Winterthur auf eigene Faust: Industrie, Kunst, Altstadt

Vom alten Sulzer-Areal über Semper, Monet und Van Gogh bis hinauf zum Rosengarten: zwölf Stopps, die zeigen, wie viel Kunst in dieser Stadt steckt.

12 Stationen 11,4 km ~2 Std. 43 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Winterthur
Stopp 1 von 12
1.200 m·15 Min.
Lagerplatz
Geh nordöstlich durchs Viertel hinauf zum Stadtgarten.
Willkommen in Winterthur. Ich bin Alex, und hier auf Winterthurs altem Sulzer-Areal erzählt Backstein, wie sich eine Maschinenstadt neu erfand.
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Die Route im Überblick

Zwölf Stopps führen vom Lagerplatz zum Rosengarten auf dem Heiligberg: 11,4 km, reine Gehzeit 2 Std. 43 Min. Mit zwei oder drei Museumsbesuchen wird daraus ein voller Tag.

Frei sind Lagerplatz, Stadtgarten, Stadthaus Winterthur, Altstadt, Kellerhof und Rosengarten. Eintritt kosten Kunstmuseum Winterthur, Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Swiss Science Center Technorama, Fotomuseum Winterthur, Museum Lindengut und Gewerbemuseum Winterthur. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide optional.

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Blick auf Winterthur

Die Route

Karte zum Winterthur Stadtrundgang vom Lagerplatz zum Rosengarten

12 Stopps 11,4 km 2 Std. 43 Min. Gehzeit
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Die 12 Stationen auf dieser Route

  1. Lagerplatz in Winterthur, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Lagerplatz
  2. Stadtgarten in Winterthur, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Stadtgarten
  3. Kunstmuseum Winterthur, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Kunstmuseum Winterthur
  4. Stadthaus Winterthur, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Stadthaus Winterthur
  5. Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»
  6. Swiss Science Center Technorama in Winterthur, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Swiss Science Center Technorama
  7. Fotomuseum Winterthur, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Fotomuseum Winterthur
  8. Museum Lindengut in Winterthur, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Museum Lindengut
  9. Gewerbemuseum Winterthur, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Gewerbemuseum Winterthur
  10. Altstadt in Winterthur, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Altstadt
  11. 11Kellerhof
  12. Rosengarten in Winterthur, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Rosengarten
  13. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Winterthur Rundgang in zwölf Stationen

  1. 1

    Lagerplatz

    Lagerplatz in Winterthur, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Eine Stadttour in einem Industrieareal zu beginnen, ist eine Ansage, und in Winterthur ist es die richtige. Der Lagerplatz ist das ehemalige Sulzer-Gelände, heute ein öffentlicher Stadtteil. Der Hof gehört allen, rund um die Uhr, und auf den alten Werksflächen haben sich Betriebe, Museen und Gastronomie eingerichtet, jede mit ihren eigenen Zeiten.

    Tagsüber ist der Platz vor allem ein Durchgang. Nimm dir trotzdem ein paar Minuten und nimm vor allem den Namen Sulzer mit auf den Weg: Er begegnet dir auf dieser Route wieder, im Stadtgarten, wo die Stadt einst die Gärten der Familie Sulzer kaufte, und am Römerholz, dessen Villa für einen Sulzer-Industriellen gebaut wurde. Industrieerbe zuerst, danach Parks, Villen und Museen, am Ende der Blick von oben: so ist der Tag aufgebaut.

    An Sommerabenden, donnerstags, freitags und samstags, verwandelt sich der Hof: Dann bespielen Foodtrucks und Pop-up-Bars den Platz. Fällt deine Tour auf so einen Abend, halte dir den Lagerplatz als Finale offen. Er ist der Startpunkt der Route und abends ihr lebendigster Punkt.

