Rapperswil auf eigene Faust: Holzbrücke, Schloss und Rosen

Über die längste Holzbrücke der Schweiz in die Altstadt, hinauf zu Lindenhof und Schloss und weiter zu den Rosen am See: 2,9 km voller Geschichten.

11 Stationen 2,9 km ~42 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Rapperswil
Stopp 1 von 11
1.010 m·13 Min.
Holzbrücke Rapperswil–Hurden
Geh nach Nordosten über den See Richtung Fischmarktplatz in die Altstadt hinein
Grüezi und willkommen in Rapperswil! Ich bin Alex, und auf dem Schlosshügel dieser Schweizer Rosenstadt lebt seit 1868 ein Stück polnisches Exil weiter.
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Rapperswil auf eigene Faust: die Route im Überblick

Elf Stationen führen dich von der Holzbrücke Rapperswil-Hurden durch die Altstadt und über den Schlosshügel bis zu Knies Kinderzoo. Die Strecke misst 2,9 km, die reine Gehzeit beträgt 42 Minuten; mit Pausen und dem Schloss von innen sind es etwa dreieinhalb Stunden, ohne Zoo.

Fast alles ist frei zugänglich, Eintritt kosten nur das Schloss Rapperswil und Knies Kinderzoo. Route, Karte und GPS-Navigation von Stopp zu Stopp sind kostenlos im Browser; der AI Tour Guide ist optional und erzählt dir unterwegs im Gespräch mehr.

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Blick auf Rapperswil

Die Route

Karte zum Rapperswil Stadtrundgang: vom See auf den Schlosshügel

11 Stopps 2,9 km 42 Min. Gehzeit
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Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Holzbrücke Rapperswil–Hurden, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Holzbrücke Rapperswil–Hurden
  2. Fischmarktplatz in Rapperswil, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Fischmarktplatz
  3. Kloster Rapperswil, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Kloster Rapperswil
  4. Lindenhof in Rapperswil, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Lindenhof
  5. Polnische Freiheitssäule in Rapperswil, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Polnische Freiheitssäule
  6. Schloss Rapperswil, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Schloss Rapperswil
  7. Katholische Kirche St. Johannes mit Liebfrauenkapelle in Rapperswil, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Katholische Kirche St. Johannes mit Liebfrauenkapelle
  8. Hauptplatz in Rapperswil, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Hauptplatz
  9. Rathaus in Rapperswil, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Rathaus
  10. Rosengarten in Rapperswil, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Rosengarten
  11. Knies Kinderzoo in Rapperswil, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Knies Kinderzoo
  12. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Rapperswil Rundgang: elf Stationen von der Brücke zum Zoo

  1. 1

    Holzbrücke Rapperswil–Hurden

    Holzbrücke Rapperswil–Hurden, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier beginnt ein Fußweg über das Wasser: Die Holzbrücke führt über den Obersee, den oberen Teil des Zürichsees, hinüber nach Hurden. Eröffnet wurde sie am 6. April 2001, und mit 841 Metern ist sie die längste Holzbrücke der Schweiz. Daneben verläuft der Seedamm, ein Bau aus Stein und Metall mit zwei Brücken. Beide verbinden den Kanton St. Gallen mit dem Kanton Schwyz, und beide nutzen dieselbe Stelle: Hier ist der Zürichsee am schmalsten und am flachsten.

    Genau deshalb ist dieser Übergang viel älter, als die Brücke aussieht. An der Fundstelle Hurden Rosshorn haben Archäologen Reste von Brücken oder hölzernen Stegen gefunden, die bis in die Zeit der Horgener Kultur zurückreichen, dazu viele Spuren aus der Bronzezeit. Weitere Holzbrücken stammen aus der Hallstattzeit (647 v. Chr.), der Römerzeit (165 n. Chr.) und dem frühen Mittelalter (741 n. Chr.). Die römische Brücke entstand unter Kaiser Mark Aurel und war sechs Meter breit.

