Groningen auf eigene Faust: Markt, Kirchen und Turm

Elf Stopps auf 4,0 km: vom Grote Markt über die Synagoge und das bunte Groninger Museum bis hinauf auf die Martinitoren, die alte Graue der Stadt.

11 Stationen 4,0 km ~55 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Groningen
Stopp 1 von 11
290 m·4 min
Grote Markt
Geh nach Südwesten vom Platz hinüber in Richtung Vismarkt.
Willkommen in Groningen. Ich bin Alex, und Groningens Hauptplatz trägt bis heute die Narbe seiner Befreiung.
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Die Route auf einen Blick

Ein Rundweg mit elf Stopps, Start und Ende am Grote Markt: über die Vismarkt zur Synagoge Groningen und zum Groninger Museum am Bahnhof, dann zur Kirche Der Aa-kerk, hinauf zur Nieuwe Kerk und durch die Prinsentuin zurück zu Martinikerk und Martinitoren. 4,0 km, reine Gehzeit 55 Min., mit kurzen Halts rund zwei Stunden.

Plätze, Garten und Nieuwe Kerk kosten nichts. Eintritt nehmen Synagoge, Museum, Aa-kerk, Martinikerk und Turm. Route, Karte und GPS-Navigation von Stopp zu Stopp sind kostenlos im Browser, der AI Tour Guide ist optional.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 11 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Groningen Stadtrundgang: Karte mit allen elf Stopps

11 Stopps 4,0 km 55 Min. Gehzeit
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Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Grote Markt in Groningen, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Grote Markt
  2. Vismarkt in Groningen, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Vismarkt
  3. Lutherse Kerk in Groningen, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Lutherse Kerk
  4. Synagoge Groningen, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Synagoge Groningen
  5. Groninger Museum in Groningen, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Groninger Museum
  6. Der Aa-kerk in Groningen, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Der Aa-kerk
  7. Museum aan de A in Groningen, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Museum aan de A
  8. Nieuwe Kerk in Groningen, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Nieuwe Kerk
  9. Prinsentuin in Groningen, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Prinsentuin
  10. Martinikerk in Groningen, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Martinikerk
  11. Martinitoren in Groningen, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Martinitoren
  12. Das ist die ganze Runde.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Groningen Rundgang vom Grote Markt bis zur Martinitoren

  1. 1

    Grote Markt

    Grote Markt in Groningen, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier fängt alles an: Der Grote Markt ist der Hauptplatz und die Mitte von Groningen. Bis etwa 1820 hieß er meist Breede Merckt, der breite Markt. Schau dich zuerst um: Die Martinitoren und das Stadhuis bestimmen das Bild, daneben fällt das Goudkantoor auf, und hinter der Bebauung im Osten ragt das Forum Groningen auf.

    Über Jahrhunderte war der Platz die Bühne für jedes Fest und jede Feier der Stadt, bis heute etwa am 28. August, wenn Groningen an das Ende der Belagerung von 1672 erinnert, Groningens Ontzet. Wie der Markt vor dem Krieg aussah, zeigt das Gemälde „De Paardenkeuring“ von Otto Eerelman aus dem Jahr 1920, das in der Halle des Stadhuis hängt.

    Dass die Nord- und Ostseite so anders wirken als der Rest, hat einen Grund: Bei der Befreiung 1945 wurden sie zerstört und danach modernistisch neu gebaut, die Ostfront sogar 17 Meter zurückversetzt. Im 21. Jahrhundert hat die Stadt die alte Bauflucht im Osten wiederhergestellt, und 2024 wurde der Platz selbst neu gestaltet.

    Auffällig ist die Dichte an Lokalen. Die Drie Gezusters, im Volksmund „de drie“, fassen 3700 Menschen und nennen sich selbst die größte Kneipe Europas; dazu gehört auch das Hotel De Doelen, das älteste noch betriebene Lokal der Stadt. Von hier sind es 290 Meter, gut vier Minuten, über die Gasse Tussen Beide Markten zur Vismarkt.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Vismarkt

    Vismarkt in Groningen, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Vismarkt ist einer von drei offenen Plätzen der Innenstadt, lang und rechteckig. Im Westen schließt die Korenbeurs den Platz ab, dahinter siehst du schon die Aa-kerk. Den Namen Vismarkt trägt der Ort seit dem frühen 15. Jahrhundert, vorher hieß er schlicht Langestraat. Gemeint ist der Markt, der hier regelmäßig stattfand und bis heute stattfindet.

