Tivoli
Der Rundgang beginnt mitten in der Innenstadt, direkt neben dem Hauptbahnhof, vor einem Vergnügungspark, der älter ist als fast jeder andere: Tivoli öffnete am 15. August 1843 und ist nach Dyrehavsbakken im nahen Klampenborg der zweitälteste noch betriebene Freizeitpark der Welt. Mit 4,25 Millionen Besuchern im Jahr 2024 ist er zugleich der meistbesuchte Freizeitpark Skandinaviens.
Die Gründungsgeschichte ist ein Stück politischer Schlauheit. Georg Carstensen überzeugte König Christian VIII. mit dem Satz, wenn das Volk sich amüsiere, denke es nicht an Politik. Er bekam eine Lizenz für fünf Jahre und gegen jährliche Pacht rund 61.000 Quadratmeter auf dem Festungsvorfeld vor dem Westtor, dem Vesterport. Bis in die 1850er Jahre lag Tivoli damit noch außerhalb der Stadt. Der erste Name, „Tivoli & Vauxhall“, borgte sich Glanz bei berühmten Lustgärten in Paris und London.
Von Anfang an gab es Bauten im Stil eines erträumten Orients, ein Theater, Musikpavillons, Restaurants, Blumengärten, ein Karussell und eine frühe Achterbahn. Abends leuchteten farbige Lampen, und an manchen Abenden spiegelte sich ein Feuerwerk im See, der ein Rest des alten Festungsgrabens ist. Fast dreißig Jahre lang, von 1843 bis 1872, leitete der Komponist Hans Christian Lumbye die Musik.
Ein richtiger Tivoli-Besuch ist ein eigenes Programm und kostet Eintritt, an der Kasse gibt es auch ein Kombiticket. Für den Rundgang reicht der Blick auf den Eingang; komm lieber an einem Abend wieder, wenn dich Fahrgeschäfte und Lichter reizen.
Von hier sind es 620 Meter, rund 9 Minuten, bis zum Rathaus am Rathausplatz.


























