Luzern auf eigene Faust: Brücken, Musegg und Löwe

Über zwei Holzbrücken mit Bildern aus dem 17. Jahrhundert, hinauf zur Stadtmauer und zum sterbenden Löwen: 4,0 km Altstadt, als Rundweg zurück an die Reuss.

13 Stationen 4,0 km ~58 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Luzern
Stopp 1 von 13
240 m·3 min
Kappelbrücke
Halte dich südwestlich Richtung Jesuitenkirche
Willkommen in Luzern. Ich bin Alex, und eine Kirche dieser Stadt trägt in ihrer heutigen Form die Spuren eines verheerenden Brandes.
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Luzern auf eigene Faust: die Runde im Überblick

13 Stationen auf einem Rundweg: Du startest an der Kappelbrücke, gehst über die Spreuerbrücke und am Rathaus vorbei hinauf zur Museggmauer, dann zum Löwendenkmal und am See zurück. 4,0 km, reine Gehzeit 58 Min., mit zwei Museen rund vier Stunden.

Brücken, Plätze, Stadtmauer und Kirchen kosten nichts. Eintritt verlangen das Historische Museum, das Alpineum und das Bourbaki-Panorama. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Blick auf Luzern

Die Route

Luzern Stadtrundgang Karte: von der Reuss zum Löwen und zurück

13 Stopps 4,0 km 58 Min. Gehzeit
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Die 13 Stationen auf dieser Route

  1. Kappelbrücke in Luzern, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Kappelbrücke
  2. Jesuitenkirche Luzern, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Jesuitenkirche Luzern
  3. Historisches Museum in Luzern, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Historisches Museum
  4. Spreuerbrücke in Luzern, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Spreuerbrücke
  5. Neptunbrunnen in Luzern, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Neptunbrunnen
  6. Weinmarkt in Luzern, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Weinmarkt
  7. Rathaus in Luzern, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Rathaus
  8. Museggmauer in Luzern, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Museggmauer
  9. Alpineum in Luzern, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Alpineum
  10. Löwendenkmal in Luzern, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Löwendenkmal
  11. Bourbaki-Panorama in Luzern, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Bourbaki-Panorama
  12. St. Leodegar im Hof in Luzern, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12St. Leodegar im Hof
  13. Grand Hotel National in Luzern, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    13Grand Hotel National
  14. Das ist die ganze Runde.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Luzern Rundgang, Station für Station über Brücken und Musegg

  1. 1

    Kappelbrücke

    Kappelbrücke in Luzern, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du stehst am Wahrzeichen der Stadt: einer gedeckten Holzbrücke, die schräg über die Reuss läuft. Gebaut wurde sie um 1365 als Teil der Befestigung. Sie verband die Altstadt am rechten Ufer mit der Neustadt am linken und schützte Luzern zur Seeseite hin. Ihren Namen hat sie von der nahen Peterskapelle. Anfangs war sie über 270 Meter lang, durch Kürzungen und aufgeschüttete Ufer misst sie heute 204,7 Meter. Sie gilt als älteste gedeckte Holzbrücke Europas und als älteste erhaltene Fachwerkbrücke der Welt.

    Schau beim Gehen nach oben. In den dreieckigen Giebelfeldern hängen Bilder aus dem 17. Jahrhundert. Bemalte Giebel hatten in Luzern alle drei hölzernen Fußgängerbrücken: die Kapellbrücke, die längst abgebrochene Hofbrücke und die Spreuerbrücke, die du gleich überquerst. Am 18. August 1993 brannte die Kapellbrücke beinahe ganz ab, zwei Drittel der Bilder gingen verloren. Schon am 14. April 1994 war sie wieder offen, wiederaufgebaut für 3,4 Millionen Franken.

    Der achteckige Wasserturm daneben ist 34,5 Meter hoch und rund 30 Jahre älter als die Brücke. Er war Gefängnis und Folterkammer, später Stadtarchiv und Schatzkammer. Heute sitzen darin ein Artillerieverein und ein Souvenirladen; für Besucher ist der Turm geschlossen, du siehst ihn also von der Brücke und vom Ufer aus.

