Nürnberger Burg
Die Nürnberger Burg ist kein einzelnes Schloss, sondern eine ganze Gruppe mittelalterlicher Wehrbauten auf einem Sandsteinfelsen, der die Altstadt beherrscht. Der übliche Zugang führt über die Burgstraße, die vor dem Felsen endet. Von dort bringt dich ein breiter Fußweg durch das Himmelstor in den äußeren Hof; gleich daneben steht der Turm, der nach der böhmischen Familie Hasenburg benannt ist.
Warum hier so viel Aufwand? Die deutschen Könige des Mittelalters hatten keine Hauptstadt. Sie reisten von Pfalz zu Pfalz, und Nürnberg wurde eine der wichtigsten. In den folgenden Jahrhunderten wohnten alle deutschen Könige und Kaiser hier, die meisten mehrmals. Achte auf die drei Teile der Anlage: die Kaiserburg, die frühere Burggrafenburg und im Osten die Bauten, die die Reichsstadt selbst errichten ließ.
Die ersten Befestigungen entstanden um das Jahr 1000. Unter den Saliern wurde gebaut, unter den Staufern ab 1138 eine neue Burg errichtet, im Spätmittelalter der Palas neu aufgebaut. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Burg ihre Bedeutung. Für den Reichsparteitag 1936 ließen die Nationalsozialisten sie in einen angeblichen Urzustand zurückversetzen, wenige Jahre später lag ein großer Teil nach den Luftangriffen 1944 und 1945 in Trümmern. Rund dreißig Jahre dauerte der Wiederaufbau.
Hinein lohnt sich, wenn dich Kaiser und Reich interessieren: Das Ticket umfasst den Palas mit der Doppelkapelle und das Kaiserburg-Museum. Wer wenig Zeit hat, nimmt den Blick von außen mit und spart sich die Stunde für später.
Burg und Stadtmauer gehören zusammen, im Norden ist die Burg ganz in die Befestigung eingebunden. Zur Stadtmauer Nürnberg gehst du 1070 Meter, rund 14 Minuten.




























