Nördlingen auf eigene Faust: Mauer, Krater, Daniel

Vom ältesten Stadttor über den überdachten Wehrgang und den Asteroidenkrater im Museum hinauf auf den Daniel: 2,0 km durch eine Stadt, gebaut mit Kraterstein.

10 Stationen 2,0 km ~28 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Nördlingen
Stopp 1 von 10
500 m·6 Min.
Reimlinger Tor
Geh nach Norden Richtung Stadtmauer, dort steigst du gleich auf den Wehrgang.
Servus und willkommen in Nördlingen! Ich bin Alex, und im Krater, in dem diese Stadt liegt, probte die NASA einst für den Mond.
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Nördlingen auf eigene Faust: der Rundgang auf einen Blick

Zehn Stopps auf 2,0 km, reine Gehzeit 28 Min.: Du startest am Reimlinger Tor und endest an der St. Georgs-Kirche. Mit Turm und Kirche, aber ohne Museen bist du realistisch etwa zweieinhalb Stunden unterwegs, mit allen Innenbesuchen knapp fünf.

Frei sind die Nördlinger Stadtmauer, die Tore, der Platz und die Kirche. Eintritt kosten das Stadtmauermuseum im Löpsinger Tor, das RiesKraterMuseum, das Stadtmuseum Nördlingen und der Aufstieg auf den Daniel (Stadtturm). Route, Karte und GPS-Navigation sind kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 10 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Nördlingen Stadtrundgang: vom Reimlinger Tor zum Daniel

10 Stopps 2,0 km 28 Min. Gehzeit
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Die 10 Stationen auf dieser Route

  1. Reimlinger Tor in Nördlingen, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Reimlinger Tor
  2. Nördlinger Stadtmauer in Nördlingen, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Nördlinger Stadtmauer
  3. Löpsinger Tor in Nördlingen, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Löpsinger Tor
  4. RiesKraterMuseum in Nördlingen, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4RiesKraterMuseum
  5. Stadtmuseum Nördlingen, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Stadtmuseum Nördlingen
  6. Klösterle in Nördlingen, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Klösterle
  7. Rathaus in Nördlingen, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Rathaus
  8. Marktplatz in Nördlingen, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Marktplatz
  9. Daniel (Stadtturm) in Nördlingen, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Daniel (Stadtturm)
  10. St. Georgs-Kirche in Nördlingen, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10St. Georgs-Kirche
  11. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station durch Nördlingen: zehn Orte im Kraterrund

  1. 1

    Reimlinger Tor

    Reimlinger Tor in Nördlingen, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier fängt Nördlingen an, und zwar auch historisch: Das Reimlinger Tor ist das früheste der fünf Stadttore. Sein quadratischer Unterbau stand schon vor 1376 und wurde um 1480 verändert. Schau nach oben: Das oberste Turmgeschoss mit dem Zeltdach wurde 1603 erneuert, und auch die wulstig vorragende Geschützplattform und die Stube des Turmwächters kamen erst später dazu. Was du siehst, ist also ein Tor, an dem drei Jahrhunderte weitergebaut haben.

    Der Grund für das Tor liegt in einem Befehl von 1327. Ludwig der Bayer verlangte damals, auch die Vorstädte mit Graben, Mauern und Befestigungswerken zu umgeben, denn sie lagen außerhalb der alten stauferzeitlichen Mauer. Dieses südöstliche Tor sicherte die Fernstraße, die über Harburg und Donauwörth zur Donau führte, weiter nach Augsburg und über die Alpenpässe bis nach Italien. Wer hier durchkam, war auf einer der großen Handelsrouten unterwegs.

    Achte auf das Vorwerk: Das Vortor wurde Anfang des 16. Jahrhunderts angelegt und 1597 erhöht. Die Barbakane mit ihren zwei Rundtürmen ist 1825 verschwunden, doch Brückenwerk und Zwingermauern sind geblieben, und so wirkt das Tor bis heute weitgehend wie ursprünglich. Und schau dir die Ecken an: Die Mauern sind verputzte Ziegel, aber Eckquader, Gewände und Gesimse bestehen aus Suevit, einem heimischen Stein. Merk ihn dir, er begleitet dich die ganze Route.

