Fondation Maeght
Die Fondation Maeght steht auf der Colline des Gardettes, einem Hügel über Saint-Paul-de-Vence, und ist kein gewöhnliches Museum. Der katalanische Architekt Josep Lluís Sert hat das Haus entworfen, 1964 wurde es eröffnet. Drinnen und um das Gebäude herum begegnen dir Gemälde, Skulpturen, Collagen und Keramik der großen Namen des 20. Jahrhunderts: Miró, Giacometti, Calder, Chagall, Braque, Bonnard, Kandinsky, Léger, Arp, Ellsworth Kelly und viele mehr. Rund 13.000 Objekte gehören heute zur Sammlung.
Die Geschichte beginnt in Paris. Im Dezember 1945 eröffneten Marguerite und Aimé Maeght dort ihre Galerie, die schnell zum Treffpunkt für Maler, Dichter und Schriftsteller wurde. Matisse, Bonnard und Braque unterstützten das Paar früh, später kamen Miró, Léger, Chagall, Calder, Giacometti und Kandinsky dazu. 1947 organisierten die beiden sogar die erste Surrealisten-Ausstellung rund um André Breton und Marcel Duchamp. Die Fondation ist gewissermaßen die Heimat, die sie diesem Freundeskreis gebaut haben.
Achte auf die kleine Kapelle, die dem heiligen Bernhard geweiht ist. Sie erinnert an Bernard, den Sohn der Maeghts, der mit elf Jahren an Leukämie starb. Zum 60. Geburtstag hat das Pariser Büro Silvio d’Ascia das Haus erweitert, ohne Serts ursprüngliche Architektur anzutasten.
Lohnt sich der Eintritt? Wenn dich moderne Kunst auch nur ein bisschen interessiert, unbedingt: Im Schnitt kommen rund 200.000 Menschen im Jahr hierher, und du solltest dir gut zwei Stunden nehmen. Wer nur das Dorf sehen will, lässt das Museum aus und steigt an der Collégiale ein.
Danach folgt die längste Etappe der Route: 1270 m, etwa 17 Minuten, hinüber ins alte Dorf. Unterwegs kommst du an der Auberge de la Colombe d'Or vorbei, bevor dich die Gassen zur Kirche am höchsten Punkt führen.