    Rund um diese Übergänge lagen Pfahlbausiedlungen, etwa in Hurden Seefeld und beim heutigen Technikum in Rapperswil. Die Inselsiedlung beim Technikum aus dem 17. Jahrhundert v. Chr. bestand zur selben Zeit wie einige der Übergänge am Rosshorn. Alle drei Fundstellen gehören zum UNESCO-Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen. Du gehst also auf einer Linie, die Menschen seit Jahrtausenden nutzen.

    Später pendelten Fähren zwischen Rapperswil und Hurden, bis 1360 wieder eine Brücke eröffnet wurde. Sie blieb lange die wichtigste Verbindung der Region und endete an einem Brückentor im Süden der Altstadt. Diesem alten Verkehrsweg folgst du jetzt: 1010 Meter, etwa 14 Minuten, zum Fischmarktplatz.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Fischmarktplatz

    Fischmarktplatz in Rapperswil, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Fischmarktplatz schließt die Altstadt zum Hafen hin ab: ein großzügiger, fast quadratischer Platz mit einem öffentlichen Brunnen vor dem ehemaligen Heiliggeistspital. Zum See hin reihen sich Gasthöfe, darunter Schwanen, Steinbock, Schwert, Bellevue, Anker und Du Lac. Sie alle sind erst entstanden, als nach 1834 der Tourismus aufkam.

    Davor sah es hier ganz anders aus. Wo du stehst, lag der mittelalterliche, befestigte innere Hafen. Mauern schützten ihn, und im 1610 ausgebauten Schutzgatterturm sperrte ein hölzernes Fallgatter die Zufahrt für Schiffe. Der See reichte damals direkt an die Stadtmauern, die entlang der heutigen Häuserfront mit Hotels und Restaurants bis zu den Befestigungen beim Kloster liefen.

    Im 19. Jahrhundert wurden Mauern und Tore geschleift, der innere Hafen aufgeschüttet und ein neuer äußerer Hafen mit zwei markanten Wellenbrechern angelegt. Der alte Hafen lag etwa dort, wo heute das Parkhaus steht. Auch der Verkehr lief früher hier durch: vom Halstor am Engelplatz über den Hauptplatz hinunter zu einem befestigten Tor beim Fischmarkt, dort, wo heute die Gasthöfe Hecht und Hirschen stehen.

    Nimm dir ein paar Minuten am Brunnen und schau auf die Häuserzeile am See: Sie folgt der Linie der alten Stadtmauer. Dann geht es 470 Meter, etwa sieben Minuten, zum Kloster Rapperswil; unterwegs kommst du am Curti-Haus vorbei.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Kloster Rapperswil

    Kloster Rapperswil, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Kloster Rapperswil ist kein Museum, sondern ein lebendiges Kloster der Kapuziner, und das seit 1602. Es liegt am westlichen Ende des Schlosshügels, am Endingerhorn. Weit über die Stadt hinaus bekannt ist es für seinen Rosengarten und die Antoniusgrotte. Klosterkirche und Pforte sind frei zugänglich, und ein Klostercafé gibt es auch, falls du schon hier eine Pause willst.

    Dass es überhaupt hier steht, ist eine Folge der Reformation. Rapperswil war ein katholischer Brückenkopf: Zürich wollte ihn neutralisieren, die katholischen Orte wollten ihn festigen. Die Kapuziner, volksnahe Franziskaner, waren nur widerstrebend und auf Befehl des Papstes über die Alpen gekommen und hatten in Altdorf, Stans, Luzern und Schwyz schon kleine Klöster gebaut. Im Februar 1596 trugen Schwyz, Uri und Unterwalden die Idee einer Niederlassung in Rapperswil nach Luzern und Rom.