    Das Tor ist frei und jederzeit zugänglich, seit der Renovierung 2015/16 auch in gutem Zustand. Folge der Mauer 500 Meter, etwa 6 Minuten, zur Nördlinger Stadtmauer.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Nördlinger Stadtmauer

    Nördlinger Stadtmauer in Nördlingen, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Nördlinger Stadtmauer ist die einzige in Deutschland, deren Wehrgang vollständig erhalten, begehbar und überdacht ist. Sie umschließt die gesamte mittelalterliche Altstadt, und du kannst sie auf 2,6 Kilometern ohne Unterbrechung ablaufen. Dazu gehören fünf Tore mit vier Tortürmen, denn der Baldinger Torturm stürzte 1703 ein, außerdem elf weitere Türme und zwei Bastionen.

    Begonnen wurde der Bau 1327 auf Befehl Ludwigs des Bayern. Die neue Mauer ersetzte den alten Verteidigungswall, und dessen Verlauf kannst du noch heute im Stadtplan lesen: Drehergasse, Bei den Kornschrannen, Vordere Gerbergasse, Herrengasse und Neubaugasse folgen ihm. Zwischen 1536 und 1613 bauten die Nördlinger vier Tore und zwei Türme von Grund auf um und errichteten sieben Backofentürme, drei starke Bollwerke und zwei Basteien.

    Ihre Bewährungsprobe kam 1634, im Dreißigjährigen Krieg: Die Befestigung hielt einer Belagerung durch kaiserliche Truppen stand, kurz vor der Schlacht bei Nördlingen. Wer später die ganze Runde geht, findet am Berger Tor noch eine Kanonenkugel aus diesem Krieg im Mauerwerk.

    Dass du heute überhaupt auf dieser Mauer stehst, ist keine Selbstverständlichkeit. Ab 1803 trugen die Nördlinger Teile der nun überflüssigen Befestigung ab. Erst 1826 stellte König Ludwig I. von Bayern die Mauer unter seinen Schutz und verbot jeden weiteren Abriss. Die Mauer ist frei und jederzeit zugänglich. Zum Löpsinger Tor sind es 210 Meter, rund 3 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Jederzeit frei zugänglich (24/7)
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Löpsinger Tor

    Löpsinger Tor in Nördlingen, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Löpsinger Tor ist zunächst das, was du schon kennst: ein Durchgang in der Mauer, jederzeit frei. Im Torturm steckt aber das Stadtmauermuseum, verteilt auf sechs Ebenen, und damit die erste Entscheidung mit Eintritt auf dieser Route. Der Durchgang bleibt kostenlos, du verpasst also nichts von der Route, wenn du nur hindurchgehst.

    Hinein lohnt sich vor allem bei deinem ersten Besuch in Nördlingen. Nach Tor und Mauer tauchen genau hier die Fragen auf: Warum trägt der Wehrgang ein Dach? Wie sieht so ein Torturm von innen aus? Das Museum beantwortet sie dort, wo sie entstehen, mitten in der Befestigung. Wer nur wenig Zeit hat und lieber auf den Daniel will, geht durch und spart sich die Kasse für später.

    Zum RiesKraterMuseum sind es 670 Meter, die längste Etappe der Route, rund 9 Minuten. Unterwegs kommst du am Gerberviertel vorbei.

    Öffnungszeiten
    28. März bis 8. November 2026: Di–So 10:00–13:00 und 13:30–16:30 Uhr, Mo geschlossen (Stadtmauermuseum); Stadttordurchgang jederzeit zugänglich
    Preis
    3,00 EUR regulär, 2,00 EUR ermäßigt / Kinder/Schüler/Studierende, 7,00 EUR Familie, 4,00 EUR Alleinerziehende (Stadtmauermuseum im Torturm); Durchgang kostenlos
  4. 4

    RiesKraterMuseum

    RiesKraterMuseum in Nördlingen, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Jetzt erfährst du, woher der Suevit vom Reimlinger Tor stammt. Vor etwa 15 Millionen Jahren schlug hier ein Asteroid ein und schuf das Nördlinger Ries, den Krater, in dem die Stadt heute liegt. Das RiesKraterMuseum widmet sich ganz diesem Ries-Ereignis und gehört zum Verbund der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns.

