Bremen auf eigene Faust: Vom Roland bis in den Schnoor

Vom Roland am Marktplatz durch die Böttcherstraße, an Wall und Weser entlang bis in die Gassen des Schnoor: Bremens Altstadt in 43 Minuten Gehzeit.

8 Stationen 3,2 km ~43 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Bremen
Stopp 1 von 8
wenige Meter·1 min
Bremer Rathaus
Geh nach Norden zum Bremer Roland, er steht direkt vor dem Rathaus
Moin, willkommen in Bremen! Ich bin Alex, und in dieser Stadt machte ein Kaffeekaufmann eine ganze Gasse zum Backstein-Kunstwerk.
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Was dich auf dieser Runde erwartet

Acht Stopps auf 3,2 km, reine Gehzeit 43 Minuten. Du startest am Bremer Rathaus, gehst über den Bremer Roland, den Bremer Dom und die Böttcherstraße hinaus zu den Bremer Wallanlagen und an die Schlachte. Die Bremer Stadtmusikanten bringen dich zurück zum Markt, Ziel ist der Schnoor. Rechne mit rund drei Stunden.

Alle Außenstationen und der Dom selbst kosten nichts; Eintritt zahlst du nur für die Rathausführung, den Domturm und den Bleikeller. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide kommt auf Wunsch dazu und führt dich im Gespräch durch die Stadt.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 8 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Bremen Stadtrundgang Karte: vom Marktplatz an die Weser

8 Stopps 3,2 km 43 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 8 Stationen auf dieser Route

  1. Bremer Rathaus in Bremen, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Bremer Rathaus
  2. Bremer Roland in Bremen, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Bremer Roland
  3. Bremer Dom in Bremen, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Bremer Dom
  4. Böttcherstraße in Bremen, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Böttcherstraße
  5. Bremer Wallanlagen in Bremen, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Bremer Wallanlagen
  6. Schlachte in Bremen, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Schlachte
  7. Die Bremer Stadtmusikanten in Bremen, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Die Bremer Stadtmusikanten
  8. Schnoor in Bremen, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Schnoor
  9. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station durch Bremens Altstadt

  1. 1

    Bremer Rathaus

    Bremer Rathaus in Bremen, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du stehst vor dem Haus, das Bremen am meisten über sich selbst erzählt. Das Bremer Rathaus an der Nordostseite des Marktplatzes gilt als eines der wichtigsten Beispiele für Backsteingotik und Weserrenaissance in Europa. Schau dich auf dem Platz um: Gegenüber steht der Schütting, das alte Gildehaus, bis heute Sitz der Handelskammer. An der Südostseite tagt die Bürgerschaft, das Landesparlament. Rathaus, Kaufmannschaft und Parlament schauen sich hier also direkt an.

    Der Kern des Baus stammt aus dem 15. Jahrhundert: eine rechteckige, zweigeschossige Halle von 41,5 mal 15,8 Metern. Im Erdgeschoss liegt eine einzige große Halle mit Eichenpfeilern, in der früher Kaufleute handelten und Theater gespielt wurde; im Obergeschoss lag der große Festsaal. Bis heute sitzt hier der Präsident des Senats und Bürgermeister von Bremen. Seit 1973 steht das Gebäude unter Denkmalschutz, 2004 wurde es gemeinsam mit dem Roland UNESCO-Welterbe, als Zeugnis dafür, wie Bürger im Heiligen Römischen Reich sich selbst regierten.

    Schon der Vorgänger hatte eine bewegte Rolle. Das erste Rathaus stand am südlichen Ende des Blocks zwischen Liebfrauenkirchhof, Obernstraße und Sögestraße. 1229 taucht es als „domus theatralis“ auf, als Schauhaus, ab 1251 immer wieder als „domus consularis“, als Haus der Ratsherren. Ein Bogen über die Sögestraße und eine Maurerreparatur deuten auf einen Steinbau hin, noch im romanischen Stil errichtet.