    Nach langen Verhandlungen bekamen die Brüder das wertloseste Land, das zu haben war: einen abfallenden Nagelfluhbrocken am See, außerhalb der Stadtmauern. Mehr als ein Jahr lang wurde gesprengt, bis der Baugrund bereit war. Am 2. September 1602 fasste der Rat auf Betreiben des Nuntius Giovanni della Torre den Baubeschluss. Die Spenderliste eröffnete eine Witwe, Verena Züger, mit einer Landschenkung. Zusammen mit 1000 Gulden weiterer Bürger war das ein Anfang, an den später weder Äbte noch katholische Orte und nicht einmal der französische König mit ihren Gaben herankamen.

    Ein Besuch lohnt sich für alle, die einen ruhigen Moment suchen, und für jeden, der verstehen will, warum diese kleine Stadt so lange zwischen den Fronten lag. Zum Lindenhof sind es nur 100 Meter, etwa zwei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Pforte und Klostercafé: Mo, Mi, Do, Fr, Sa 09:00–11:30 & 14:00–17:00, Di 09:45–11:30 & 14:00–17:00, So 11:00–11:30 & 14:00–17:00
    Preis
    Kostenlos (Klosterkirche / Pforte frei zugänglich; Führungen pauschal CHF 150)
  4. 4

    Lindenhof

    Lindenhof in Rapperswil, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Lindenhof ist der Hügel, auf dem die Altstadt ihren Anfang nahm, und heute ein öffentlicher Platz: Park, Baumgarten und Spielplatz in einem. Seinen Namen verdankt er den Linden, die das Haus Rapperswil wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert hier pflanzen ließ.

    Geologisch ist der Hügel ein Rest der letzten Eiszeit, eine Moräne aus Felskonglomerat, entstanden vor etwa 20.000 Jahren. Er ist rund 590 Meter lang, etwa 150 Meter breit und erhebt sich rund 30 Meter über das Ufer. Auf drei Seiten umgibt ihn Wasser; nur der kleine östliche Teil, der Herrenberg, hängt mit der Altstadt auf der Landseite zusammen. Der Westzipfel heißt Endingerhorn, der Hang zur Kempratner Bucht Schlosshalde, die Gegenseite Schlosshügel, mit dem gleichnamigen Rebberg.

    Der eigentliche Grund, hier stehen zu bleiben, ist die Aussicht über beide Teile des Sees. Auf der einen Seite der Zürichsee mit den Inseln Lützelau und Ufnau und den Höhen Richtung Zürich, vom Zimmerberg über Albis und Felsenegg zum Uetliberg und zum Pfannenstiel. Auf der anderen Seite der Obersee mit Buechberg, Speer, Chüemettler und Federispitz und dahinter den Glarner Alpen. Und vor dir erkennst du den Seedamm und die Holzbrücke Richtung Hurden, über die der Rundgang begann.

    Mit Kindern lohnt sich hier eine längere Pause am Spielplatz. Danach sind es nur 80 Meter, eine Minute, zur Polnischen Freiheitssäule.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Polnische Freiheitssäule

    Polnische Freiheitssäule in Rapperswil, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Wenige Schritte weiter steht sie, links vom Weg und unmittelbar vor dem Schloss: eine freistehende Säule als Denkmal, die Polnische Freiheitssäule. Ein polnisches Freiheitsdenkmal vor einer Schweizer Burg über dem Zürichsee, das wirkt zunächst wie ein Widerspruch.

    Die Auflösung liegt gleich nebenan, im Schloss. Zwei, drei Minuten an der Säule reichen, nimm die Frage einfach mit. Zum Schloss Rapperswil sind es 40 Meter, eine Minute, vorbei am Polenmuseum.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Schloss Rapperswil

    Schloss Rapperswil, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Schloss Rapperswil thront auf dem langen Felsrücken über der Altstadt. Gebaut haben es Graf Rudolf II. und sein Sohn Rudolf III. von Rapperswil, wohl zwischen 1200 und 1220; erstmals erwähnt wird es 1229, als die Abtei Rüti gegründet wurde. Die Familie zog damals von Altendorf, dem alten Rapperswil, über den See an dieses Ufer, vielleicht auch, um eine eigene Pfarrkirche zu haben und nicht für jede Messe übers Wasser fahren zu müssen.