    Das Gebäude selbst ist alt: Der Holzhofstadel entstand um 1503 im Holz- oder Bauhof des Heilig-Geist-Spitals, ein eingeschossiger Massivbau mit Schopfwalmdach, lange Zeit als Lagerhaus genutzt. Zwischen 1985 und 1990 wurde er gründlich saniert und für das Museum verstärkt. Die Idee kam von Wulf-Dietrich Kavasch, dem Vorsitzenden des Vereins Rieser Kulturtage; eröffnet wurde am 6. Mai 1990.

    Drinnen führen sechs Themenräume vom Weltall bis vor die Haustür. Gleich am Eingang siehst du den Krater im Luftbild und als Geländemodell. Danach geht es um kosmische Kollisionen, Kometen und Asteroiden und um Meteorite verschiedener Art, darunter der Erstfund des Neuschwanstein-Meteoriten von 2002. Im Obergeschoss zeigen Schaubilder und Experimente, wie ein Krater in wenigen Sekunden entsteht und wie Druck und Hitze neue Gesteine bilden. Achte auf den Dünnschliff aus Suevit: Unter dem Polarisationsmikroskop sind darin winzige Diamanten zu sehen. Höhepunkt ist eine Videoanimation des Einschlags, die du vom nachgebauten Kraterrand aus verfolgst.

    Das Museum kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die die Landschaft und den Stein dieser Stadt verstehen wollen; mit Kindern ist die Animation ein guter Einstieg. Nur 110 Meter, eine Minute, sind es zum Stadtmuseum Nördlingen, das ebenfalls zum alten Spital gehört.

    Öffnungszeiten
    Ostern bis Ende Herbstferien: Di–So 10:00–16:30 Uhr; Ende Herbstferien bis Ostern: Di–So 10:00–12:00 und 13:30–16:30 Uhr; Mo geschlossen (außer Feiertage); Schließung wegen Umbau: 10.-21. November
    Preis
    5,00 EUR regulär, 3,50 EUR ermäßigt / Gruppe ab 20 P., 2,00 EUR Schüler/Studierende, 11,00 EUR Familie, 6,00 EUR Alleinerziehende
  5. 5

    Stadtmuseum Nördlingen

    Stadtmuseum Nördlingen, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Gleich nebenan wechselst du vom Kosmos in die Stadtgeschichte. Das Stadtmuseum Nördlingen sitzt im Hospitalgebäude des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals, verteilt auf vier Stockwerke. Die Sammlung wurde 1867 gegründet und erzählt von der einstigen Freien Reichsstadt Nördlingen.

    Originalobjekte zeigen Handel und Pfingstmesse, Zünfte und Handwerk und die Gerichtsbarkeit der mittelalterlichen Stadt. Ein Stück solltest du nicht auslassen: Ein Modell mit rund 6000 Zinnfiguren stellt die Schlacht bei Nördlingen nach, die 1634 im Dreißigjährigen Krieg vor genau jenen Mauern ausgetragen wurde, auf denen du vorhin unterwegs warst.

    Die Tafelgemälde des 15. und 16. Jahrhunderts, vor allem von Friedrich Herlin, Hans Schäufelin und Sebastian Taig, zeigen das religiöse Leben, aber auch, wie reich und politisch bedeutend die Stadt war. Herlins Namen begegnest du am Ende der Route wieder. Weiter zurück reicht die Siedlungsgeschichte des Rieses von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter, mit den Schädelfunden aus den Ofnethöhlen, dem Hortfund von Bühl im Ries und den Funden aus der römischen Villa Rustica bei Holheim. Seit 1959 beherbergt das Haus außerdem die Sammlung des Heimatverbandes Kreis Tetschen-Bodenbach.

    Das Museum kostet Eintritt. Schaffst du nur eines der beiden Häuser, nimm das RiesKraterMuseum für Geologie und dieses hier für Stadtgeschichte und die Schlacht. Danach sind es 200 Meter, etwa 3 Minuten, zum Klösterle.

