Parco Ducale
Du startest im Grünen. Den Parco Ducale nennen sie in Parma oft einfach „il giardino“, den Garten. Er liegt im Viertel Oltretorrente nahe dem Torrente Parma, ist mit gut 20 Hektar groß genug für einen ausgedehnten Spaziergang und kostet keinen Eintritt.
Die Idee stammt von Herzog Ottavio Farnese, der 1561 rund um seine neue Villa einen Park anlegen wollte. Dort stand damals noch die Burg der Ghiara, die Bernabò Visconti im 14. Jahrhundert gebaut hatte. Ottavio kaufte das Land ringsum und ließ mehrere Gebäude abreißen; nur der Renaissancebau des Palazzetto Eucherio Sanvitale durfte bleiben.
Der erste Garten war streng geordnet: ein Mittelweg, ausgerichtet auf die Fassade des neuen Palazzo del Giardino nach Plänen von Vignola, links und rechts symmetrische Beete mit Brunnen. Bald wuchsen Hecken aus Rosmarin und Myrte, Eichen, Platanen, Obstbäume und Gemüse. Zitrusbäume standen in Töpfen und überwinterten in eigens beheizten Häusern.
1690 heiratete Odoardo II Farnese Dorotea Sofia von Neuburg, und Herzog Ranuccio II ließ dafür von Domenico Valmagini am Ende der Mittelallee ein großes ovales Becken mit einer kleinen Insel anlegen, für nachgestellte Seeschlachten, die Naumachien. Zwischen 1710 und 1731 inszenierten die Herzöge hier Spektakel, bei denen sogar Löwen und Tiger kämpften. Mit dem Aussterben der Farnese 1731 begann der Niedergang; 1745 fällten die Truppen des Fürsten Lobkowicz alle alten Bäume, auch die auf der Insel, und verheizten sie.
Zum Teatro Regio sind es 870 m, etwa 12 Minuten. Unterwegs passierst du die Nationalgalerie, das Teatro Farnese, das Bodoni-Museum und das Museo Glauco Lombardi.
