    Hinein kommst du nur mit einer kostenpflichtigen Führung, mit der BremenCARD wird sie günstiger. Lohnend ist das vor allem, wenn dich Säle und Stadtgeschichte reizen; wer nur das Ensemble sehen will, hat draußen schon das Wichtigste. Von hier sind es nur 10 Meter bis zu der Figur, die direkt vor der Fassade Wache hält.

    Öffnungszeiten
    Nur Führungen: Mo–Sa 11:00, 12:00, 15:00 und 16:00; So 11:00 und 12:00
    Preis
    ab 9,50 EUR (Führung); 20% Ermäßigung mit der BremenCARD
  2. 2

    Bremer Roland

    Bremer Roland in Bremen, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zehn Meter, und du stehst vor dem Bremer Roland. Die Figur selbst misst 5,47 Meter und steht auf einem 60 Zentimeter hohen Podest; mit der Stützsäule und dem Baldachin darüber kommt das Ganze auf 10,21 Meter. Achte auf die Details: Das Schwert ist gezogen, auf dem Schild prangt der doppelköpfige Reichsadler. Roland, Paladin Karls des Großen und Held der Schlacht von Roncesvalles, erscheint hier als Beschützer der Stadt.

    Errichtet wurde er 1404 aus Kalkstein vom Elm. Die Ratsherren ließen ihn bauen, um einen hölzernen Vorgänger zu ersetzen, den Fürsterzbischof Albert II. 1366 hatte verbrennen lassen. Sieh dir an, wohin Roland blickt: zum Dom. Das ist Absicht. Die Figur verkörpert die Stadtrechte gegen die Machtansprüche des Erzbischofs, und sie hat ihm buchstäblich ins Gesicht geschaut.

    Die Inschrift auf dem Schild ist niederdeutsch und sinngemäß: „Freiheit tu ich euch offenbar, die Karl und mancher Fürst fürwahr dieser Stadt gegeben hat; dafür dankt Gott, das ist mein Rat.“ Rolandfiguren gibt es in vielen Städten des alten Reichs als Zeichen städtischer Freiheit; die Bremer ist die älteste erhaltene. Seit 1973 steht sie unter Denkmalschutz, seit 2004 ist sie zusammen mit dem Rathaus Welterbe.

    Die Bremer haben ihrem Roland eine Legende angehängt: Solange er über die Stadt wacht, bleibt Bremen frei und unabhängig. Deshalb, so heißt es, liege in den Gewölben unter dem Rathaus ein zweiter Roland bereit, der sofort aufgestellt werden kann, falls der erste einmal fällt. Folge seinem Blick: 140 Meter, zwei Minuten, und du stehst vor dem Dom.

    Öffnungszeiten
    durchgehend zugänglich
    Preis
    0 EUR
  3. 3

    Bremer Dom

    Bremer Dom in Bremen, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Bremer Dom, eigentlich St. Petri Dom, ist nach dem Apostel Petrus benannt und gehört heute zur Bremischen Evangelischen Kirche. Früher war er die Kathedrale des katholischen Fürsterzbistums Bremen, also genau jener Macht, gegen die der Roland gebaut wurde. Er zählt zu den größten historischen Backsteinbauten Europas, enthält aber so viel Stein, dass er sich nicht einfach der Backsteingotik zuordnen lässt.

    Lies die Fassade wie ein Geschichtsbuch. Die unteren Geschosse der Westfront und der Westtürme sind die letzten romanischen Teile aus Sandstein. Ab den späten 1220er Jahren baute man Gewölbe und Mauern aus Backstein, teils hinter Sandsteinplatten versteckt. Nur an der Außenwand der südlichen Kapellenreihe siehst du den Backstein offen. Vieles, was heute mittelalterlich wirkt, ist jünger: Bei der großen Restaurierung zwischen 1888 und 1901 wurden die Westtürme und der größte Teil der Westfassade neu errichtet, der Vierungsturm kam nach dem Vorbild des Wormser Doms neu hinzu.