    Die Lage war strategisch klug gewählt: auf drei Seiten Wasser, darunter die engste Stelle des Wasserwegs zwischen Walensee und Zürichsee. Wer hier saß, kontrollierte auch die mittelalterliche Gotthardroute zwischen der Lombardei und Zürich und den Jakobsweg zum Kloster Einsiedeln. Schon im 11. und 12. Jahrhundert waren die Rapperswiler Vögte dieses Klosters.

    Und hier löst sich das Rätsel der Säule: Seit 1870 beherbergt das Schloss das Polnische Nationalmuseum, gegründet von polnischen Emigranten. Einer von ihnen, Graf Wladyslaw Broel-Plater, hatte das Schloss gepachtet und restauriert. Schloss und Museum stehen heute als Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Schweizer Inventar.

    Der Besuch innen kostet Eintritt. Er lohnt sich, wenn dich Burgen, Stadtgeschichte oder die polnische Seite dieser Geschichte interessieren; die Ausstellung erzählt auch von der Stadt selbst. Wer nur den Hügel genießen will, bleibt draußen und verpasst nichts von der Aussicht. Östlich schließt das ehemalige kleine Schloss an, heute das Stadtmuseum Rapperswil. Zur Kirche St. Johannes sind es 70 Meter, eine Minute.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Mo geschlossen (letzter Einlass 16:00 Uhr; 1. Nov & 24.-26. Dez geschlossen)
    Preis
    CHF 14.00 Erwachsene, CHF 9.00 ermässigt (AHV/IV/Studierende), CHF 6.00 Kinder (6-16 Jahre), Kinder unter 6 gratis
  7. 7

    Katholische Kirche St. Johannes mit Liebfrauenkapelle

    Katholische Kirche St. Johannes mit Liebfrauenkapelle in Rapperswil, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Gleich neben dem Schloss steht die Kirche St. Johannes, vor Ort einfach Stadtpfarrkirche genannt, frei zugänglich. Ihre Gründung zeigt den Ehrgeiz der Grafen: Bis dahin mussten selbst die Bürger von Rapperswil zum Gottesdienst nach Busskirch am oberen Zürichsee, zu einer der ältesten Kirchen der Gegend. Rudolf II. baute deshalb um 1220/29 eine eigene Pfarrkirche auf dem Herrenberg, zusammen mit Burg und Stadtmauern. Rechtlich blieb sie dennoch der Pfarrei Busskirch und damit dem Kloster Pfäfers unterstellt.

    Ihre Geschichte erzählt auch von Stiftern und Musik. 1446 stiftete Gräfin Elisabeth von Toggenburg eine Pfründe von 800 Rheinischen Gulden für den Allerheiligenaltar. Seit 1737 pflegt die Bruderschaft der heiligen Caecilia und Katharina die Kirchenmusik, mit einem gewaltigen Repertoire, darunter rund 1000 Kompositionen von Franz Josef Greith und seinem Sohn Carl, beide in Rapperswil geboren. Vom Vater stammt das Rütlilied: «Von ferne sei herzlich gegrüsst, du stilles Gelände am See».

    Was du heute siehst, ist zu großen Teilen jünger: Am 30. Januar 1881 zerstörte ein Brand die Kirche teilweise, der Wiederaufbau war 1885 abgeschlossen.

    Geh danach ein paar Meter weiter zur Liebfrauenkapelle. Sie wurde 1489 über dem früheren Beinhaus errichtet, dient heute als Friedhofskapelle und ist dank ihres Blicks auf die Kempratner Bucht als Hochzeitskapelle beliebt. Zum Hauptplatz sind es dann 100 Meter, rund eine Minute.