    Achte auf die Seiten. Die Nordseite nennen die Groninger Glènne Riepe, und sie gilt als die am wenigsten schöne. Gerade dort entstand 1904 das erste Kaufhaus der Stadt, der Grand Bazar Français. Die Südseite hat mehr historische Häuser bewahrt, darunter Huize Maas, und an der Ecke zur Folkingestraat das Café Huis de Beurs.

    Im Osten steht ein denkmalgeschütztes Gebäude aus den 1930er Jahren. Rechts daneben führt das Tingtangstraatje zur Herestraat; die Gasse ist nach der großen Kupferglocke benannt, die früher an der Nordostecke des Platzes hing. Jedes Jahr läuft hier außerdem das Ziel der 4 Mijl van Groningen ein.

    Von der Südseite gehen Pelsterstraat und Haddingestraat ab. In die Haddingestraat biegst du ein: 150 Meter, zwei Minuten, bis zur Lutherse Kerk.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Lutherse Kerk

    Lutherse Kerk in Groningen, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Lutherse Kerk in der Haddingestraat ist leicht zu übersehen, und genau deshalb lohnt der kurze Abstecher. Seit 1696 wird hier gefeiert. Schau hoch zum Giebel: Ganz oben sitzt ein Gedenkstein in Form eines Schwans, darum heißt sie bei vielen nur Zwaantjeskerk.

    Innen stehen zwei Orgeln, eine von der Firma Van Oeckelen aus dem Jahr 1896 und eine Rekonstruktion der Orgel von Arp Schnitger aus 1717, die Bernhardt Edskes 2017 fertigstellte. Passend dazu liegt hier der Orgelbauer Albertus Antoni Hinsz begraben. Die Kirche ist Heimat des Luthers Bach Ensemble, und über ein Portal ist sie mit der Lutherzaal verbunden.

    Für eine normale Besichtigung ist die Kirche nicht geöffnet. Wer die Orgeln hören will, kommt sonntags zum Gottesdienst oder zu einem der gelegentlichen Musikgottesdienste; sonst bleibt es beim Blick auf Fassade und Schwan. Weiter geht es 190 Meter, zwei Minuten, zur Synagoge.

    Öffnungszeiten
    So 10:00 (Gottesdienste und gelegentliche Musik-Gottesdienste/Veranstaltungen; für reguläre Touristenbesichtigung geschlossen)
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Synagoge Groningen

    Synagoge Groningen, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Synagoge Groningen wirkt fast orientalisch: Der Architekt Tjeerd Kuipers baute sie im neobyzantinischen Stil mit neomaurischen Elementen, 1906 wurde sie eingeweiht. Kuipers war vor allem Kirchenbaumeister, und das sieht man am Grundriss in Kreuzform, der für eine Synagoge ungewöhnlich ist.

    Eine jüdische Gemeinde gab es in der Stadt seit 1744. Ab 1756 stand an dieser Stelle ein Gebetshaus, das für die wachsende Gemeinde zu klein wurde und dem Neubau weichen musste. Ringsum entstand ein jüdisches Viertel mit Schule und Jeschiwa. Vor dem Krieg fanden in der Synagoge über 600 Menschen Platz.

    Am 26. August 1943 schlossen die deutschen Besatzer das Haus und machten es zum Lager für Radios, Kupfer und Zinn. Die Torarollen wurden rechtzeitig im Tresor einer Bankfiliale versteckt. Von den 2724 Juden, die im Februar 1941 in der Stadt erfasst waren, überlebten nur wenige. Nach dem Krieg schrumpfte die Gemeinde weiter, und als 1952 auch Rabbiner Aäron Prins nach Israel ging, verkaufte sie das Gebäude; später diente es bis 1973 als Wäscherei.