    Die Anfänge reichen weit zurück. Um 789 errichtete der Missionar Willehad hier eine Holzkirche auf einer Anhöhe über der Weser, als erster Bischof des neuen Bistums; er starb noch im selben Jahr. Drei Jahre später brannten Sachsen Bremen samt der kleinen Kirche nieder, nichts davon ist erhalten. Erst 805 bekam Bremen mit Willerich wieder einen Bischof, der den Dom aus heimischem Sandstein baute. Nachdem die Dänen 845 Hamburg geplündert hatten, wurde Bremen Sitz des vereinten Erzbistums Hamburg und Bremen unter Ansgar, der es von 848 bis zu seinem Tod 865 leitete. Die ältesten sichtbaren Bauteile sind die beiden Krypten.

    Der Dom kostet keinen Eintritt. Turm und Bleikeller kosten extra und machen im Winter Pause; für beide zusammen gibt es eine Kombikarte. Wenn du nur eins machst, geh in den Dom; Turm und Keller lohnen sich, wenn du Zeit hast. Danach sind es 320 Meter, vier Minuten, bis zur Böttcherstraße.

    Öffnungszeiten
    Dom: Mo–Sa 10:00–17:00, So/Feiertag ca. 11:30–17:00 (nach dem Gottesdienst) | Domturm: Mi–Sa 10:00–17:00, So/Feiertag nach dem Gottesdienst bis 17:00, Winterpause 24.12.-31.03. | Bleikeller: Mi–So 11:00–17:00, Winterpause 24.12.-31.03.
    Preis
    Dom: frei | Bleikeller: 5 EUR Erwachsene, 4 EUR ermäßigt, 3 EUR Kinder 6-18, Kombi Turm+Bleikeller 9 EUR Erwachsene
  4. 4

    Böttcherstraße

    Böttcherstraße in Bremen, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Nur rund 100 Meter lang, und doch eine der kulturellen Hauptattraktionen Bremens: Die Böttcherstraße sieht aus wie nichts sonst in der Altstadt. Die meisten Häuser entstanden zwischen 1922 und 1931, als seltenes Ensemble einer Spielart des Expressionismus; mehrere gelten als Backsteinexpressionismus. Geh langsam und schau nach oben und auf die Fassaden, hier ist das Material selbst die Hauptsache.

    Hinter dem Projekt stand Ludwig Roselius, ein Bremer Kaffeehändler, der dem Bildhauer und Architekten Bernhard Hoetger die künstlerische Leitung übertrug. Schön ist die Geschichte nicht. Roselius sympathisierte mit dem Nationalsozialismus und hing völkisch-nordischen Ideen an, beeinflusst von Julius Langbehn und Herman Wirth. Die Straße sollte diese Ideen in Stein fassen; der Neubau sei „ein Versuch, deutsch zu denken“, sagte er.

    Am Eingang ließen Roselius und Hoetger ein Relief anbringen, das Hitler als „Lichtbringer“ feierte. Der aber lehnte diese Art völkischer Kunst ab und sprach 1936 auf dem Reichsparteitag abfällig von „Böttcherstraßen-Kultur“. Die NSDAP stellte die Straße 1937 zwar unter Denkmalschutz, führte sie aber als Beispiel „entarteter Kunst“ der Weimarer Zeit. Roselius wollte zweimal Parteimitglied werden und wurde zweimal abgelehnt.

    Die Straße ist frei und jederzeit zugänglich. Für Architekturfans ist sie ein Muss, für alle anderen ein lohnender Umweg, weil sie zeigt, wie eng Kunst und Ideologie hier verwoben waren. Jetzt kommt die längste Etappe der Runde: 990 Meter, 14 Minuten, hinaus an den Rand der Altstadt zu den Wallanlagen.

    Öffnungszeiten
    durchgehend zugänglich
    Preis
    0 EUR
  5. 5

    Bremer Wallanlagen

    Bremer Wallanlagen in Bremen, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Bremer Wallanlagen sind heute ein Park am Rand der Altstadt, und zwar ein besonderer: Sie sind Bremens ältester Park und die erste öffentliche Parkanlage in Deutschland, die eine bürgerliche Volksvertretung geschaffen hat. Was du heute als grünen Gürtel erlebst, war jahrhundertelang die Verteidigung der Stadt.

