Catedral Metropolitana María Reina de Barranquilla
Der Rundgang beginnt nicht mit einer Kolonialkirche, sondern mit einem modernistischen Bau. Mit vollem Namen heißt er Catedral Metropolitana María Reina y Auxiliadora, geweiht ist er der Jungfrau Maria als Himmelskönigin und Helferin der Christen. Hier sitzt der Erzbischof von Barranquilla, und zugleich ist die Kathedrale die Pfarrkirche des Viertels.
Bis die Kirche stand, vergingen 27 Jahre. Den Entwurf lieferte der italienische Architekt Angiolo Mazzoni del Grande; später überarbeitete das Büro Vásquez y Cárdenas aus Antioquia die Pläne und baute die Kirche auch selbst. Dass Italien und das kolumbianische Hinterland hier zusammenkamen, sieht man dem Bau an: Er folgt keinem historischen Vorbild.
Achte auf den Grundriss. Er ist glockenförmig, an der breitesten Stelle 52 m weit, und verengt sich zur Apsis mit dem Altarraum hin. Die Kirche ist 92 m lang, misst an ihrer höchsten Stelle 38 m und bietet 4000 Menschen Sitzplätze. Diese Form spürst du erst richtig von innen, wenn sich der Raum nach vorn zusammenzieht.
Hinein kostet nichts und lohnt sich für alle, die moderne Kirchenarchitektur mögen. Sind die Türen beim Start noch zu, schau am Ende hinein: Die Kathedrale steht an der Westseite der Plaza de la Paz, wo der Rundgang endet. Zum Museo del Carnaval sind es 820 m, gut elf Minuten zu Fuß.
