    Die Brücke ist rund um die Uhr offen und kostenlos, nimm dir Zeit für die Bilder. Am linken Ufer sind es dann 230 Meter, drei Minuten, bis zur Jesuitenkirche.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Jesuitenkirche Luzern

    Jesuitenkirche Luzern, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die weiße Fassade direkt am Fluss gehört zur ersten großen Barockkirche der Schweiz, geweiht dem heiligen Franz Xaver. Gebaut wurde sie zwischen 1666 und 1677, der Rohbau stand 1669. Wer die Pläne zeichnete, ist bis heute offen: vielleicht ein Vorarlberger wie Michael Beer oder Michael Thumb, vielleicht der Jesuitenpater Heinrich Mayer mit Pater Christoph Vogler. Vorangetrieben hat den Bau Tobias Lohner, damals Rektor des Luzerner Jesuitenkollegs.

    Lies die Fassade von unten nach oben: fünf Achsen, zwei Geschosse, ionische Pilaster als senkrechte Linien, Gesimse als waagrechte. Ein großer Segmentgiebel fasst die Mitte zusammen. Die beiden Türme kamen erst 1893 dazu, aufgesetzt von Heinrich Viktor von Segesser, mehr als zwei Jahrhunderte nach dem Bau. Die Kirche gehört übrigens dem Kanton, dessen Regierungsgebäude gleich daneben steht; gegenüber liegt das Luzerner Theater.

    Hinein lohnt sich für jeden, auch für zehn Minuten. Bedeutend ist die Kirche vor allem wegen ihrer reichen Ausstattung. Achte auf den Stuck der Seitenkapellen: Er entstand nach Entwürfen von Mayer in den Jahren 1672 und 1673 und gilt als ältestes Beispiel des Wessobrunner Stils in der Schweiz. Das Hauptaltarbild malte Domenico Torriani aus Mendrisio, die Wandmalereien stammen von den Brüdern Giovanni Antonio und Giuseppe Antonio Torricelli. Die letzte Renovierung wurde im Januar 2017 abgeschlossen.

    Der Eintritt ist frei. Am Ufer entlang gehst du 280 Meter, vier Minuten, zum Historischen Museum.

    Öffnungszeiten
    06:30–18:30 (Opens 09:30 Mo & Do)
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Historisches Museum

    Historisches Museum in Luzern, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das massive Haus an der Pfistergasse direkt an der Reuss war über vier Jahrhunderte das Zeughaus von Stadt und Stand Luzern, gebaut im 16. Jahrhundert und als Waffenlager genutzt bis 1983. Nach drei Jahren Umbau wurde es am 23. Mai 1986 als Historisches Museum eröffnet.

    Die Geschichte des Gebäudes beginnt mit einem Einsturz. Zwischen 1546 und 1549 hatten italienische Steinmetze hier einen Steinbau errichtet: unten Waffenkammer, oben Kornkammer. Am 16. Juli 1566 stürzte er nach einem heftigen Hochwasser ein, und man gab dem schweren Korn eine Mitschuld. Beim Neubau trennte man deshalb Zeughaus und Kornspeicher. Später musste das Haus nach dem Großbrand in der Pfistergasse vom 7. April 1691 erneut instand gesetzt werden.

    Drinnen warten rund 3000 Objekte aus der Geschichte von Stadt und Kanton. Das bekannteste ist ein Beutestück: das Panzerhemd von Herzog Leopold von Habsburg, der in der Schlacht bei Sempach fiel. Dazu kommen Dinge aus dem Alltag und Trachten aus der Sammlung von Angélique Sophie Panchaud de Bottens. Wer sich für Schweizer Geschichte interessiert, sollte hier eine Stunde einplanen; wer nur Stadtbild sucht, kann weitergehen.

    Das Museum kostet Eintritt, Kinder zahlen weniger. Gleich nebenan liegt der Brückenkopf der Spreuerbrücke, nur 120 Meter, zwei Minuten entfernt.

    Öffnungszeiten
    Dienstag–Sonntag 10:00–17:00 Uhr, Montag geschlossen
    Preis
    CHF 12 Erwachsene, CHF 4 Kinder 6-16 Jahre, unter 6 Jahren gratis
  4. 4

    Spreuerbrücke

    Spreuerbrücke in Luzern, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die dritte gedeckte Holzbrücke Luzerns verbindet den Kasernenplatz in der Neustadt mit dem Mühlenplatz in der Altstadt. Ihr Name erzählt vom Mittelalter: Nur von dieser untersten Brücke der Stadt durften Spreu und Laub in die Reuss gekippt werden. Schon im 13. Jahrhundert führte eine erste Brücke vom Mühlenplatz zu den Mühlen in der Flussmitte, die Fortsetzung zum linken Ufer im Bäckerviertel an der Pfistergasse war erst 1408 fertig.

