Euromast
Du startest am Fuß des Euromast, im Park nahe der Einfahrt zum Maastunnel. Schau zuerst nach oben: Der Betonschaft mit neun Metern Durchmesser und 30 Zentimeter dicken Wänden trägt weit oben ein rundes Restaurant, darüber ragt eine schlanke Stahlspitze. Architekt Huig Maaskant ließ sich von der Takelage eines Schiffs inspirieren, daher der Name; das Restaurant mit Aussichtsplattform ist einem Krähennest im Mast nachempfunden. Mit 185 Metern gehört der Turm zu den höchsten der Niederlande, die man besuchen kann.
Gebaut wurde er für die Gartenbauausstellung Floriade, eröffnet hat ihn Prinzessin Beatrix am 25. März 1960. Das stählerne Restaurant wiegt 240 Tonnen und wurde in nur fünf Tagen auf rund 100 Meter Höhe hochgestemmt. Damit der Schwerpunkt möglichst tief liegt, steckt im Fundament unter anderem ein Betonblock von 1900 Tonnen. Auf 32 Metern bauten die Planer die Nachbildung einer Schiffsbrücke ein, mit Navigationsgeräten und Kartenraum.
Die Lage war mit Bedacht gewählt: Wer damals über die Autobahn nach Rotterdam fuhr, sah den Turm direkt vor sich über der Stadt. Doch Rotterdam wuchs ihm bald über den Kopf. 1968 überragte ihn das Gebäude der Medizinischen Fakultät an der Westzeedijk um zehn Meter. Die Antwort kam 1970: ein 85 Meter hoher Stahlaufsatz, die Spacetower, und der Euromast war wieder das höchste Bauwerk der Stadt.
Hinauf bringen dich zwei Aufzüge mit vier Metern pro Sekunde. Das Ticket umfasst die Plattformen auf 112 Metern und die Ausstellung The Rise of Rotterdam; wer auch in den Euroscoop will, nimmt das Kompletterlebnis. An klaren Tagen reicht der Blick rund 30 Kilometer weit, und du siehst vorab vieles, was auf der Runde kommt. Hängen die Wolken tief, heb dir die Fahrt für später auf, denn du kommst am Ende wieder hier vorbei.
Zur Kunsthal Rotterdam sind es 940 Meter, etwa 13 Minuten zu Fuß.






