    Zum Stadtgarten sind es 1210 m, etwa 17 Minuten zu Fuß, aus dem Werksgelände hinüber in den grünen Ring um die Altstadt.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Stadtgarten

    Stadtgarten in Winterthur, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Stadtgarten ist der zentralste Park Winterthurs, 22'743 Quadratmeter direkt neben der Altstadt und Teil des Grüngürtels, der das historische Zentrum umschließt. Kieswege ziehen sich durch weite Rasenflächen, locker gesetzte Bäume und Blumenrabatten; nur zur Museumstrasse hin ist die Bepflanzung absichtlich dichter, als Abgrenzung zur Straße.

    Schau auf die Bäume: Hier wachsen Mammutbäume, eine Schlitzblättrige Buche, ein Zuckerahorn und eine seltene Rosskastanie. Das zentrale Element ist das Wasserbecken, das, von der Altstadt aus gesehen, hinter dem Museum Oskar Reinhart liegt. Ein kleineres Stück des Parks trennt das Haus zum Balustergarten ab, das alle nur «Barockhäuschen» nennen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz.

    Das Barockhäuschen von 1740 ist der Schlüssel zur Geschichte des Ortes. Das Gelände lag einst außerhalb der Stadtmauern, und wohlhabende Winterthurer legten hier private Lustgärten an, ihre Naherholung vor der Stadt. Als Mauern und Tore geschleift waren, kaufte die Stadt die Gartenparzellen der Familien Sulzer und Busch, um sie Spekulanten zu entziehen, und hielt das Land als Baureserve.

    Dass daraus kein Bauland wurde, verdankt Winterthur dem Verkehrs- und Verschönerungs-Verein: 1899 schlug er der städtischen Verkehrskommission vor, die beiden ehemaligen Gärten zu einem öffentlichen Park zu machen. Vom Park zum Kunstmuseum Winterthur sind es nur 200 m, rund drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Kunstmuseum Winterthur

    Kunstmuseum Winterthur, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Kunstmuseum Winterthur wird vom örtlichen Kunstverein getragen, und der hatte von Anfang an einen klaren Blick nach vorn: erst Impressionismus, dann Postimpressionismus und besonders die Nabis, später die Nachkriegskunst bis zu Arbeiten von Richard Hamilton, Mario Merz und Gerhard Richter. Das Museum verteilt sich auf drei Häuser: Beim Stadthaus, Reinhart am Stadtgarten und die Villa Flora.

    Das Haus Beim Stadthaus entwarfen die Architekten Rittmeyer & Furrer 1915; 1995 setzten Gigon/Guyer einen modernistischen Anbau von 1000 Quadratmetern daneben. Achte auf den Kontrast der beiden Bauten. Im selben Gebäude ist auch das naturkundliche Museum der Stadt untergebracht.

    Der Kern der Sammlung ist bis heute Impressionismus und Postimpressionismus: ein Monet von 1882, Sisleys Bild unter der Hampton Court Bridge von 1874, Cézannes Kastanienbäume am Jas de Bouffan von 1885 und Van Goghs Löwenzahn von 1889. In der Skulpturengalerie stehen Werke von Delacroix und Giacometti, der Kubismus ist mit Picasso, Mondrian und Gris vertreten, und die Léger-Bestände gehören zu den wichtigsten Europas. Neuere Positionen reichen von Mark Tobey und Ellsworth Kelly bis zu Brice Marden, Andro Wekua und Pia Fries.

