Piazza De Ferrari
Mitten auf dem Platz steht der Bronzebrunnen, um den sich hier alles dreht. Der Architekt Giuseppe Crosa di Vergagni entwarf ihn 1936, und er wurde schnell zu einem der Wahrzeichen Genuas. Vor einigen Jahren wurde er zusammen mit einer großen Neugestaltung des Platzes restauriert. Dreh dich einmal um dich selbst: Auf rund 11.000 Quadratmetern stoßen hier die Altstadt und das moderne Genua aufeinander, und genau das erklärt die unregelmäßige Form der Piazza, die zwei ganz verschiedene Stadtteile vereint.
Die vier wuchtigen eklektischen Paläste und die drei Straßen, die von Osten hereinlaufen, Via XX Settembre, Via Dante und Via Petrarca, entstanden in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Dafür trug man einen ganzen Hügel ab, den Colle San Andrea. Als fertig gilt der Platz erst 1983. Den Kontrast bilden die klassizistischen Bauten: das Teatro Carlo Felice mit dem Garibaldi-Denkmal davor, 1893 von Augusto Rivalta geschaffen, und die Accademia Ligustica di Belle Arti.
Benannt ist die Piazza nach Raffaele De Ferrari, Bankier, Politiker und Herzog von Galliera. Das passt: Ende des 19. Jahrhunderts war Genua neben Mailand der wichtigste Finanzplatz Italiens, und hier siedelten sich Börse, Credito Italiano und die Filiale der 1893 gegründeten Banca d'Italia an. Bis heute sitzen ringsum Banken und Versicherungen, weshalb die Genuesen das Viertel einfach die „City“ nennen.
Wer bummeln will, merkt sich die Via Roma mit ihren Boutiquen und die Galleria Mazzini neben dem Theater. Für den Rundgang geht es aber 560 m, rund acht Minuten, zur Via Garibaldi und zum Palazzo Rosso.




