    Vermutlich schon seit 782 schützte ein Holzwall die Siedlung. Spätestens um 1229 ersetzte ihn eine Backsteinmauer auf Findlingen, davor lag ein Graben, gespeist aus Weser und Balge. Um 1250 hatte Bremen sechs Tore: Ostertor, Bischofstor, Herdentor, Ansgariitor, Brückentor und Natel. 1305 wurde der Ring um das Stephaniviertel erweitert; die Mauer war nun 1,20 Meter dick, fünf Meter hoch und hatte einen hölzernen Wehrgang, Schießscharten und 22 Türme.

    Die Form, die bis heute nachwirkt, kam im 17. Jahrhundert. Der niederländische Festungsbaumeister Johan van Valckenburgh plante einen zackenförmigen Wassergraben um die ganze Stadt, einschließlich der neuen Neustadt am linken Weserufer. Die Neustadt bekam ihn zwischen 1623 und 1628, die Altstadt zwischen 1660 und 1664. Den Aushub des etwa 3,30 Meter tiefen Grabens schüttete man dahinter zum Wall auf, die Ausbuchtungen wurden mit Kanonen bestückt und dienten als Bastionen.

    Hier gibt es nichts zu bezahlen und nichts abzuarbeiten: Nimm dir ein paar Minuten unter Bäumen, bevor es wieder ans Wasser geht. Von den Wallanlagen sind es 660 Meter, neun Minuten, bis zur Schlachte an der Weser.

    Öffnungszeiten
    durchgehend zugänglich
    Preis
    0 EUR
  6. 6

    Schlachte

    Schlachte in Bremen, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    An der Schlachte, der Promenade am östlichen Weserufer, ist Bremen heute am geselligsten: Restaurants, Biergärten und Flussschiffe reihen sich aneinander. Früher war das hier Hafen. Der Name ist niederdeutsch und meint ein Ufer, das mit eingeschlagenen Holzpfählen befestigt ist; schon um 1250 nannte man das Bremer Ufer „slait“.

    1247 erlaubte Erzbischof Gerhard II. Bürgern und Händlern, sich zwischen der Kirche St. Martini und der Zweiten Schlachtpforte niederzulassen. Ab 1250 mussten die Betreiber der Wassermühlen die Pfähle am Ufer instand halten. Im 13. Jahrhundert landeten an Schlachte und Balge vor allem Brennholz und Kalkstein. Bis ins 16. Jahrhundert teilten sich beide die Arbeit: die Balge für Seeschiffe, die Schlachte für flache Flusskähne.

    Dann versandete die Weser, und im frühen 17. Jahrhundert wurde die Schlachte zum Haupthafen Bremens, bis ins frühe 19. Jahrhundert. 1557 kam sie offiziell zur Stadt. Zwischen 1600 und 1830 änderte sich wenig: 450 Meter Kai von St. Martini bis zum Kornhaus, auf der Stadtseite eine Reihe Fachwerkhäuser, dazu große Kräne. Mit der Eisenbahn 1860 und dem Bahnanschluss von Bremerhaven 1862 war die Hafenzeit vorbei.

    Die Schlachte ist frei zugänglich und der natürliche Ort für eine längere Pause auf der Runde. Von hier gehst du 530 Meter, acht Minuten, zurück zum Marktplatz, wo vier Tiere auf dich warten.

    Öffnungszeiten
    durchgehend zugänglich
    Preis
    0 EUR
  7. 7

    Die Bremer Stadtmusikanten

    Die Bremer Stadtmusikanten in Bremen, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zurück am Marktplatz, nahe der Nordecke des Rathauses, stehen sie übereinander: Esel, Hund, Katze und Hahn, Die Bremer Stadtmusikanten in der Skulptur von Gerhard Marcks. Gleich nördlich davon siehst du die Kirche Unser Lieben Frauen, kurz Liebfrauenkirche.