    Das Hochwasser von 1566, das auch das Zeughaus zum Einsturz brachte, zerstörte die Brücke größtenteils. Der südliche Teil wurde mit Hängewerken neu gebaut, zusammen mit einem Kornhaus als Brückenkopf, dem sogenannten Herrenkeller zwischen Natur-Museum und Historischem Museum. Der nördliche Teil folgte 1591; 1803 ersetzte ihn der Zimmermeister Joseph Ritter durch hölzerne Bögen. Dort steht heute das Kraftwerk Mühlenplatz. Unterwegs kommst du an der kleinen Brückenkapelle Maria auf der Reuss vorbei.

    Der eigentliche Grund, langsam zu gehen, hängt über dir: ein Totentanz, gemalt zwischen 1626 und 1632 unter der Leitung von Kaspar Meglinger. Von ursprünglich 67 Tafeln sind 45 erhalten. Es ist der umfangreichste und zugleich öffentlichste aller bekannten Totentänze. Achte auf die Details: unten links meist das Wappen des Stifters, rechts das seiner Frau, auf den schwarzen Rahmen Verse und Namen. Viele Gesichter sind Porträts von Stiftern und Luzerner Bürgern. Die Maler kannten die Todesbilder von Hans Holbein dem Jüngeren, malten aber schon moderner.

    Die Brücke ist jederzeit offen und kostenlos. Am Ende stehst du auf dem Mühlenplatz, 100 Meter und eine Minute weiter wartet der Neptunbrunnen.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Neptunbrunnen

    Neptunbrunnen in Luzern, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Neptunbrunnen auf dem Mühlenplatz ist kein großer Programmpunkt, sondern ein guter Ort zum Durchatmen und Orientieren. Hier endet das Flussufer der Runde, ab jetzt wird die Altstadt enger.

    Wirf einen kurzen Blick auf die Karte: Über das Fischmarktgässli tauchst du in den dichtesten Teil der Altstadt ein und stehst nach 170 Metern, zwei Minuten, am Weinmarkt.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Weinmarkt

    Weinmarkt in Luzern, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Weinmarkt ist der Platz, an dem du essen solltest. Rund um ihn und in den Gassen ringsum liegt die dichteste Ansammlung unabhängiger Restaurants der Stadt: keine Ketten, keine Bahnhofskantine, sondern Küchen mit eigenem Namen.

    Wenn du gegen 10 Uhr an der Kapellbrücke losgegangen bist, kommst du ungefähr zur Mittagszeit hier an. Plane die Pause genau an diesem Platz ein, denn danach folgen die längeren Etappen und mit dem Musegghügel der Weg nach oben. Der Platz selbst ist jederzeit frei zugänglich.

    Zum Rathaus sind es nur 140 Meter, zwei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Rathaus

    Rathaus in Luzern, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Rathaus am Kornmarkt, mit seiner Rückseite an der Reuss, entstand zwischen 1602 und 1606. Der Architekt Anton Isenmann baute im Stil der italienischen Renaissance, unterstützt von Gehilfen aus Oberitalien. Das sieht man dem Haus an: Die Front erinnert an einen Mailänder Palazzo, das Dach dagegen an ein Luzerner Bauernhaus. Schau dir beides nacheinander an, der Kontrast ist der Witz dieses Gebäudes.

    Achte auf den Rathausturm mit roter Laterne und Turmuhr, der einst als Wacht- und Beobachtungsturm diente, auf die Arkaden und die gepflasterten Durchgänge. Direkt daneben steht das Am Rhyn-Haus, teils durch Türen mit dem Rathaus verbunden. Über den Rathaussteg kommst du zum Luzerner Theater am anderen Ufer.

    Am 24. Juni 1606 tagte hier zum ersten Mal der Rat, bis 1798 saßen der Große und der Kleine Rat im Haus. Heute versammelt sich hier der Große Stadtrat, und im Porträtsaal finden Ziviltrauungen statt. Im Haus liegt außerdem der Ausstellungsraum Kornschütte. Von außen ist alles frei zugänglich, hinein kommst du nur mit einer Führung.

