Fort Zeelandia
Hier beginnt Paramaribo. Anfang des 17. Jahrhunderts gründeten niederländische Siedler nahe dem indigenen Dorf Parmurbo einen Handelsposten, und um ihn zu schützen, legten sie eine Befestigung an. Daraus wurde das fünfeckige Fort Zeelandia am linken Ufer des Surinameflusses, das heute an der Abraham Crijnssenweg steht.
Der Name erzählt von einem Machtkampf. 1651 nahmen die Engländer das Fort ein und tauften es nach Francis Willoughby Fort Willoughby. Im März 1667 eroberten es die Zeeländer unter Abraham Crijnssen zurück, nannten es Fort Zeelandia und die Siedlung Nieuw Middelburg. Achte auf die Pulverhäuser: Auf einem ist noch das Wappen Zeelands zu sehen. Im Oktober 1667 kamen die Engländer kurz zurück, doch der Frieden von Breda, schon im Juli geschlossen, gab das Fort den Niederländern.
Später erhielt die Anlage fünf Bastionen. Drei stehen noch: Middelburgh, Veere und Zierikzee. Die beiden zur Landseite verschwanden, als nach einem französischen Angriff auf die Plantagen 1712 am anderen Ufer Fort Nieuw-Amsterdam entstand. Zeelandia diente danach als Kaserne und als Gefängnis. 1940 ließ Gouverneur Johannes Kielstra hier rund 50 deutsche Männer einsperren, Missionare, Lehrer und Kaufleute der deutschen Gemeinde; eine Woche später brachte man sie ins Lager Huize Melati.
Seit 1995 ist im Fort wieder das Surinaams Museum untergebracht. Der Besuch kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die die Kolonialgeschichte des Landes verstehen wollen; plane gut eine Stunde ein. Danach sind es nur 360 m, 5 Minuten, bis zum Palmentuin.


