    Die Geschichte hat einen Haken, den viele nicht kennen: Im Märchen der Brüder Grimm, 1819 veröffentlicht, kommen die vier nie in Bremen an. Sie wollen in der Stadt Musikanten werden, überlisten unterwegs eine Räuberbande und bleiben einfach in deren Haus wohnen. Bremen hat ihnen trotzdem ein Denkmal gesetzt, eine Stadt, die Gäste feiert, die sie nie erreicht haben.

    Achte auf den Esel: Seine Vorderhufe sind blank poliert, weil Vorbeikommende sie fürs Glück anfassen. Mach es ruhig auch. Wenn du die Rathausführung am Nachmittag eingeplant hast, bist du hier ohnehin wieder am richtigen Ort. Zum Schluss sind es 510 Meter, sieben Minuten, bis in den Schnoor.

    Öffnungszeiten
    durchgehend zugänglich
    Preis
    0 EUR
  8. 8

    Schnoor

    Schnoor in Bremen, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Schnoor ist der einzige Teil von Bremens mittelalterlichem Zentrum, der seinen alten Charakter bewahrt hat. Gassen, kleine Häuser, enge Durchgänge: Die ältesten Häuser stammen aus dem 15. Jahrhundert, die meisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Achte auf die Größe der Grundstücke. Wo anderswo in Bremen Kaufmannsvillen auf großen Parzellen entstanden, reichte eine Parzelle im Schnoor gerade für ein Haus von etwa 55 Quadratmetern.

    Der Name kommt aus dem Handwerk rund um die Schifffahrt. Gassen trugen oft den Namen eines Gewerbes: In einem Bereich drehte man Taue und Seile, niederdeutsch „Schnoor“ für Schnur, nebenan entstanden Drahtseile und Ankerketten, „Wieren“ für Draht. Schnoor heißt auch die Hauptgasse; eine andere Straße im Viertel ist die Marterburg, wo noch eine alte Mauer und Reste eines Rundturms von etwa 1200 erhalten sind.

    Reich war man hier nie. Während die Kaufleute an der Obernstraße auf dem Dünenrücken und an der Langenstraße an der Balge wohnten, entstand der Schnoor im 10. Jahrhundert als Fischerviertel. Die Bewohner bauten strohgedeckte Hütten auf einer kleinen Insel zwischen Weser und Balge, die oft überflutet wurde. Hier gab es die erste Fähre Bremens, um 1240 die erste Brücke über die Weser, und im 13. Jahrhundert ließen sich Franziskaner nieder und bauten die Kirche St. Johann.

    Für den wachsenden Verkehr des 19. Jahrhunderts waren die Gassen zu eng, das Viertel verarmte, Renovierungen konnte sich niemand leisten. Gerade das hat es bewahrt. Im Zweiten Weltkrieg blieb der Schnoor fast unbeschädigt, weshalb die Hausbesitzer nach 1945 sogar Lastenausgleich zahlen mussten. Der Schnoor ist frei und rund um die Uhr zugänglich; nimm dir hier am Ende Zeit, ohne Ziel durch die Gassen zu gehen.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Bremen Route geladen
Bremer RathausBremer RolandBremer DomBöttcherstraße+4
Alle 8 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Du kennst die Route jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Bremen entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 8 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

8Stopps 3,2km 43 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Wege durch Bremen

Die Runde zerfällt fast von selbst in zwei Hälften: den Marktplatz mit seinen Wahrzeichen und den Bogen über Wall, Weser und Schnoor. Beide funktionieren auch allein.

Marktplatz und Böttcherstraße

Stopps: 1, 2, 3, 4

Für alle, die wenig Zeit haben und Bremens Welterbe sehen wollen: Rathaus, Roland, Dom und Böttcherstraße liegen nur 470 m auseinander, reine Gehzeit 7 Minuten. Eintritt kosten hier die Rathausführung sowie Bleikeller und Domturm, für die es eine Kombikarte gibt; der Dom selbst ist frei.