    Jetzt beginnt die längste Etappe bisher: 550 Meter, zehn Minuten, hinauf zur Museggmauer.

    Öffnungszeiten
    Außenbereich durchgehend zugänglich, Innenbereich nur mit Führung
    Preis
    Kostenlos (Außenansicht)
  8. 8

    Museggmauer

    Museggmauer in Luzern, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor dir liegt ein Stück der alten Stadtbefestigung, das zusammen mit Wasserturm und Kapellbrücke das Bild von Luzern prägt. Die Mauer mit ihren Türmen zieht sich von der Reuss nahe der Geissmattbrücke über den Musegghügel bis zur Kantonsschule Musegg im Osten der Altstadt.

    Wie alt sie ist, hat man erst in den letzten Jahren mit Jahrringdatierung im Holz klären können: Spätestens um 1370 wurde mit dem Luegisland-Turm begonnen. Gebaut wurde mit Unterbrüchen jahrzehntelang, der Schirmerturm entstand um 1420, der Zytturm um 1442. Eine Abrechnung von 1408, früher als Schlussrechnung gelesen, war nur eine Zwischenrechnung. Und die beliebte Geschichte, die Mauer sei wegen der Schlacht bei Sempach von 1386 gebaut worden, ist haltlos.

    Dass ausgerechnet dieses Stück überlebt hat, ist fast Glück. Zwischen 1833 und 1856 riss Luzern die meisten Befestigungen ab: Sie standen dem wachsenden Verkehr im Weg, und die Gemeindeversammlung fand eine Stadt ohne mittelalterliche Mauern schlicht schöner. Auf der anderen Reussseite verschwanden so die Litzimauer und Tore wie das Baslertor und das Obertor.

    Die Mauer kostet nichts und ist in der Saison begehbar. Von hier gehst du 840 Meter, zwölf Minuten, zum Alpineum.

    Öffnungszeiten
    Täglich 08:00–19:00 Uhr, durchgehend vom 1. April bis 1. November
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Alpineum

    Alpineum in Luzern, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das neoklassizistische Haus gegenüber dem Löwendenkmal ist ein Museum für Berge, die man nicht besteigen muss: fünf großflächige Panoramabilder der Schweizer Alpen, gemalt von Ernst Hodel Senior und seinem Sohn Ernst Hodel Junior, zusammen einige hundert Quadratmeter Leinwand.

    Das Gebäude hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte. Der Luzerner Architekt Othmar Schnyder baute es in den Jahren 1885 und 1886 als Löwendenkmal-Museum, das den Sturm auf die Tuilerien vom 10. August 1792 zeigte. Es kamen zu wenige Besucher, nach nicht einmal zehn Jahren war Schluss. 1895 kaufte Ernst Hodel Senior das Haus, der zuvor schon Panoramen von Rigi und Pilatus gemalt hatte. Im Mai 1901 öffnete hier das Alpineum.

    Bis etwa 1975 führte ein mehrsprachiger Portier durch die Säle, heute gehst du allein. Inzwischen ergänzen Reliefs der Bergregionen, Modellhäuser, Schiffs- und Bergbahnmodelle die Bilder, dazu eine Ausstellung über stereoskopische 3D-Fotografie um 1900. Das lohnt sich besonders mit Kindern und für alle, die die Alpen nicht selbst hinauffahren; rechne mit einer halben Stunde.

    Das Alpineum kostet Eintritt, Studierende, Senioren, Gruppen, Kinder und Schüler zahlen weniger. Zum Löwendenkmal gehst du nur 10 Meter über die Straße.

    Öffnungszeiten
    Dienstag–Sonntag 09:00–18:00 Uhr, Montag geschlossen
    Preis
    CHF 10 Erwachsene, CHF 7 Studenten/Senioren/Gruppen, CHF 5 Kinder, CHF 3 Schüler
  10. 10

    Löwendenkmal

    Löwendenkmal in Luzern, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    In den Fels gehauen liegt ein sterbender Löwe, eine Lanze in der Flanke. Entworfen hat das Relief der Bildhauer Bertel Thorvaldsen, aus dem Stein geschlagen hat es Lukas Ahorn in den Jahren 1820 und 1821. Jährlich kommen rund 1,4 Millionen Besucher, seit 2006 steht es unter Denkmalschutz. Mark Twain nannte es das traurigste und bewegendste Stück Stein der Welt.

