Morspoort
Du startest an einem der zwei Stadttore, die Leiden geblieben sind. Ursprünglich hatte die Stadt acht Tore, heute stehen nur noch die Morspoort und die Zijlpoort. Schau dir das Steintor an der Morssingel genau an: der achteckige Kuppelaufsatz, die manieristischen Formen, die Brücke davor. Tor und Brücke stehen als Reichsdenkmal unter Schutz.
Gebaut wurde das heutige Tor 1669 nach einem Entwurf des Leidener Baumeisters Willem van der Helm. Vorher stand hier ein Holzbau, errichtet um 1611, als Leiden nach Norden wuchs. Lange Zeit diente das Tor nicht dem Verkehr allein, sondern als Gefängnis.
Der Name kommt von De Morsch, dem sumpfigen Weideland vor der Stadt. Er steckt bis heute überall in der Nachbarschaft: im Viertel D'Oude Morsch, in der Morsstraat, an der Morssingel und im Morsdistrict jenseits der Gracht. Leiden war außerdem lange eine Garnisonsstadt; die nahe Morschpoortkazerne beherbergte bis 1940 Infanterie, und erst 1981 zog das Militär mit der Kochausbildung ganz ab.
Hier gibt es nichts zu bezahlen und nichts zu öffnen, das Tor ist rund um die Uhr zu sehen. Von hier gehst du 910 m, gut eine Viertelstunde, zur Langebrug und zum Young Rembrandt Studio. Es ist die längste Etappe der Runde.


























