Stadtbefestigung Mont-Saint-Michel
Die Stadtbefestigung Mont-Saint-Michel ist der Grund, warum es diesen Ort in seiner heutigen Form überhaupt noch gibt. Schon im 10. Jahrhundert schützten einfache Palisaden das Kloster, im 13. Jahrhundert ließ König Ludwig der Heilige an ihrer Stelle die ersten ernsthaften Mauern errichten. Bis ins 16. Jahrhundert wurden sie immer wieder verstärkt.
Achte auf die drei befestigten Tore, Porte de l’Avancée, Königstor und Boulevard-Tor, und auf die Kurtine mit ihrem Wehrgang, die das Dorf zur Seeseite schützt. Ursprünglich gehörten zehn Wachtürme dazu; erhalten sind unter anderem der Königsturm, der Freiheitsturm, der Halbmond, der Nordturm und der Turm Claudine, einige davon jüngeren Datums.
Die Mauern haben viel erlebt. Guy de Thouars scheiterte 1024, 1091 belagerten hier zwei Brüder den späteren englischen König Heinrich I. vergeblich. Im Hundertjährigen Krieg lief 1419 ausgerechnet Abt Robert Jolivet, der die Befestigung zuvor hatte ausbauen lassen, zu den Engländern über. Der Felsen hielt trotzdem, geschützt von Mauern und von den ständig wechselnden Gezeiten.
Den dramatischsten Moment erlebte die Festung 1434. Die Engländer schossen mit Kanonenkugeln von bis zu 150 Kilogramm eine Bresche in die Mauer und rechneten mit dem Sieg. Doch die Verteidiger stürmten genau durch diese Lücke hinaus und zwangen die Belagerer zum Rückzug. Dabei erbeuteten sie zwei große Geschütze, die Michelettes, die du heute neben dem Königstor siehst. Der Mont-Saint-Michel fiel im ganzen Krieg nie an England.
Die Mauern kosten nichts. Zur Chapelle Saint-Aubert sind es 340 m, rund fünf Minuten, vorbei am Haus La Mère Poulard.
- Name vor Ort
- Fortifications du Mont-Saint-Michel
- Öffnungszeiten
- Frei zugänglich, keine Öffnungszeiten
- Preis
- Kostenlos