    Der Löwe erinnert an die Schweizergarde, die beim Sturm auf den Tuilerienpalast in Paris am 10. August 1792 starb. Seit dem frühen 17. Jahrhundert diente ein Schweizer Regiment am französischen Königshof. Als die Revolutionäre angriffen, hatte die Königsfamilie den Palast schon verlassen. Den Garden ging die Munition aus. Ein Zettel des Königs, eine halbe Stunde nach Beginn der Schüsse geschrieben, befahl ihnen den Rückzug in die Kaserne; befolgt wurde er erst, als die Stellung nicht mehr zu halten war.

    Rund 760 Gardisten fielen im Kampf oder wurden nach der Kapitulation getötet, nach neuerer Forschung vielleicht weniger. Etwa zweihundert weitere starben später im Gefängnis oder bei den Septembermorden. Überlebt haben neben rund hundert Geflohenen vor allem 300 Mann, die der König wenige Tage zuvor in die Normandie geschickt hatte, um Getreidetransporte zu begleiten.

    Das Denkmal ist jederzeit frei zugänglich. Bleib ein paar Minuten, bevor du 120 Meter, eine Minute, zum Bourbaki-Panorama weitergehst.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  11. 11

    Bourbaki-Panorama

    Bourbaki-Panorama in Luzern, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier stehst du mitten in einem Winter von 1871. Das Rundbild zeigt, wie die französische Ostarmee unter General Charles-Denis Bourbaki am Ende des Deutsch-Französischen Kriegs in die neutrale Schweiz übertritt. Die Armee war im Januar an der Lisaine geschlagen worden, als sie die Belagerung von Belfort sprengen wollte. Im Februar marschierten rund 88.000 Mann bei Les Verrières über die Grenze und ließen 11.000 Pferde, 1150 Wagen, 285 Geschütze, 7200 Gewehre und 64.000 Bajonette zurück.

    Die Schweiz nahm die Soldaten auf, Dorfbewohner und das Schweizerische Rote Kreuz pflegten die Verwundeten, nach sechs Wochen durften die Männer nach Frankreich zurück. Gemalt hat das Bild Édouard Castres, der die Armee selbst als freiwilliger Sanitäter begleitet hatte, zusammen mit zehn weiteren Malern. Den Auftrag gab 1876 eine belgische Panoramagesellschaft, die auf Besucher aus der Schweiz und Frankreich hoffte.

    Das Bild ist 115 Meter lang und wird von der Mitte aus betrachtet. Figuren und echte Gegenstände davor lassen dich glauben, du stündest in der Szene. Es hing ab 1881 in Genf und kam 1889 nach Luzern; zweimal wurde es gekürzt, heute ist es 9,8 Meter hoch, etwa ein Drittel weniger als ursprünglich. Für alle, die sich auf Geschichte einlassen, ist es neben dem Löwen der stärkste Eindruck dieses Viertels; plane eine Dreiviertelstunde ein.

    Das Panorama kostet Eintritt, ermäßigt zahlen Studierende, AHV- und IV-Bezüger sowie Kinder. Danach gehst du 390 Meter, sechs Minuten, zur Hofkirche.

    Öffnungszeiten
    April–Oktober täglich 10:00–18:00 Uhr, November–März täglich 10:00–17:00 Uhr
    Preis
    CHF 15, Studierende/AHV/IV 12, Kinder 6–15 Jahre 7
  12. 12

    St. Leodegar im Hof

    St. Leodegar im Hof in Luzern, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Hofkirche mit ihren beiden Türmen ist eines der Wahrzeichen Luzerns und die Hauptkirche der Pfarrei St. Leodegar im Hof. Gebaut wurde sie zwischen 1633 und 1639, teilweise auf den Fundamenten der romanischen Basilika, die 1633 abgebrannt war. Damit gehört sie zu den wenigen großen Kirchen, die während des Dreißigjährigen Kriegs nördlich der Alpen entstanden, und zu den größten und kunsthistorisch wertvollsten Kirchen der deutschen Spätrenaissance.