    Name vor Ort
    Stadtpfarrkirche Rapperswil
    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–17:00
    Preis
    Kostenlos
    Website
    krj.ch ↗
  8. 8

    Hauptplatz

    Hauptplatz in Rapperswil, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Hauptplatz ist das Herz der Altstadt und ihr größter Platz: rechteckig, leicht zum See abfallend, und von ihm gehen alle Gassen aus, Hintergasse und Marktgasse im Westen, Kluggasse, Eiergasse und Webergasse im Osten.

    Bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts verlief genau hier die östliche Stadtmauer, der Länge nach über den heutigen Platz hinunter zur Befestigung am Fischmarktplatz. Erst mit der Stadterweiterung nach Osten entstand der Platz als größter öffentlicher Raum innerhalb der Mauern. Zum Zentrum wurde er, als die Bürger ihren ersten Brunnen bauten. Das Wasser kam durch hölzerne Leitungen, sogenannte Tüchel, über vier Kilometer weit aus der Tägernau bei Jona.

    Zwei Episoden zeigen, wie politisch dieser Platz war. Am 1. Mai 1798, nach dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen unter General Nouvion, stellten die Rapperswiler hier einen Freiheitsbaum auf und begrüßten Frankreich als Befreier. Und als der Kanton St. Gallen nach dem Abbruch der Stadtmauer ab 1829 eine neue, gerade Straße aus Richtung Jona ins Zentrum baute, gelang der Anschluss an den Hauptplatz nur unter Polizeischutz, gegen aufgebrachte Grundeigentümer.

    Das Rathaus liegt direkt am Platz, 40 Meter, eine Minute entfernt. Ist gerade Wochenmarkt, gehst du mitten durch die Stände.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Rathaus

    Rathaus in Rapperswil, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Rathaus gehört der Ortsgemeinde, der Vereinigung der Rapperswiler Bürger, und steht als Kulturgut im Schweizer Inventar, ebenso das Stadtarchiv darin. Auf dem Rundgang schaust du es dir von außen an; Eintritt kostet es nicht.

    Erstmals erwähnt wird das «rat- oder richthus» 1419. Es ersetzte einen Wehrturm, den wohl Rudolf II. von Rapperswil im frühen 13. Jahrhundert als Teil der ersten Stadtmauer bauen ließ; diese Mauer lief vom Schloss und der Pfarrkirche auf dem Lindenhof zum heutigen Einsiedlerhaus am See. Seine heutige Form hat das Gebäude etwa seit 1470, den südlichen Turm bekam es 1614/15.

    Umgebaut wurde es 1866 und 1895. 1902 kam ein weiteres Geschoss dazu, und dabei verschwand der größte Teil der Wandmalereien mit Figuren und Wappen auf der Westseite. Wie die Fassade vorher aussah, zeigen alte Fotografien, etwa eine von Alwina Gossauer aus dem Jahr 1865.

    Heute ist das Haus vielfältig genutzt: Im Erdgeschoss und im ersten Stock gibt es ein Café mit Restaurant, im zweiten Stock eine Sammlung von Glasmalereien, Silber und Gemälden Rapperswiler Künstler, im dritten das Stadtarchiv. Mittwochs tagt im Ratssaal das Bezirksgericht See-Gaster. Weiter geht es 300 Meter, etwa vier Minuten, zum Rosengarten, ein Stück davon an der Uferpromenade entlang.

    Öffnungszeiten
    24/7 (Außenbereich nur)
  10. 10

    Rosengarten

    Rosengarten in Rapperswil, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Nach so viel Stein kommen die Blüten. Die Rosengärten von Rapperswil sind öffentlich und über die Stadt verteilt: Der Duftrosengarten liegt beim Kloster, ein weiterer Teil am Einsiedlerhaus, wo einst die erste Stadtmauer endete. Eintritt kostet keiner davon, und Schließzeiten gibt es nicht.

