Plaza Bolívar de Caracas
Hier beginnt Caracas im wörtlichen Sinn. Als die Stadt 1567 als Santiago de León de Caracas gegründet wurde, legte man diesen Platz in die Mitte der ersten 25 Häuserblocks. Er war von Anfang an als Plaza Mayor gedacht, als Marktplatz und Zentrum des Handels. Schau dich einmal im Kreis um: Kathedrale, Museo Sacro, Erzbischöflicher Palast, Rathaus, die Kapelle Santa Rosa de Lima, die Casa Amarilla, das Teatro Principal und der Sitz der Regierung des Hauptstadtdistrikts rahmen den Platz, südwestlich schließt der Föderale Legislativpalast an.
Der Platz hat eine dunkle Seite. 1754 ließ Gouverneur Felipe Ricardos ihn mit Arkaden umbauen, und unter spanischer Herrschaft wurden hier politische Gegner und Verschwörer erschossen und hingerichtet. Am bekanntesten ist José María España, dessen Leichnam 1799 auf dem Platz gevierteilt wurde. Elf Jahre später, am 19. April 1810, erhob sich hier das Volk gegen die spanische Krone: der erste Schritt zur Unabhängigkeit.
Danach hieß der Ort Plaza de Armas und Plaza del Mercado. Erst als die sterblichen Überreste Simón Bolívars 1842 aus Santa Marta nach Caracas kamen, erhielt er offiziell den Namen Plaza Bolívar, in Gebrauch kam er allerdings erst ab 1874. Präsident Antonio Guzmán Blanco, ein großer Verehrer Bolívars, ließ die Arkaden abreißen, die Marktstände entfernen und das Reiterstandbild in der Mitte aufstellen. Übrigens: So symbolträchtig der Platz ist, der größte Bolívar-Platz des Landes liegt in Maracay.
Die Kathedrale an der Ostseite des Platzes hebst du dir für das Ende der Runde auf, dann kommst du hierher zurück. Jetzt sind es nur 280 Meter, drei Minuten, bis zur Iglesia de San Francisco.






