    Für den Innenbesuch solltest du dir Zeit nehmen, gerade wenn dich die Geschichte des Viertels berührt. Er kostet Eintritt, auf Wunsch gibt es auch eine Führung. Zum Groninger Museum sind es 300 Meter, vier Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–Fr und So 13:00–17:00 (Jul–Sep also Do–Fr 10:30–17:00; Jan–Feb Mi, Fr, So 13:00–17:00; Mo und Sa geschlossen)
    Preis
    6 EUR Standardeintritt, 8 EUR Eintritt inkl. Führung, Kinder bis 12 kostenlos, Jugendliche bis 16 1 EUR
  5. 5

    Groninger Museum

    Groninger Museum in Groningen, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schon von Weitem ist klar, dass hier etwas anders ist. Das Groninger Museum steht mitten im Kanal gegenüber dem Bahnhof, und es besteht aus drei Pavillons, die drei verschiedene Gestalter entworfen haben: ein silberner Zylinder von Philippe Starck, ein gelber Turm von Alessandro Mendini und ein hellblauer, scheinbar zerbrochener Bau von Coop Himmelb(l)au. Der bunte Stil erinnert an die italienische Memphis-Gruppe, zu der Mendini gehörte.

    Die Idee kam von Museumsdirektor Frans Haks, der 1990 Mendini beauftragte. Haks wollte etwas Extravagantes und bestand darauf, dass Nicht-Architekten die Entwürfe liefern. Ursprünglich sollte der amerikanische Künstler Frank Stella einen Pavillon gestalten, doch er wollte ihn komplett aus Teflon bauen, und das war zu teuer. Bezahlt hat den Bau, eröffnet 1994, zum großen Teil die Gasunie als Geschenk zu ihrem 25. Geburtstag.

    Das Museum selbst ist viel älter: gegründet 1874, ab 1894 mit eigenem Haus am Praediniussingel. Gezeigt wird moderne und zeitgenössische Kunst aus der Region, den Niederlanden und der Welt. Der Eintritt ist nicht billig, Studierende zahlen weniger. Lohnend ist er für Kunst- und Designfans, die anderthalb Stunden mitbringen. Wer nur die Architektur sehen will, läuft über die Brücke, die zum Bahnhof führt, und schaut sich die Pavillons von außen an.

    Danach geht es 590 Meter, etwa acht Minuten, zurück Richtung Altstadt zur Der Aa-kerk.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Mo geschlossen (geschlossen 18 Sep, 25 Dez, 1 Jan)
    Preis
    19,50 EUR Erwachsene; 10 EUR Studierende
  6. 6

    Der Aa-kerk

    Der Aa-kerk in Groningen, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Der Aa-kerk prägt zusammen mit der Martinitoren die Silhouette der Stadt. Vor ihr stand hier eine Kapelle für Maria und den heiligen Nikolaus, den Schutzheiligen der Fischer, nahe am Fluss Aa, wo Schiffer im Westhafen ablegten. 1247 wurde sie Pfarrkirche. Damals hatte Groningen zwei Zentren, jedes rund um eine Kirche, und um diese wohnten Fischer und Händler. Zwischen 1425 und 1495 entstand die gotische Backsteinkirche, die du heute siehst.

    Der Turm hat eine bewegte Geschichte. Auf Bildern der Belagerung von 1672 fehlt ihm die Spitze, nach dem Krieg bekam er eine hölzerne. Am 23. April 1710 stürzte der Turm einfach in sich zusammen und tötete zwei Menschen; 1711 begann der Neubau. Die drei Glocken von 1714 werden bis heute von Hand an Seilen geläutet.

    Auch die Orgelgeschichte ist voller Rückschläge: Eine Orgel von 1667 verbrannte 1671, die erste Schnitger-Orgel von 1697 wurde beim Turmeinsturz zerstört. Die heutige Schnitger-Orgel baute er 1702 eigentlich für die Broerkerk; 1815 kam sie hierher.

    Gottesdienste gibt es nicht mehr, heute finden hier Konzerte, Theater, Ausstellungen und Feste statt. Für den kleinen Eintritt lohnt sich der Blick hinein, Kinder sind frei. Zum Museum aan de A sind es 240 Meter, drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–Sa 10:00–16:00, So 12:00–16:00, Mo geschlossen
    Preis
    2 EUR regulärer Kirchenbesuch, Kinder 0-17 kostenlos
    Website
    akerk.nl ↗
  7. 7

    Museum aan de A

    Museum aan de A in Groningen, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Museum aan de A ist derzeit geschlossen, du siehst es also nur von außen. Es lohnt trotzdem einen kurzen Halt, denn es sitzt in zwei Häusern aus dem 14. Jahrhundert im A-Viertel, dem alten Hafenquartier rund um die Aa-kerk.