    Die Rosen blühen zwischen Mai und Oktober, und daran misst sich dieser Stopp ehrlich. In diesen Monaten ist der Garten ein Höhepunkt ohne Kasse, außerhalb davon eine grüne Passage auf dem Weg zum Zoo. Wer im Winter kommt, findet hier vor allem ein paar Minuten Ruhe.

    Zu Knies Kinderzoo sind es 660 Meter, etwa elf Minuten.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  11. 11

    Knies Kinderzoo

    Knies Kinderzoo in Rapperswil, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Ende wartet ein Ziel vor allem für Kinder: Knies Kinderzoo liegt nahe dem Seedamm und dem Bahnhof Rapperswil. Eröffnet haben ihn am 10. Juni 1962 die Brüder Fredy und Rolf Knie senior, die fünfte Generation der Zirkusfamilie Knie; gebaut hat ihn der Architekt Wolfgang Behles.

    Schon bald schrieb der Zoo Schweizer Tiergeschichte. Am 15. Februar 1963 wurde hier zum ersten Mal in der Schweiz ein Asiatischer Elefant geboren, Sahib-Fridolin. Weil seine Mutter Ceylon keine Milch hatte, zog ihn der Elefantenkenner und Tiertrainer Josef Hack mit der Flasche auf. Später kamen Delfine dazu, 1970 sogar ein festes Delfinarium, das inzwischen aus Tierschutzgründen geschlossen ist. 1993 kam mit Baluku die erste Giraffe des Zoos zur Welt.

    Das Rekordjahr war 1976 mit 399.331 Besuchern. 1991 kamen das Becken der Seebären mit Unterwasserfenster und das Piratenschiff auf dem Spielplatz dazu, 2000 eine erneuerte Elefantenanlage mit Bad, Wasserfall und Suhlen.

    Der Zoo kostet Eintritt. Mit Kindern lohnt er sich und füllt gut zwei Stunden; ohne Kinder kannst du den Rundgang auch am Rosengarten ausklingen lassen. Gegen Ende des Tages gilt ein günstigerer Spättarif, die Details erfährst du an der Kasse.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–18:00 (1. März bis 1. November 2026; letzter Einlass 17:30 Uhr; im Februar 10:00–16:00)
    Preis
    CHF 23.00 Erwachsene, CHF 16.00 ermässigt (AHV/IV), CHF 9.00 Kinder (4-15 Jahre); Kinder ab 17:00 Uhr CHF 4.00, Erwachsene ab 17:00 Uhr CHF 8.00
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Rapperswil Route geladen
Holzbrücke Rapperswil–HurdenFischmarktplatzKloster RapperswilLindenhof+7
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AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Rapperswil entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 2,9km 42 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzer oder mit Kindern: Varianten für Rapperswil

Nicht jeder hat einen halben Tag oder Kinder dabei. Diese Varianten nutzen Abschnitte derselben Route.

Altstadt kompakt

Stopps: 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Für alle mit wenig Zeit: vom Fischmarktplatz über Kloster, Lindenhof und Schloss bis zum Rathaus. 900 Meter, reine Gehzeit 14 Minuten. Eintritt kostet nur das Schloss, falls du hineingehst.

Seeübergang und Schlosshügel

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Für Geschichtsinteressierte ohne Kinder: Holzbrücke, Altstadt und Schlosshügel, Rosengarten und Zoo lässt du weg. Rund 2,2 km, reine Gehzeit 28 Minuten; Eintritt nur im Schloss.

Mit Kindern durch die Altstadt zum Zoo

Stopps: 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11

Für Familien: Start am Fischmarktplatz, Pause am Spielplatz auf dem Lindenhof, Ziel Kinderzoo. Rund 1,8 km, reine Gehzeit 29 Minuten. Eintritt kosten Schloss und Kinderzoo; das Schloss kannst du mit kleinen Kindern auch von außen lassen.

