Kathedrale von Santa Marta
Die weiße Kathedrale ist der Ort, an dem Santa Marta seine Gründungsgeschichte aufbewahrt. Schau dir zuerst die Fassade an: links ein rechteckiger Turm mit dem Glockenstuhl obenauf, hinten über dem Bau eine Kuppel, die dem Ganzen seinen Renaissancecharakter gibt. Oben auf dem Uhrturm sitzt eine Kuppel im byzantinischen Stil, die es so in Kolumbien kein zweites Mal gibt.
Gebaut wurde sie in den 1760er Jahren auf Betreiben von Bischof Nicolás Gil Martínez Malo und Gouverneur Andrés Pérez, die Pläne zeichnete Juan Cayetano Chacón, Zeichner der königlichen Armeen. Den Grundstein legte man am 8. Dezember 1766. Santa Marta führt sie als erste Kirche, die in Südamerika innerhalb eines kirchlichen Amtsbezirks errichtet wurde; die älteste erhaltene Kirche Kolumbiens steht allerdings in Bogotá.
Zwei Tote machen diesen Bau besonders. 1830 wurde Simón Bolívar hier in einer Gruft beigesetzt, zwölf Jahre lag er in Santa Marta, bis man ihn 1842 nach Caracas überführte. Seit 1953 ruhen hier die Gebeine von Rodrigo de Bastidas, dem Gründer der Stadt, die aus der Dominikanischen Republik zurückgebracht wurden. Sein Name begleitet dich auf dieser Route noch bis ans Meer.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen, und ein Blick hinein lohnt sich für jeden, wenn sie gerade offen ist. Drinnen tragen dicke Säulen drei Schiffe; das mittlere ist breiter als die seitlichen, und das Querschiff ist genauso breit wie das Hauptschiff. Danach sind es nur 330 m, rund 4 Minuten, bis zum Parque de Los Novios.