    Hier war lange das Noordelijk Scheepvaartmuseum untergebracht, das Nordniederländische Schifffahrtsmuseum. Seit 2022 trägt es den neuen Namen und wird zu einem Haus für die Geschichte von Stadt und Provinz Groningen umgebaut, gemeinsam mit dem Groninger Museum, den Groninger Archieven und einer Berufsschule. Renoviert werden die historischen Häuser und der Innenhof zwischen Brugstraat und Schuitemakersstraat; die neue Ausstellung soll 2027 öffnen.

    Jetzt folgt die längste Etappe: 1000 Meter, etwa 14 Minuten, nach Norden zur Nieuwe Kerk.

    Status
    Derzeit geschlossen
  8. 8

    Nieuwe Kerk

    Nieuwe Kerk in Groningen, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Nieuwe Kerk steht im Hortusbuurt auf dem nördlichsten Hügel des Hondsrug, einem alten Höhenzug. „Neu“ ist sie im Vergleich zur alten Sint-Walburgkerk, im 18. Jahrhundert hieß sie auch Noorderkerk. Sie war die erste Kirche der Stadt, die von Anfang an für den protestantischen Gottesdienst gebaut wurde; Martinikerk und Aa-kerk waren ursprünglich katholisch.

    Nach der Belagerung von 1594 wollte Groningen wachsen, aber die neuen Befestigungen waren erst 1624 fertig. Schon 1623 wurde das Gelände zum Friedhof bestimmt, damals noch außerhalb der Stadt, und hier wurden auch Pestopfer begraben. Das Geld für die Kirche kam erst 1660 zusammen; Meister Conraet Roeleffs baute sie bis 1664 im Renaissancestil, als griechisches Kreuz mit kleinem Vierungsturm, nach dem Vorbild der Noorderkerk in Amsterdam.

    Schau in die Ecken: Dort stehen dreieckige Häuschen, in einem wohnt bis heute der Küster. Wo früher Gräber lagen, wächst jetzt Rasen unter alten Ahornen und Buchen. Die Orgel von 1831 baute Johannes Wilhelmus Timpe nach einer Zeichnung von Petrus van Oeckelen, bemerkenswert, weil Van Oeckelen das Handwerk wohl bei Timpe gelernt hatte.

    Der Eintritt ist frei. Das Stilteportaal ist täglich offen, um die Kirche selbst zu sehen, kommst du donnerstags oder im Sommer samstags. Zur Prinsentuin sind es 680 Meter, neun Minuten.

    Öffnungszeiten
    Stilteportaal: täglich 10:00–18:00; touristische Kirchenbesuche: Do 10:00–16:00 (ganzjährig) und Sa 12:00–16:00 (Sommersaison Apr/Mai bis Sep)
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Prinsentuin

    Prinsentuin in Groningen, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hinter dem Prinsenhof aus dem 15. Jahrhundert liegt die Prinsentuin, ein umschlossener Garten mitten in der Stadt. Angelegt wurde er 1626 für Ernst Casimir von Nassau-Dietz und seine Frau Sophia Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel; der Prinsenhof war seit 1594 die Residenz der Nassauer Fürsten in Groningen.

    Es gibt einen Rosengarten, einen Kräutergarten und Laubengänge. In einem der fünf Beete bilden Buchsbaumhecken die gekrönten Buchstaben W und A, für Willem Frederik und Albertine Agnes. Zur Turfsingel hin schließt eine hohe Mauer den Garten ab, und an einer Seite siehst du noch ein Stück der kleinen blauen Mauer, die einst darauf saß. Sie stammt aus der Franzosenzeit, als der Prinsenhof Militärkrankenhaus war, und sollte verhindern, dass jemand Schnaps über die Mauer warf.

    Im 19. Jahrhundert verfiel der Garten zum Platz, mit Leichenhaus und Ställen der Marechaussee. Anhand eines Stadtplans von Egbert Haubois aus 1634 wurde er ab 1935 rekonstruiert und 1939 eröffnet. Streng genommen ist er kein reiner Renaissancegarten, denn es wurden auch spätere Pflanzen verwendet, und eines der sechs Beete ging an das Amtsgericht von 1911 verloren.

    Der Eintritt ist frei, ein guter Ort zum Durchatmen vor den letzten beiden Stopps. Zur Martinikerk sind es 410 Meter, sechs Minuten.

    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–16:30
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Martinikerk

    Martinikerk in Groningen, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Martinikerk ist die älteste Kirche der Stadt. Unter ihr haben Archäologen mehrere Vorgänger gefunden: eine Holzkirche um 800, dann einen Bau aus Tuffstein, im 13. Jahrhundert eine Kreuzbasilika aus Backstein, die schon auf dem Stadtsiegel von 1245 zu sehen ist.

