Chorro de Quevedo
Dein Rundgang beginnt dort, wo Bogotá der Überlieferung nach seinen Anfang nahm. Auf diesem kleinen Platz in La Candelaria soll der spanische Konquistador Gonzalo Jiménez de Quesada 1538 die Stadt gegründet haben. Schon lange davor, so heißt es, kam hier der Zipa, das Oberhaupt der Muisca, regelmäßig her, um über die Savanne von Bogotá zu blicken. Der Platz ist öffentlich und rund um die Uhr zugänglich.
Seinen Namen verdankt er einem Augustinerpater namens Quevedo, der das Grundstück 1832 kaufte und einen Brunnen anlegte. Lange hielt das Original nicht: 1896 zerstörte ein Rohrschaden den Brunnen, ausgelöst durch eine einstürzende Brücke. Die kleine weiße Kapelle auf dem Platz, die Ermita de San Miguel del Príncipe, wurde 1969 dort neu errichtet, wo die allererste Kapelle Bogotás stand. Als Vorbild diente eine Kirche, die einst an der Plaza de Santander stand und abgerissen wurde, weil sie von außen zu schlicht wirkte.
Schau dir den Bogen neben der Kapelle genauer an: Javier Olave hat ihn gestaltet, um die stadtbekannten Originale Bogotás zu ehren, den Bobo del Tranvía, den Conde Cuchute und die Loca Margarita. Der Platz war Drehort mehrerer Filme, darunter La Estrategia del Caracol und Diástole y Sístole, die das Bohème-Milieu des Viertels einfangen.
In den engen Gassen ringsum liegen Ateliers und Hostels, an den Wänden leuchtet Street Art, und in einigen Lokalen wird Chicha ausgeschenkt. Mit etwas Glück stehen auf dem Platz Geschichtenerzähler, denen du zuhören kannst. Nimm dir eine Viertelstunde, bevor du weitergehst.
Zum Museo Botero sind es 610 Meter, rund 8 Minuten zu Fuß durch La Candelaria.


