    Lohnt sich der Eintritt? Wenn dich Malerei um 1900 interessiert, ja, und dann ist es einer der zwei Häuser auf dieser Route, für die du dir wirklich Zeit nehmen solltest. Wer nur einen Blick will, wählt einen Standort statt alle. Zum Stadthaus sind es danach 90 m, keine zwei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Beim Stadthaus (Museumstrasse 52): Di 10:00–20:00, Mi–So 10:00–17:00, Mo geschlossen; Reinhart am Stadtgarten (Stadthausstrasse 6): Di–So 10:00–17:00, Do 10:00–20:00, Mo geschlossen
    Preis
    CHF 18 regulär (Einzeleintritt 1 Standort), CHF 15 ermässigt, CHF 9 KulturLegi; Gesamtticket alle Standorte CHF 26 / 19 / 13; bis 16 Jahre frei
    Website
    kmw.ch ↗
  4. 4

    Stadthaus Winterthur

    Stadthaus Winterthur, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Stadthaus Winterthur ist eines der bedeutendsten Werke von Gottfried Semper und gilt als herausragendes Beispiel des Historismus in der Schweiz. 1863 beschloss das damals von den Demokraten regierte Winterthur, sich ein repräsentatives Stadthaus zu bauen; 1865 begannen die Arbeiten, 1869 war der Bau vollendet. Am 30. Oktober 1870 kam im heutigen Konzertsaal die erste Bürgerversammlung zusammen.

    Betrachte den Sandsteinbau als Ganzes: unten das rustizierte Erdgeschoss, in der Mitte ein Mittelbau, der an einen korinthischen Tempel mit vier Säulen erinnert. Auf dem Südgiebel steht Nemesis, Göttin der Gerechtigkeit und Schutzherrin Winterthurs, auf dem Nordgiebel Athene, Göttin der Weisheit, beide von Greifen flankiert. Den klassizistischen Brunnen auf dem Vorplatz baute Stadtbaumeister Karl Wilhelm Bareiss 1871. Semper musste seinen Bau übrigens an die Nachbarn an der Stadthausstrasse anpassen, das Altstadt-Schulhaus und das damalige Knabengymnasium.

    Die Giebelfiguren haben eine eigene Geschichte. Sie waren nicht wetterfest und mussten 1915 aus Sicherheitsgründen herunter. Als Architekt Leberecht Völki das Haus 1932 und 1934 nach hinten um zwei Fensterachsen erweiterte, aus fünf wurden sieben, ersetzte niemand sie. Erst nach der Fassadenrenovierung kamen 2005 und 2007 neu geschaffene Figuren zurück auf die Giebel.

    Bis 2015 tagte hier der Stadtrat; heute sitzen Stadtarchiv und Stadtkanzlei im Haus. Der frühere Gemeindesaal dient seit 1934 als Konzertsaal, in dem das Musikkollegium Winterthur regelmäßig spielt; den Saal erlebst du am besten bei einem Konzert. Danach verlässt du das Zentrum: 1390 m, etwa 22 Minuten, bis zur Sammlung Oskar Reinhart.

    Öffnungszeiten
    Mo–Mi 08:00–17:00, Do 08:00–18:30, Fr 08:00–16:00 (Schalterzeiten Stadtverwaltung)
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»

    Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» ist das Lebenswerk eines Mannes mit einem sehr genauen Auge. Reinhart stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie: Sein Vater Theodor förderte Schweizer Künstler, sein älterer Bruder Georg hatte schon eine eigene Sammlung begonnen. Mit 18 trat Oskar in das Familienunternehmen Gebrüder Volkart ein, und auf langen Arbeitsaufenthalten im Ausland besuchte er nahezu alle wichtigen Museen Europas.

    Ihm ging es um die Qualität des einzelnen Bildes, nicht um berühmte Namen. Edouard Manets «Im Café» sah er 1923 in Berlin in der Sammlung von Otto Gerstenberg, kaufen konnte er es erst 1953, dreißig Jahre später. Vermutlich prägte ihn schon 1906 in Berlin die Jahrhundertausstellung deutscher Kunst mit den wichtigsten Künstlern aus der Zeit zwischen 1775 und 1875. Dazu kamen die französischen Impressionisten der Nationalgalerie und Julius Meier-Graefes Entwicklungsgeschichte der Modernen Kunst.

