Catedral Metropolitana de Guayaquil
Die Kathedrale, offiziell Catedral de San Pedro, wirkt älter, als sie ist. Ihre neugotische Gestalt stammt aus dem 20. Jahrhundert und ist aus Stahlbeton gebaut: 1924 begann man, das alte Gotteshaus aus Holz abzutragen und an seiner Stelle einen dauerhaften Bau zu errichten. Sie steht am Parque Seminario, mit dem sie die für Fußgänger umgestaltete Calle Chimborazo verbindet. Zu diesem Park kommst du später zurück.
Die Geschichte der Hauptkirche ist eine Geschichte von Feuer und Umzügen. Die erste, um 1547 aus Holz gebaute Kirche stand oben auf dem Santa-Ana-Hügel neben dem Haus des Stadtrats. 1639 riss man sie ab, weil ein Brand sie so beschädigt hatte, dass sie die Gläubigen gefährdete. Am 6. Dezember 1692 verwüstete ein großes Feuer die Stadt, und ihr Kern zog nach Süden in die Gegend, die man La Sabaneta oder Puerto Cazones nannte. So entstand die Ciudad Nueva.
1694 begann dort, am heutigen Standort, der Bau der neuen Iglesia Matriz, die schon im Jahr darauf eröffnet wurde. Lange änderte sich wenig. 1822 ließ der aus Guayaquil stammende Monsignore Francisco Xavier de Garaycoa y Llaguno einen weiteren Turm an die Fassade setzen, seither hatte sie zwei. 1870 verschwand der letzte koloniale Zug, als man den Bau klassizistisch umgestaltete.
Wer sich für Architektur und Stadtgeschichte interessiert, sollte die kostenpflichtige Führung „Destino de Luz“ mitnehmen; die Kirche ist schon am Morgen geöffnet und damit ein guter Startpunkt. Danach gehst du 830 m, etwa 11 Minuten, zum Parque Centenario, dem Platz, auf dem die Stadt ihre Unabhängigkeit feiert.






