Wie lange dauert dein Rapperswil Rundgang mit Schloss und Zoo?

Die reine Gehzeit liegt bei 42 Minuten. Die längsten Etappen sind die von der Holzbrücke zum Fischmarktplatz und die vom Rosengarten zum Zoo; dazwischen liegen die Stationen auf dem Schlosshügel und am Hauptplatz oft nur eine Minute auseinander.

Ohne Innenbesuche brauchst du realistisch gut zwei Stunden. Mit einer Stunde im Schloss und einem Blick in die Kirche St. Johannes werden daraus etwa dreieinhalb Stunden; der Kinderzoo kommt mit rund zwei weiteren Stunden dazu.

Die kompakte Altstadtrunde schaffst du ohne Schloss in etwa anderthalb Stunden, mit Schloss in etwa zweieinhalb. Die Variante mit Holzbrücke braucht mit Schlossbesuch etwa drei Stunden, die Familienvariante mit Zoo einen halben Tag.

Bevor du in Rapperswil losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start an der Holzbrücke, Ziel ist Knies Kinderzoo. Du kannst aber an jedem Stopp einsteigen; die Reihenfolge der Route ist die empfohlene.
  • Tageszeit: Geh tagsüber, wenn du Schloss und Kinderzoo von innen sehen willst. Brücke, Plätze und Lindenhof sind jederzeit frei zugänglich.
  • Eintritt: Schloss Rapperswil und Knies Kinderzoo kosten Eintritt. Alles andere ist frei, auch Klosterkirche und Stadtpfarrkirche.
  • Anreise: Rapperswil ist Knotenpunkt von Südostbahn und S-Bahn Zürich, und an der Schiffsstation der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft legen Schiffe Richtung Zürich an.
  • AI Tour Guide: Route, Karte und GPS-Navigation kosten nichts. Für den AI Tour Guide bekommst du zum Start 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.
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Dein Guide für Rapperswil ist bereit, wenn du es bist.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Rapperswil, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

11Stopps 2,9km 42 Min.Gehzeit 13Sprachen
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So erzählt der AI Tour Guide Rapperswil

Auf dieser Route liegen Jahrtausende dicht beieinander: Pfahlbauer am Seeübergang, Grafen auf dem Herrenberg, Kapuziner im Glaubensstreit, polnische Emigranten im Schloss. Der AI Tour Guide begrüßt dich, erzählt die Geschichten der Orte als Gespräch, merkt sich, ob dich eher Burgen, Kirchenmusik oder Tiere packen, und vertieft genau das. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa mit der Frage, warum ausgerechnet Rapperswil die Heimat eines polnischen Museums wurde oder wie das Leben in einer Pfahlbausiedlung aussah. Die Route bleibt dabei dieselbe.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Rapperswil

Kann ich über die Holzbrücke bis nach Hurden gehen?

Ja, sie ist eine Fußgängerbrücke und jederzeit frei begehbar. Den Weg hinüber und zurück rechnest du zusätzlich zur Gehzeit des Rundgangs ein.

Kann ich das Kloster Rapperswil mit einer Führung besichtigen?

Klosterkirche und Pforte sind frei zugänglich. Führungen gibt es zu einem Pauschalpreis; frag am besten an der Pforte nach.

Ist der Rundgang mit kleinen Kindern machbar?

Ja. Die Etappen sind kurz, auf dem Lindenhof gibt es einen Spielplatz, und am Ende wartet der Kinderzoo mit seinem Piratenschiff. Wer das Schloss auslässt, hat mehr Zeit für die Tiere.

Wie komme ich vom Kinderzoo zurück zum Bahnhof?

Der Kinderzoo liegt nahe am Bahnhof Rapperswil, von dem Züge der Südostbahn und der S-Bahn Zürich abfahren.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 11 Stopps: Schloss Rapperswil und Knies Kinderzoo verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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