    So entstand eine Sammlung französischer Malerei, vor allem der Impressionisten, die später um Werke deutscher, österreichischer und Schweizer Künstler wuchs. Nach dem Tod seines Vaters 1919 und dem Abschied aus dem Geschäftsleben 1924 widmete sich Reinhart ganz dem Sammeln und kaufte im selben Jahr die Villa «Am Römerholz». Der Genfer Architekt Maurice Turrettini hatte sie zwischen 1913 und 1915 für den Industriellen Henri Sulzer-Ziegler gebaut: der Name Sulzer, schon wieder.

    Heute untersteht das Museum dem Bundesamt für Kultur in Bern. Der Eintritt lohnt sich für alle, die Impressionismus lieben und eine Sammlung erleben wollen, die ein einziger Mensch Bild für Bild zusammengestellt hat. Weiter geht es mit der längsten Etappe der Route: 3280 m, rund 45 Minuten, zum Swiss Science Center Technorama. Wer das Technorama nicht einplant, beendet den Tag besser hier.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Mi 10:00–20:00, Mo geschlossen
    Preis
    CHF 18 Erwachsene, CHF 15 ermässigt, CHF 7.50 KulturLegi; bis 16 Jahre frei; Mi 17:00-20:00 freier Eintritt für Einzelpersonen
  6. 6

    Swiss Science Center Technorama

    Swiss Science Center Technorama in Winterthur, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Nach so viel Malerei wechselt das Swiss Science Center Technorama komplett das Register: Hier wird nicht geschaut, hier wird ausprobiert. Besucher jeden Alters erkunden Naturphänomene in eigenen Experimenten, im eigenen Tempo und ohne Vorwissen.

    Angefangen hat es ganz anders. 1947 gründete sich ein Verein für ein technisches Museum in der Schweiz, die Objekte lagerten bei Industriebetrieben der Region. 1969 entstand die Stiftung Technorama der Schweiz, und 1982 eröffnete eine Ausstellung, die noch ein klassisches Technikmuseum war, mit viel Text und audiovisuellem Überbau.

    Die Wende kam im Juni 1990 mit einem neuen Leitbild des damaligen Direktors Remo Besio. Vorbilder waren führende Science Center in Großbritannien und den USA, darunter das Exploratorium in San Francisco, dazu die Ideen von Frank Oppenheimer, Richard Gregory und Hugo Kükelhaus. Bis 2000 wurde das Museum zum Science Center umgebaut, 2012 umgestaltet und der Laborbereich erweitert.

    Der Erfolg ist messbar: 2024 kamen 372'932 Besucher, ein Rekord, darunter 63'370 Schülerinnen und Schüler. Für Familien und alle, die gern selbst Hand anlegen, ist das Technorama ein eigener Tagespunkt, für den du großzügig Zeit einplanen solltest; reine Kunstfreunde können es auslassen. Zum Fotomuseum Winterthur sind es 3020 m, etwa 41 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–So 10:00–17:00
    Preis
    CHF 34
  7. 7

    Fotomuseum Winterthur

    Fotomuseum Winterthur, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Fotomuseum Winterthur gründete 1993 der Fotograf George Reinhart, ein Neffe des Sammlers Oskar Reinhart, dessen Villa du am Römerholz gesehen hast. Die Familie zieht sich also weiter durch die Stadt, diesmal mit der Kamera.

    Das Haus versteht Fotografie zugleich als Kunst und als Dokument. Es ist Galerie für zeitgenössische Fotografen, klassisches Museum für Meister des 19. und 20. Jahrhunderts und kulturgeschichtliches Museum angewandter Fotografie: Industrie, Architektur, Mode, aber auch Polizei-, Medizin- oder Staudammfotografie. Gerade diese dritte Linie macht den Besuch oft überraschend.

    Zusammen mit der Fotostiftung Schweiz bildet das Museum seit 2003 ein Zentrum für Fotografie in zwei Gebäuden auf beiden Seiten der Grüzenstrasse. Nach Umbau und Erweiterung zeigt das bestehende Haus die Wechselausstellungen, der Neubau die Sammlung, dazu Bibliothek, Shop und das Bistro „George“. Die Ausstellungsfläche umfasst 1000 Quadratmeter, die Gesamtfläche 3000.

