Stabroek Market
Schon von weitem siehst du ihn: den Uhrturm über einer Halle aus Eisen und Stahl, die so gar nicht nach Südamerika aussieht, sondern nach dem viktorianischen England. Der Stabroek Market ist der größte Markt Georgetowns und gilt in ganz Guyana als der Markt schlechthin. Unter dem Dach verkaufen Händler alles von Schmuck über Kleidung bis zu frischem Obst und Gemüse, rund 7000 Quadratmeter voller Stimmen, Waren und Gerüche.
Die Geschichte ist älter als die Halle. Gehandelt wurde an der Water Street schon lange, bevor der Stadtrat den Platz 1842 offiziell zum Markt erklärte. Die heutige Konstruktion entwarf der amerikanische Ingenieur Nathaniel McKay, gebaut wurde sie 1880 und 1881 von der Edgemoor Iron Company aus Delaware. Die Eisenteile kamen also aus den USA, der Stil aus dem britischen Kolonialreich.
Achte beim Herumgehen auf das, was rundherum passiert: Hier ist der Knotenpunkt für Taxis und Minibusse, und an den Anlegern starten die Fähren, die Menschen und Waren zu den Orten entlang des Demerara bringen. Die Guyaner nennen dieses Viertel schlicht „Town“. Wenn du nur einen Ort siehst, an dem die Stadt wirklich arbeitet, dann diesen.
Nimm dir eine halbe Stunde, kauf eine Frucht und halte deine Sachen nah am Körper. Dann gehst du 780 m, etwa 11 Minuten, hinüber in die ruhigen Promenade Gardens.




















