Port de Saint-Tropez
Hier beginnt alles: Der Port de Saint-Tropez ist zugleich Fischerhafen und Jachthafen, und genau diese Doppelrolle siehst du am Kai. Vor den ockerfarbenen Fassaden der alten provenzalischen Häuser liegen die Jachten, dahinter reihen sich Café-Terrassen, Galerien, Eisdielen und Boutiquen; das Café Sénéquier gehört zu den bekanntesten Adressen am Wasser. Heute verteilt sich der Hafen auf zwei Becken mit zusammen 9 Hektar und Liegeplätzen für fast 800 Boote, am Môle d'Estienne-d'Orves machen Jachten mit mehr als 50 Metern Länge fest.
Die Geschichte reicht weit hinter die Jachten zurück. Griechen aus Phokaia sollen hier um 600 v. Chr. einen Handelsplatz gegründet haben, ungefähr zur selben Zeit wie das antike Marseille. Im Mittelalter war der Hafen Fischer-, Handels- und Korsarenhafen, und bis ins 18. Jahrhundert gingen von hier Fisch, Wein, Holz und Kork aus der Umgebung hinaus. Auf den Werften entstanden Tartanen und Pointus, die traditionellen Boote dieser Küste, und die Stadt hatte eine eigene Seefahrtschule.
Den Wandel brachte 1956 ein Film: „Et Dieu… créa la femme“ von Roger Vadim mit Brigitte Bardot und Jean-Louis Trintignant wurde hier gedreht und machte den Ort weltweit bekannt. Seitdem ist der Hafen im Sommer ein Treffpunkt der Jachten, und Regatten wie die Voiles de Saint-Tropez, die Giraglia Rolex Cup oder die Trophée du Bailli de Suffren holen die großen Segelboote hierher.
Lass dir am Kai ruhig Zeit, der Hafen kostet nichts und ist jederzeit zugänglich. Dann geht es 390 Meter, rund 5 Minuten, hinein in die Altstadt zur Place aux Herbes.