    Für Fotografie-Interessierte ist das einer der lohnendsten Innenbesuche der Route, auch wenn du sonst wenig mit Museen anfangen kannst. Zum Museum Lindengut sind es 770 m, etwa zehn Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di, Do, Fr 11:00–17:00, Mi 11:00–20:00, Sa–So 11:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    CHF 14 Erwachsene, CHF 12 ermässigt (Kombi mit Fotostiftung CHF 19 / 16); bis 16 Jahre frei; Mi 17:00-20:00 freier Eintritt
  8. 8

    Museum Lindengut

    Museum Lindengut in Winterthur, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Museum Lindengut ist der kleinste Stopp der Route, und das ist keine Herabsetzung. In der Villa Lindengut zeigt der Historische Verein Winterthur Wohnkultur und Heimatgeschichte, für einen kleinen Eintritt. Der Park rund um das Haus ist frei zugänglich.

    Das Haus ist nur in knappen Zeitfenstern geöffnet, schau also vorher, ob es offen ist. Wenn der Tag bis hierher lang geworden ist, ist das der ehrliche Punkt zum Kürzen: Park nehmen, Haus für den nächsten Besuch vormerken. Mit Restenergie lohnt dagegen der Blick hinein, gerade weil es so klein und überschaubar ist.

    Zum Gewerbemuseum Winterthur gehst du 500 m, rund sieben Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–Do 14:00–17:00, Sa 14:00–17:00, So 10:00–12:00 und 14:00–17:00, Mo und Fr geschlossen
    Preis
    CHF 5
  9. 9

    Gewerbemuseum Winterthur

    Gewerbemuseum Winterthur, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Gewerbemuseum Winterthur beschäftigt sich mit Gestaltung, Kunst und Gesellschaft ebenso wie mit Materialien, Produktion und Handwerk. Nach eigenen Angaben ist es das letzte Museum seiner Art in der Schweiz; der Bau steht unter regionalem Denkmalschutz. Im selben Gebäude ist auch das Uhrenmuseum Winterthur untergebracht.

    Seine Gründung ist eine kleine Städtefehde. Im Februar 1874 bestimmte eine Konferenz der Ostschweizer Kantone Winterthur als Standort, wegen des gerade eröffneten Technikums. Zürich bewarb sich daraufhin beim Regierungsrat, mit Verweis auf seinen Rang als Kantonshauptstadt. Als der Regierungsrat zögerte, entschied der Winterthurer Stadtrat im August 1874 einfach selbst, und die Gemeinde bestätigte das am 4. Oktober. Zürich plante darauf ein eigenes Kunstgewerbemuseum, das heutige Museum für Gestaltung, das fortan in Konkurrenz stand.

    1875 öffnete das Museum im alten Kornhaus beim Untertor, mit einem Lesezimmer und einem Ausstellungsraum. Erster Direktor war Johann Jakob Schäppi; sein Nachfolger, ein Aargauer Chemiker namens Gohl, musste 1879 nach zwei Jahren einer Sparmaßnahme weichen. Im selben Jahr zog das Museum in einen Anbau des Technikums, wo die Studenten es rege nutzten.

    Lohnend ist der Besuch für alle, die sich für Material, Design und Handwerk interessieren. Danach bist du praktisch schon mittendrin: In die Altstadt ist es keine Minute, 100 m.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Do 10:00–20:00, Mo geschlossen
    Preis
    CHF 12
  10. 10

    Altstadt

    Altstadt in Winterthur, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Altstadt ist der historische Kern Winterthurs, steht unter Denkmalschutz und ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung verzeichnet. Ringsum zieht sich der Grüngürtel, den du am Stadtgarten schon betreten hast; das Primarschulhaus Altstadt an der Ecke Stadthaus- und Lindstrasse, 1864 gebaut, ist ein Teil dieses Rands.