    Öffnungszeiten
    17. März bis 8. November 2026: Di–So 13:30–16:30 Uhr, Mo geschlossen; Winterschließzeit ab 9. November
    Preis
    5,00 EUR regulär, 3,50 EUR ermäßigt / Gruppe ab 20 P., 2,00 EUR Kinder/Schüler/Studierende, 11,00 EUR Familie, 6,00 EUR Alleinerziehende
  6. 6

    Klösterle

    Klösterle in Nördlingen, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Klösterle ist ein Stopp für den Blick von außen. Gebaut wurde es 1287 als Barfüßerkirche, 1585 und 1586 dann zur Kornschranne umgebaut, also zum Getreidespeicher. Heute dient es als Stadthalle mit Hotel und Gastronomie, den Innenraum siehst du daher nur, wenn dort eine Veranstaltung läuft oder du einkehrst.

    Von der Straße lohnt vor allem das Südportal, ein Renaissance-Stück aus der Zeit des Umbaus. Such es dir heraus: An ihm lässt sich die ganze Geschichte des Hauses ablesen, Kirche, Speicher, Saal, alles in einem Bau. Mehr Zeit braucht dieser Halt nicht. Zum Rathaus sind es 150 Meter, rund 2 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Außenansicht jederzeit frei zugänglich (24/7)
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Rathaus

    Rathaus in Nördlingen, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Seit über 600 Jahren ist das Steinhaus zu Nördlingen Rathaus, und es arbeitet bis heute als Verwaltung. Das sieht man ihm an: kein Prunkbau, sondern ein Dienstgebäude mit Geschichte. Von außen kannst du es dir jederzeit ansehen, frei und ohne Kasse.

    Such dir das Relief am Narrenhäuslein: NUN SIND UNSER ZWEY steht darauf. Mehr braucht es an dieser Stelle nicht. Halt kurz, dann geht es 110 Meter weiter, eine Minute, zum Marktplatz; auf dem Weg passierst du das Stäpfele.

    Öffnungszeiten
    Verwaltungsöffnungszeiten: Mo–Do 08:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr, Fr 08:00–12:00 Uhr; Bürgerbüro: Mo 07:30–17:00, Di 08:00–12:30 und 13:30–17:00, Mi 08:00–12:00, Do 08:00–12:00 und 14:00–18:00, Fr 08:00–13:00 Uhr; Außenbau mit Freitreppe jederzeit zugänglich
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Marktplatz

    Marktplatz in Nördlingen, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zwischen Rathaus und Kirche liegt der Marktplatz, das Zentrum, um das die Stadt gebaut wurde. Mittwochs und samstags steht hier der Wochenmarkt; an diesen Tagen gehört deine Pause hierher, bevor die letzten beiden Stopps kommen. An den übrigen Tagen ist der Platz ruhiger und gut, um dich zu orientieren.

    Die beiden letzten Ziele stehen direkt vor dir: erst der Daniel, der Turm der Kirche, dann die Kirche selbst. Bis zum Eingang des Turms sind es nur 70 Meter, eine Minute.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Daniel (Stadtturm)

    Daniel (Stadtturm) in Nördlingen, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    89,9 Meter hoch ragt der Daniel auf, der Turm von St. Georg und das Wahrzeichen Nördlingens. Er beherrscht nicht nur die Altstadt, sondern die ganze Landschaft des Rieskraters. Begonnen wurde er 1454, fertig war er 1490. Seinen Namen hat er aus dem Buch Daniel, Kapitel 2, Vers 48: „Und der König erhöhte Daniel und […] machte ihn zum Fürsten über das ganze Land.“

    Auf dem Weg nach oben lohnt ein Halt auf der dritten Ebene in 35,60 Metern Höhe. Dort steht ein spätmittelalterliches Laufrad, das einst Häftlinge mit ihrem Körpergewicht bewegen mussten, um Lasten auf den Turm zu ziehen. Auf der achten Ebene, in 66,40 Metern, liegt die Turmstube. Sie ist ständig von einem Türmer besetzt, einem Beruf, den es in Europa nur noch in wenigen Städten gibt, etwa in Münster, Bad Wimpfen und Krakau.