    Die Geschichte des Ortes reicht viel weiter zurück. In den Jahren 735 und 736 stifteten Adlige hier ein kleines Kloster des heiligen Mauritius. Um 760 schenkte König Pippin der Jüngere den Mönchen fünf Freie, in dieser Zeit taucht das Monasterium Luciaria erstmals in einer Urkunde auf. Um 1135 kam das Kloster unter das elsässische Murbach, das den heiligen Leodegar zum Hauptpatron machte. 1178 stiftete die Propstei eine Priesterstelle an der Peterskapelle, jener Kapelle, nach der die Kapellbrücke heißt, ein wichtiger Schritt zur Stadt Luzern.

    1291 verkaufte Murbach das Kloster an die Habsburger, 1433 hatte die Stadt alle Rechte zurück, 1455 wurde daraus ein Chorherrenstift. In der Gegenreformation war Luzern Vorort der katholischen Orte und Sitz des päpstlichen Nuntius, der die Hofkirche als seine Kathedrale nutzte.

    Der Eintritt ist frei, und ein Blick hinein lohnt sich auch für zehn Minuten. Danach führen dich 320 Meter, vier Minuten, hinunter zum Seeufer und zum Grand Hotel National.

    Öffnungszeiten
    Täglich: 07:00–19:00
    Preis
    Kostenlos
  13. 13

    Grand Hotel National

    Grand Hotel National in Luzern, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Seeufer, mit Blick über die Luzerner Bucht auf die Alpen der Zentralschweiz, steht das Grand Hotel National, eröffnet 1870. Das Gebäude ist als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung geschützt. Heute hat es 41 Zimmer und Suiten, 22 Residenzsuiten, vier Restaurants, ein Café und eine Bar.

    Der Boden unter deinen Füßen war einmal Sumpf. Bis weit ins 19. Jahrhundert hatte Luzern kaum Betten für Fremde. Ab 1836 legte man das Ufer zwischen Stadt und Hofkirche trocken und baute die Promenade am Schweizerhofquai. Damit brauchte man auch die alte Hofbrücke nicht mehr, die bis dahin über das Sumpfland führte: die dritte der bemalten Holzbrücken, die du heute nicht mehr sehen kannst.

    Die Familie von Segesser von Brunegg, deren Name dir schon an den Türmen der Jesuitenkirche begegnet ist, erkannte die neue Zeit. 1845 eröffneten die Brüder Eduard, Placidus und Xaver das erste Hotel der Stadt, den Schweizerhof, bewusst am See wegen der Aussicht. Mit der Eisenbahn kamen ab 1859 wohlhabende Gäste aus dem Ausland. Die Segessers verkauften Schweizerhof und Luzernerhof und gründeten mit Max Alphons Pfyffer eine Baufirma, die das Land für ein noch größeres Haus erwarb.

    Von außen ist das Hotel frei anzuschauen, an der Rezeption ist rund um die Uhr jemand. Zum Schluss gehst du 710 Meter, zehn Minuten, am Wasser entlang zurück zur Kapellbrücke, wo die Runde begonnen hat.

    Öffnungszeiten
    Durchgehend geöffnet (Hotel mit Rezeption)
    Preis
    Hotelunterkunft (Zimmerpreise variieren)
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Luzern Route geladen
KappelbrückeJesuitenkirche LuzernHistorisches MuseumSpreuerbrücke+9
Alle 13 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Du kennst jetzt die Route. Jetzt geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Luzern entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 13 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

13Stopps 4,0km 58 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Wege durch Luzern

Nicht jeder hat einen halben Tag. Diese drei Ausschnitte der Runde funktionieren auch für sich, und du kannst an jeder Station einsteigen.

Altstadt an der Reuss

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7

Für alle, die nur die Brücken und die Altstadt sehen wollen. Von der Kapellbrücke bis zum Rathaus gehst du 14 Minuten. Eintritt kostet nur das Historische Museum, alles andere ist frei.

Stadtmauer, Löwe und Panoramen

Stopps: 8, 9, 10, 11, 12

Für Geschichtsinteressierte und Familien. Von der Museggmauer bis zur Hofkirche sind es 20 Minuten Gehzeit. Eintritt verlangen das Alpineum und das Bourbaki-Panorama, Mauer, Löwendenkmal und Kirche sind frei.