    Unter deinen Füßen liegt mehr, als man sieht: Die ganze Altstadt gilt als archäologischer Fundplatz, und bei Bauarbeiten finden regelmäßig Rettungsgrabungen statt. Wenn du irgendwo eine Baustelle mit Absperrband siehst, kann genau das dahinterstecken.

    Als Zentrum der Stadt ist die Altstadt auch ihr kulturelles Herz, mit vielen Restaurants, Bars und Pubs. Hier ist der richtige Ort, um zwischen Museen und Aufstieg eine Pause einzulegen, bevor du die letzten zwei Stopps angehst.

    Zum Kellerhof sind es 190 m, etwa drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  11. 11

    Kellerhof

    Der Kellerhof ist der leiseste Stopp der Route: ein historischer Hof und Durchgang am Alten Stadthaus in der Marktgasse, einem Bau des Klassizismus, rund um die Uhr begehbar. Zu kaufen oder im musealen Sinn zu besichtigen gibt es hier nichts.

    Nimm den Durchgang bewusst, einmal langsam hindurch, das ist schon das ganze Programm. Als letztes Stück echte Altstadt vor dem Aufstieg passt der Hof genau an diese Stelle. Von hier sind es 660 m, rund elf Minuten, hinauf zum Rosengarten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  12. 12

    Rosengarten

    Rosengarten in Winterthur, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die letzte Etappe ist ein Aufstieg, danach liegt der Rosengarten vor dir: ein Park auf dem Heiligberg, ohne Tore und ohne Schließzeiten. Der Aussichtspunkt über der Stadt ist der Lohn für die ganze Strecke, und mehr braucht ein Finale nicht.

    Ob sich der Lohn auszahlt, hängt vom Tag ab. Zwischen Oktober und Februar liegt Winterthur häufig unter Hochnebel; dann gehst du hinauf und blickst auf eine graue Decke. An klaren Tagen dagegen gehört dieser Blick zu den Höhepunkten der Route, und du kannst von oben die Wege des Tages nachzeichnen.

    Hier endet die Tour, der Weg zurück in die Stadt gehört dir. Ist es ein Sommerabend gegen Ende der Woche, lass dich von der GPS-Navigation zurück zum Lagerplatz führen und schließ den Kreis dort, wo der Tag begonnen hat.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Winterthur Route geladen
LagerplatzStadtgartenKunstmuseum WinterthurStadthaus Winterthur+8
Alle 12 Stopps sind schon auf der Karte.
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AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Winterthur entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 12 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

12Stopps 11,4km 2 Std. 43 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Zwei kürzere Varianten für Winterthur

Das Swiss Science Center Technorama liegt weit draußen und kostet allein rund anderthalb Stunden Fußweg. Beide Varianten lassen es aus; wer mit Kindern unterwegs ist, plant es besser als eigenen halben Tag.

Kunst-Variante: Lagerplatz bis Römerholz

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die wegen der Malerei kommen. Rund 2,9 km und 44 Minuten Gehzeit, vom Sulzer-Areal durch den Stadtgarten zu Kunstmuseum und Stadthaus und hinaus zur Sammlung Oskar Reinhart. Eintritt kosten das Kunstmuseum Winterthur und das Römerholz; mehr als diese zwei Häuser lohnt an einem halben Tag nicht.

Altstadt-Variante: Fotomuseum bis Rosengarten

Stopps: 7, 8, 9, 10, 11, 12

Für alle, die Altstadt, Design und Aussicht verbinden wollen. Rund 2,2 km und 32 Minuten Gehzeit, vom Fotomuseum über Lindengut und Gewerbemuseum durch die Gassen bis hinauf zum Rosengarten. Eintritt kosten Fotomuseum, Museum Lindengut und Gewerbemuseum; Altstadt, Kellerhof und Rosengarten sind frei.