    Darüber, auf 70,30 Metern, liegt die Aussichtsgalerie. Von hier überblickst du die Dächer der Altstadt, den Ring der Stadtmauer, die umliegenden Dörfer und den Riesrand. Erst oben wird greifbar, was du im RiesKraterMuseum gesehen hast: Die Stadt liegt mitten in einem Krater. Nach Angaben der Stadt sollen von der Galerie 99 Kirchtürme zu erkennen sein; zähl ruhig nach.

    Der Aufstieg kostet Eintritt und ist für die meisten der Höhepunkt der Route; wenn du nur für eine Kasse Zeit hast, dann für diese. Danach sind es 30 Meter, eine Minute, bis in die Kirche zu Füßen des Turms.

    Öffnungszeiten
    März bis Oktober: täglich 10:00–18:00 Uhr; November bis Februar: täglich 10:00–17:00 Uhr (letzter Aufstieg jeweils 30 Minuten vor Schließung); abendlicher Turmaufstieg samstags 21:30 Uhr (Saison bis 26. September 2026, Vorverkauf 9,00 EUR)
    Preis
    4,50 EUR Erwachsene, 3,50 EUR Jugendliche bis 15 J. / Gruppe ab 20 P. (p. P.), 2,70 EUR Schulklasse/Studierende ab 20 P. (p. P.), 8,50 EUR Familienkarte, 7,20 EUR Alleinerziehende, Kinder unter 6 Jahren frei
  10. 10

    St. Georgs-Kirche

    St. Georgs-Kirche in Nördlingen, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss stehst du in der Kirche, zu der der Daniel gehört. Am 17. Oktober 1427 beschloss der Rat der Reichsstadt, die Georgskirche zu bauen. 1451 war der Chor der spätgotischen Hallenkirche fertig, 1505 mit dem Gewölbe der ganze Bau. Und noch einmal begegnet dir der Kraterstein: St. Georg besteht großteils aus Suevit.

    Schau nach vorn zum Hochaltar. Friedrich Herlin vollendete ihn 1462, derselbe Maler, dessen Tafelbilder du im Stadtmuseum gesehen hast. Rund sechzig Jahre später schloss sich Nördlingen unter Kaspar Kantz der Reformation an, und 1523/1525 wurde St. Georg zur evangelischen Stadtkirche. Heute ist sie die evangelisch-lutherische Pfarrkirche im Herzen der Stadt.

    Die Orgeln hatten hier kein Glück. Am 30. März 1945 um 21:25 Uhr zerstörte eine Fliegerbombe die 1889 aufgebaute Steinmeyer-Orgel. Am 2. Februar 1974 vernichtete ein Brand die alte Renaissanceorgel von 1610. Restauriert wurde die Kirche zum ersten Mal zwischen 1877 und 1887, zuletzt zwischen 1971 und 1977.

    Der Eintritt ist frei, nimm dir also Zeit für den Raum und den Altar. Hier endet dein Rundgang durch Nördlingen.

    Öffnungszeiten
    April bis Oktober: täglich 10:00–18:00 Uhr; November bis März: täglich 10:00–16:00 Uhr
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Nördlingen Route geladen
Reimlinger TorNördlinger StadtmauerLöpsinger TorRiesKraterMuseum+6
Alle 10 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Nördlingen entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 10 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

10Stopps 2,0km 28 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Drei Varianten für deinen Weg durch Nördlingen

Nicht jeder will drei Museen und einen Turm an einem Tag. So teilst du die Route nach Zeit und Interesse auf.

Mauer und Krater

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die verstehen wollen, wie Nördlingen gebaut und verteidigt wurde und woher sein Stein stammt. Vom Reimlinger Tor bis zum Stadtmuseum Nördlingen sind es 19 Minuten reine Gehzeit; Eintritt kosten Stadtmauermuseum, RiesKraterMuseum und Stadtmuseum.

Kurze Runde durch die Mitte

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10

Für einen knappen Halbtag oder die Zeit zwischen zwei Zügen: vom Klösterle über Rathaus und Marktplatz zum Daniel und in die Kirche. Nur 5 Minuten reine Gehzeit, Eintritt kostet allein der Aufstieg auf den Daniel.

