Castello Doria
Das Castello Doria sitzt auf der Felshöhe über dem Fischerdorf und gilt als eines der eindrucksvollsten Militärbauwerke der Republik Genua an der östlichen Riviera. Wann hier die erste Befestigung entstand, weiß bis heute niemand genau. Archäologen konnten nicht klären, ob die Genuesen neu bauten oder auf einer byzantinischen Festung weiterbauten.
Fest steht: 1139 übernahm Genua den Ort von den Herren von Vezzano und sicherte sich damit nach Osten gegen die Rivalin Pisa. 1161 wurde die Burg weiter oben neu errichtet, nahe San Pietro, und praktisch an eine zweite Befestigung mit zwei gleichen Wachtürmen angebaut. Anfangs hatten beide Teile eigene Burgvögte, im unteren wohnte der Podestà des Orts.
Im 13. Jahrhundert stand die Festung mitten im Kampf zwischen Genua und Pisa. Um die Jahrhundertmitte gehörten Burg und Dorf zum großen Lehen von Nicolò Fieschi, ab 1276 wieder zu Genua. Im 15. Jahrhundert ließ Genua die alte Burg praktisch abreißen und nach damals modernen Regeln neu bauen; die Arbeiten zogen sich ins 16. Jahrhundert, ihr heutiges Gesicht bekam die Anlage erst nach Erweiterungen im 17. Jahrhundert. Unter Napoleon diente sie Anfang des 19. Jahrhunderts als Gefängnis, ohne dass man ihre Form veränderte.
Die Burg ist der einzige Stopp mit Eintritt. Hinein lohnt es sich vor allem, wenn dich Festungsbau und die Rivalität der Seerepubliken interessieren; wer nur wenig Zeit hat, sieht die Mauern auch von außen.
Zur Chiesa di San Lorenzo, die gleich bei der Burg liegt, sind es 210 Meter, etwa 5 Minuten.
- Öffnungszeiten
- Hochsaison (1. Apr. – 31. Okt.): täglich 10:00–18:00; Nebensaison (1. Nov. – 31. März): Sa, So und Feiertage 10:00–17:00
- Preis
- 5 EUR Vollpreis, 3 EUR ermäßigt (Jugendliche bis 14 Jahre, Gruppen mind. 10 Personen, Schulklassen); kostenlos für Einwohner, Besucher mit Behinderung (>74 %) und Begleitpersonen von Kindern unter 6