Wie lange dauert der Winterthur Rundgang mit Museen?

Von den 2 Std. 43 Min. reiner Gehzeit entfallen 86 Minuten allein auf den Abstecher zum Swiss Science Center Technorama: 45 Minuten vom Römerholz hin, 41 Minuten weiter zum Fotomuseum. Der Rest der Route besteht aus kurzen Etappen, im Zentrum liegen die Häuser oft nur ein, zwei Minuten auseinander.

Nur von außen und mit kurzen Halten bist du etwa vier Stunden unterwegs. Jeder lohnende Innenbesuch, ob Kunstmuseum, Römerholz oder Technorama, braucht seine eigene Zeit, und alle sechs Häuser mit Eintritt an einem Tag zu sehen, ist nicht zu schaffen. Nimm dir zwei, höchstens drei vor, oder verteile die Route auf zwei Tage.

Die Kunst-Variante kommt mit 44 Minuten Gehzeit aus, die Altstadt-Variante mit 32 Minuten. Mit je zwei Museumsbesuchen füllt jede einen halben Tag gut aus.

Bevor du am Lagerplatz losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Lagerplatz, einsteigen kannst du aber an jedem Stopp. Die Route endet am Rosengarten; auf Wunsch führt dich die GPS-Navigation von dort zurück zum Start.
  • Tageszeit: Starte am Vormittag, wenn du Museen einplanst. Für den Rosengarten lohnt ein klarer Tag, und an Sommerabenden ist der Lagerplatz ein gutes Ziel für den Rückweg.
  • Eintritt: Kunstmuseum Winterthur, Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Swiss Science Center Technorama, Fotomuseum Winterthur, Museum Lindengut und Gewerbemuseum Winterthur kosten Eintritt. Im Kunstmuseum, im Römerholz und im Fotomuseum ist der Eintritt bis 16 Jahre frei.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Winterthur
AI Tour Guide

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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Winterthur, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

12Stopps 11,4km 2 Std. 43 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Winterthur anders macht

Auf dieser Route hängt vieles zusammen: der Name Sulzer, die Familie Reinhart, die Rivalität mit Zürich. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch von Ort zu Ort, erzählt diese Fäden weiter, stellt dir Fragen und merkt sich, ob dich eher Malerei, Technik oder Stadtgeschichte packt. Willst du wissen, was in den Sulzer-Werken gebaut wurde oder wie Semper zu diesem Auftrag kam, unterbrich ihn einfach. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Winterthur

Gibt es ein Ticket für mehrere Museen?

Ja, zweimal: Das Kunstmuseum Winterthur hat ein Gesamtticket für alle seine Standorte, und das Fotomuseum gibt es im Kombiticket mit der Fotostiftung Schweiz gegenüber.

Wann ist in der Altstadt am meisten los?

Ende Juli beim Albanifest, das als größtes Altstadtfest Europas gilt, und einen Monat später während der Musikfestwochen in der Steinberggasse. Dazu kommen die Fasnacht im Februar, das Afro-Pfingsten Festival Ende Mai und der dreiwöchige Weihnachtsmarkt im Dezember.

Lohnt sich Winterthur, wenn ich in Zürich wohne?

Ja, Zürich liegt nur rund 20 km entfernt, und Winterthur bietet mit Römerholz, Kunstmuseum und Fotomuseum eine Museumsdichte, die einen eigenen Tag rechtfertigt.

Was mache ich an einem zweiten Tag in der Gegend?

Entweder die zweite Hälfte dieser Route, oder ein Ausflug: Stein am Rhein liegt rund 20 km entfernt, Schaffhausen rund 23 km.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 6 der 12 Stopps: Kunstmuseum Winterthur, Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Swiss Science Center Technorama, Fotomuseum Winterthur, Museum Lindengut und Gewerbemuseum Winterthur verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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