Wall, Weser und Schnoor

Stopps: 5, 6, 7, 8

Für einen entspannten Nachmittag ohne Kassen: von den Wallanlagen an die Schlachte, zurück zu den Stadtmusikanten und hinein in den Schnoor. Das sind 1.700 m und 24 Minuten reine Gehzeit, alle vier Stationen sind frei zugänglich.

Wie lange dauert der Bremen Rundgang vom Rathaus zum Schnoor?

Die Füße sind nur 43 Minuten unterwegs, den Rest der Zeit stehst und schaust du. Mit Dom, Bleikeller, einem Bummel durch die Böttcherstraße, einer Pause an der Schlachte und Zeit für die Gassen im Schnoor kommst du auf rund drei Stunden. Buchst du die Rathausführung dazu, rechne deren Dauer obendrauf.

Die kurze Marktplatz-Variante schaffst du mit Dom in gut einer Stunde, den Bogen über Wall, Weser und Schnoor in etwa anderthalb Stunden. Die Reihenfolge ist so gelegt, dass du am Ende in den ruhigeren Gassen ankommst statt auf dem Platz, an dem alles beginnt.

Bevor du am Rathaus losgehst

  • Start und Ende: Empfohlener Start ist das Bremer Rathaus am Marktplatz, das Ziel der Schnoor. Du kannst an jedem Stopp einsteigen; die GPS-Navigation führt dich von dort zum nächsten.
  • Bester Tag: Turm und Bleikeller sind nicht an jedem Tag geöffnet, den Dom selbst und die Rathausführungen gibt es trotzdem.
  • Tageszeit: Starte am späten Vormittag, dann haben Dom und Bleikeller geöffnet, wenn du dort ankommst. Willst du ins Rathaus, nimm eine Führung am Nachmittag: Vom Schnoor sind es zurück zum Rathaus etwa 510 m.
  • Kosten: Ohne Innenbesuche kostet die Runde nichts. Bezahlen musst du nur die Rathausführung und, wenn du möchtest, die Kombikarte für Domturm und Bleikeller.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Bremen
AI Tour Guide

Dein Guide für Bremen wartet auf dich

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Bremen, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

8Stopps 3,2km 43 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Bremen anders macht

Bremen erzählt an jeder Ecke vom Streit zwischen Bürgern und Erzbischof, von Hafen und Hanse. Der AI Tour Guide greift genau das auf: Er begrüßt dich am Rathaus, erzählt die Geschichten der Orte, fragt, ob dich eher Kaufleute, Kirchen oder Architektur reizen, und merkt sich deine Antwort für den Rest der Runde. Willst du wissen, wie ein Fischer im Schnoor seinen Alltag zwischen den Hochwassern bestritt oder was die Bremer Kaufleute im Schütting verhandelten, unterbrich ihn einfach. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Bremen

Kann ich den Rundgang auch am Sonntag machen?

Ja. Draußen ist alles zugänglich wie an jedem anderen Tag. Im Dom und auf dem Domturm geht sonntags der Gottesdienst vor, und Rathausführungen gibt es seltener als unter der Woche.

Lohnt sich die BremenCARD für diese Runde?

Auf dieser Runde bringt sie dir 20 % Ermäßigung auf die Rathausführung. Dom, Roland, Böttcherstraße, Wallanlagen, Schlachte, Stadtmusikanten und Schnoor kosten ohnehin nichts.

Ist der Rundgang mit Kindern gut machbar?

Die Etappen sind kurz, die längste dauert 14 Minuten. Die Stadtmusikanten und der Roland mit seiner Legende kommen bei Kindern meist gut an, und im Bleikeller zahlen Kinder weniger.

Welche Städte in der Nähe lohnen einen eigenen Rundgang?

Am nächsten liegt Oldenburg mit rund 40 km. Wer nach der Schlachte wissen will, wohin Bremens Hafen gewandert ist, fährt nach Bremerhaven; für die große Hansestadt nebenan gibt es den Rundgang durch Hamburg.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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