Ganze Route ohne Museen

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Für alle, die lieber draußen sind: alle zehn Orte in 28 Minuten reiner Gehzeit, die Museen nur von außen. Eintritt zahlst du dann nur am Daniel, die Kirche ist frei.

Wie lange dauert dieser Nördlingen Rundgang mit Museen und Turm?

Die 28 Minuten reine Gehzeit verteilen sich ungleich: Die längste Etappe führt mit 670 Metern vom Löpsinger Tor zum RiesKraterMuseum, ab dem Stadtmuseum liegen die Orte nur noch eine bis drei Minuten auseinander. Deine Zeit verbringst du also an den Stopps, nicht auf dem Weg.

Rechne für das RiesKraterMuseum und das Stadtmuseum je rund eine Stunde, für das Stadtmauermuseum eine halbe, für Aufstieg und Aussicht auf dem Daniel eine Dreiviertelstunde und für die Kirche zwanzig Minuten. Daraus ergeben sich knapp fünf Stunden für alles, gut drei Stunden für Mauer und Krater, etwa zweieinhalb für die ganze Route ohne Museen und rund anderthalb für die kurze Runde durch die Mitte.

Bevor du am Reimlinger Tor losgehst

  • Start: Empfohlen am Reimlinger Tor, weil die Geschichte der Stadt dort beginnt. Du kannst aber an jedem Stopp einsteigen, die Reihenfolge ist nur ein Vorschlag.
  • Ende: An der St. Georgs-Kirche mitten in der Altstadt. Die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch von dort zurück zum Reimlinger Tor.
  • Tageszeit: Für Mauer, Turm und Kirche passt jede Tageszeit, zu der Daniel und Kirche geöffnet sind. Planst du die Museen ein, sieh dir vorher die aktuellen Zeiten an: Die drei Häuser haben nicht an jedem Tag und nicht durchgehend geöffnet, das Stadtmuseum Nördlingen erst am Nachmittag. Ein Start am späten Vormittag bringt dich passend dorthin.
  • Eintritt: Kassen gibt es im Löpsinger Tor, im RiesKraterMuseum, im Stadtmuseum und am Daniel; alles andere kostet nichts.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Nördlingen
AI Tour Guide

Dein Guide ist bereit, sobald du am Tor stehst.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Nördlingen, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

10Stopps 2,0km 28 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Nördlingen anders macht

Auf diesem Rundgang hängt vieles zusammen: der Suevit am Tor, im Museum und in der Kirche, die Belagerung von 1634 an der Mauer und im Zinnfigurenmodell, Herlins Bilder im Museum und sein Altar in St. Georg. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch durch diese Fäden, erzählt die Geschichten der Orte, fragt, ob dich eher Krater, Krieg oder Kirchen reizen, merkt sich das und vertieft genau dort. Frag ihn etwa, wie der Alltag eines Türmers hoch über der Stadt aussieht, oder unterbrich ihn, wann immer du willst. Zum Start bekommst du 100 Gratis-Credits; danach nimmst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder zahlst 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Nördlingen

Lohnt es sich, die ganze Stadtmauer zu umrunden?

Wenn du Zeit hast, ja. Der Wehrgang ist auf 2,6 km durchgehend begehbar; im Tempo dieses Rundgangs sind das gut eine halbe Stunde reine Gehzeit zusätzlich, und du kommst dabei an allen Toren vorbei, auch an denen, die die Route auslässt.

Ist der Rundgang auch bei Regen sinnvoll?

Ja. Der Wehrgang ist überdacht, und mit Stadtmauermuseum, RiesKraterMuseum, Stadtmuseum und der Kirche liegen gleich vier Innenräume an der Strecke.

Was lässt sich gut mit Nördlingen kombinieren?

Dinkelsbühl liegt nur 27 km entfernt und eignet sich als zweites Ziel am selben Tag. Je 62 km sind es nach Rothenburg ob der Tauber und Augsburg, wohin früher schon die Straße durch das Reimlinger Tor führte.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 10 Stopps: RiesKraterMuseum, Stadtmuseum Nördlingen und Daniel (Stadtturm) verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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