    Im 15. Jahrhundert wurde sie gotisch umgebaut. Im Chor stehen seitdem 13 eng gestellte Rundpfeiler, das Langhaus wurde zur Hallenkirche mit deutlich höheren Gewölben. Wenn du hinaufschaust, erkennst du den Umbau: Alte Rundbögen sind abgeschnitten und mit gestelzten Gurtbögen weitergeführt. Außen tragen Querdächer Giebel mit weiß verputzten Spitzbogenblenden, wie man sie sonst aus dem Ostseeraum kennt und von drei Kirchen in Bremen.

    1559 wurde die Martinikerk Bischofskirche. Nachdem Moritz von Oranien die Stadt am 22. Juli 1594 eingenommen hatte, wurde das Bistum aufgelöst; zwei Tage später räumte man Altäre und Heiligenbilder aus, drei Tage danach fand der erste reformierte Gottesdienst statt. Eine Tafel im rechten Seitenschiff erinnert daran.

    Der Innenbesuch kostet Eintritt und lohnt sich vor allem wegen des hohen Chors; jüngere Kinder sind frei. Die Kirche ist nicht jeden Tag für Besucher geöffnet. Der Turm steht nur 100 Meter, eine Minute, weiter.

    Öffnungszeiten
    Touristische Öffnungszeiten: an verfügbaren Tagen 11:00–17:00 geöffnet
    Preis
    3 EUR pro Person, Kinder bis 12 kostenlos
  11. 11

    Martinitoren

    Martinitoren in Groningen, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Fast 97 Meter hoch ist die Martinitoren, der höchste Turm der Stadt. Die Groninger nennen ihn liebevoll d' Olle Grieze, die alte Graue. Er gehört zur Martinikerk, und in ihm hängen zwölf Glocken, die noch immer von Hand geläutet werden.

    Er ist schon der dritte Turm an dieser Stelle. Der erste aus dem 13. Jahrhundert, etwa 30 Meter hoch, ging 1408 durch einen Blitzschlag verloren. Der zweite, ab 1452 gebaut und teils aus Holz, brannte 1465 nach „groet donder ende blyxem“, wie der Chronist Sicke Benninghe schrieb, und stürzte 1468 ein. Danach baute man den Turm nicht mehr in die Kirche hinein, sondern an ihre Westseite: unten aus Bentheimer Sandstein, oben mit Holz. Ab 1469 sollte er die wachsende Macht Groningens über die Ommelanden zeigen, und manche sehen in ihm ein Spiegelbild des Domturms in Utrecht.

    Der Aufstieg ist der krönende Abschluss der Runde, wenn du Ausblick magst. Er kostet Eintritt, Studierende zahlen weniger. Danach bist du in einer Minute, nach 100 Metern, zurück am Grote Markt, wo die Runde begann.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 11:00–17:00, So 12:00–17:00 (letzter Einlass 1 Stunde vor Schluss)
    Preis
    7 EUR Erwachsene, 6 EUR Studenten, 5 EUR Kinder 4-12, Kinder 0-3 kostenlos mit Erwachsener Ticket
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Groningen Route geladen
Grote MarktVismarktLutherse KerkSynagoge Groningen+7
Alle 11 Stopps sind schon auf der Karte.
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Groningen entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 4,0km 55 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Wege durch Groningen

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Die Runde lässt sich gut teilen, weil sie am Bahnhof vorbeiführt und am Grote Markt wieder zusammenläuft.

Plätze, Synagoge und Kunst

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die mit dem Zug kommen oder abreisen: Du gehst vom Grote Markt in 12 Minuten bis zum Groninger Museum gegenüber dem Bahnhof. Eintritt kosten nur die Synagoge und das Museum; mit beiden Innenbesuchen planst du gut drei Stunden.

Kirchen, Garten und Turm

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10, 11

Für Leute, die sich für Orgeln, Kirchenbau und Aussicht interessieren: von der Der Aa-kerk über die Nieuwe Kerk und die Prinsentuin bis zur Martinitoren sind es 33 Minuten Gehzeit, eine weitere Minute zurück zum Grote Markt. Eintritt nehmen Aa-kerk, Martinikerk und Turm.

