertreten: Giovanni, seine Söhne Alberto und Diego und der entfernt verwandte Augusto. Einen eigenen Schwerpunkt bildet der Expressionismus mit Ernst Ludwig Kirchner, Hermann Scherer, Albert Müller und Paul Camenisch.
Hinein lohnt sich für alle, die Schweizer Kunst mögen; plane etwa anderthalb Stunden. Wer vor allem die Altstadt sehen will, kann den Besuch auch auf einen Donnerstagabend legen. Zum Bündner Naturmuseum sind es dann 430 m, rund 6 Minuten.
- Öffnungszeiten
- Di–So 10:00–17:00, Do 10:00–20:00, Mo geschlossen
- Preis
- CHF 15 Erwachsene, CHF 12 AHV/Lernende/Studierende unter 26, unter 16 kostenlos (CHF 10 / CHF 8, wenn keine Sonderausstellungen)