Hofkirche und Seeufer

Stopps: 12, 13, 1

Für einen ruhigen, kostenlosen Abschluss am Abend oder eine kurze Runde zwischendurch: von der Hofkirche am Grand Hotel National vorbei zurück zur Kapellbrücke, 14 Minuten zu Fuß, ganz ohne Eintritt.

Wie lange dauert dieser Luzern Rundgang mit Museen?

Die Runde beginnt dort, wo Luzern am dichtesten ist: zwei Brücken, ein Zeughaus und drei Plätze liegen nur wenige Minuten auseinander. Erst nach dem Rathaus kommen die längeren Etappen, 10 Minuten hinauf zur Museggmauer und 12 Minuten hinüber zum Alpineum. Danach liegen Alpineum, Löwendenkmal und Bourbaki-Panorama praktisch Tür an Tür, bevor es über die Hofkirche ans Seeufer und zurück zur Brücke geht.

Die reine Gehzeit beträgt 58 Minuten. Wer überall nur von außen schaut und kurz in die beiden Kirchen geht, braucht etwa zweieinhalb Stunden. Mit einer Stunde im Historischen Museum und einer Dreiviertelstunde im Bourbaki-Panorama sind es rund vier Stunden, eine Mittagspause nicht eingerechnet. Das Alpineum kostet dich noch einmal etwa eine halbe Stunde.

Bevor du in Luzern losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start an der Kapellbrücke, wo die Runde auch endet. Du kannst aber an jeder Station einsteigen und der Reihenfolge von dort aus folgen.
  • Der passende Tag: Willst du ins Historische Museum oder ins Alpineum, wähle einen Tag, an dem beide geöffnet haben.
  • Tageszeit: Ein Start gegen 10 Uhr passt gut: Nach Brücke und Jesuitenkirche stehst du kurz vor halb elf am Historischen Museum, das dann schon geöffnet hat, und erreichst den Weinmarkt ungefähr zur Mittagszeit.
  • Jahreszeit: Die Museggmauer ist nur in der Saison zugänglich. Außerhalb dieser Zeit siehst du sie nur von außen.
  • Kosten: Route, Karte und GPS-Navigation sind kostenlos. Eintritt zahlst du nur in den drei Museen: im Historischen Museum, im Alpineum und im Bourbaki-Panorama.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Luzern
AI Tour Guide

Dein Guide für Luzern ist bereit, wenn du es bist.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Luzern, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

13Stopps 4,0km 58 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide an der Reuss anders macht

Auf dieser Runde stehst du oft vor Bildern: unter den Giebeln zweier Brücken, in den Panoramen von Hodel und Castres. Der AI Tour Guide erzählt dir dazu die Geschichten im Gespräch, fragt, was dich anspricht, und bleibt dort, wo du hängen bleibst, etwa bei der Frage, wer auf der Totentanz-Tafel über dir eigentlich gemeint ist. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Luzern

Lohnt sich der Rundgang mit Kindern?

Ja, vor allem der Abschnitt rund um den Löwen. Im Alpineum gibt es neben den großen Bergbildern Reliefs, Modellhäuser sowie Schiffs- und Bergbahnmodelle. Im Bourbaki-Panorama stehen echte Figuren und Gegenstände vor dem Bild. In allen drei Museen zahlen Kinder weniger als Erwachsene.

Was mache ich in Luzern bei Regen?

Die beiden Holzbrücken sind gedeckt, und mit Jesuitenkirche, Hofkirche, Historischem Museum, Alpineum und Bourbaki-Panorama liegen fünf Innenräume an der Route. Bei Dauerregen lohnt es sich, die Museen bewusst einzuplanen statt nur die Plätze abzulaufen.

Kann ich im Grand Hotel National einkehren, ohne dort zu wohnen?

Das Haus hat vier Restaurants, ein Café und eine Bar. Ob und wann sie für Gäste von außen offen sind, erfährst du an der Rezeption, die rund um die Uhr besetzt ist.

Welche Ausflüge passen gut zu einem Tag in Luzern?

Nah liegen Zug mit 20 km und Engelberg mit 27 km. Wer lieber eine größere Stadt dazunimmt, findet in Zürich, 40 km entfernt, eine eigene Route.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 13 Stopps: Historisches Museum, Alpineum und Bourbaki-Panorama verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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