Ganze Runde nur von außen

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11

Für einen ersten Überblick oder einen knappen Nachmittag: alle elf Stopps in 55 Minuten reiner Gehzeit, ohne Eintritt. Mit kurzen Halts bist du in rund zwei Stunden zurück am Grote Markt, und du weißt danach genau, wohin du am nächsten Tag hinein willst.

Wie lange dauert der Groningen Rundgang mit Museum und Turm?

Reine Gehzeit sind 55 Minuten, die längste Etappe führt mit 14 Minuten vom Museum aan de A hinauf zur Nieuwe Kerk. Mit kurzen Blicken an jedem Stopp bist du nach rund zwei Stunden wieder am Grote Markt.

Willst du hinein, rechne so: Groninger Museum anderthalb Stunden, Synagoge eine Dreiviertelstunde, der Aufstieg auf die Martinitoren eine Dreiviertelstunde, Aa-kerk und Martinikerk je eine knappe halbe Stunde. Mit allen Innenbesuchen wird daraus ein voller Tag von fünf, eher sechs Stunden. Die Teilrunde zu Plätzen und Kunst braucht gut drei Stunden, die Runde zu Kirchen, Garten und Turm mit Innenbesuchen etwa zweieinhalb.

Bevor du am Grote Markt losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Grote Markt, dort endet der Rundweg auch. Du kannst aber an jedem Stopp einsteigen, etwa am Groninger Museum, wenn du mit dem Zug ankommst.
  • Der passende Tag: Synagoge, Groninger Museum und Aa-kerk haben Ruhetage, die Synagoge sogar mehrere. Am besten passt ein Tag, an dem auch die Nieuwe Kerk für Besucher offen ist.
  • Tageszeit: Die Öffnungszeiten der Innenbesuche lassen sich kaum alle in einen Tag packen. Wer alles von innen sehen will, verteilt die Runde besser auf zwei Tage.
  • Kosten: Synagoge, Groninger Museum, Aa-kerk, Martinikerk und Martinitoren kosten Eintritt. Grote Markt, Vismarkt, Prinsentuin und Nieuwe Kerk sind frei.
  • Anreise: Das Groninger Museum steht gegenüber dem Hauptbahnhof, eine Brücke verbindet beide. Von dort steigst du direkt in die Runde ein.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Groningen
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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Groningen, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

11Stopps 4,0km 55 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Groningen anders macht

Auf dieser Runde begegnen dir dieselben Namen immer wieder: Arp Schnitger in der Lutherse Kerk und in der Aa-kerk, Van Oeckelen in der Lutherse Kerk und der Nieuwe Kerk, die Belagerungen von 1594 und 1672 an mehreren Kirchen. Der AI Tour Guide begrüßt dich, erzählt die Geschichten der Orte, fragt nach und merkt sich, was dich packt. Bleibst du an den Orgeln hängen, verknüpft er die Orgelbauer quer durch die Stadt; interessiert dich eher die Nachkriegszeit, geht er am Grote Markt tiefer. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits, danach zahlst du für diese Tour 19,99 € all-inclusive ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Groningen zu Fuß

Was kann ich in Groningen besichtigen, wenn die Museen geschlossen sind?

Die Martinitoren, die Prinsentuin und das Stilteportaal der Nieuwe Kerk sind am verlässlichsten offen. Synagoge, Groninger Museum und Aa-kerk haben Ruhetage, die Plätze kannst du natürlich jederzeit ablaufen.

Was lohnt sich am Sonntag in Groningen?

Sonntags ist der Gottesdienst in der Lutherse Kerk die einzige Gelegenheit, sie von innen zu erleben. Danach kannst du die Runde in Ruhe angehen und die übrigen Stopps im Laufe des Tages besuchen.

Gibt es Ermäßigungen für Studierende?

Ja, im Groninger Museum und auf der Martinitoren zahlen Studierende weniger.

Lohnt sich die Runde mit Kindern?

In der Synagoge sind jüngere Kinder frei, Jugendliche zahlen einen kleinen Betrag. In Martinikerk und Aa-kerk sind Kinder ebenfalls frei. Auf die Martinitoren gibt es ermäßigte Kindertickets, die Kleinsten gehen mit einem Erwachsenenticket umsonst mit. Die Prinsentuin ist eine gute Pause dazwischen.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 5 der 11 Stopps: Synagoge Groningen, Groninger Museum, Der Aa-kerk, Martinikerk und Martinitoren verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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