Sevilla auf eigene Faust: Von den Setas zum Alcázar

Vom Holzschirm der Setas über Azulejo-Paläste und die Plaza de España bis zur Giralda und in den Alcázar: zehn Stopps, alle zu Fuß.

10 Stationen 5,4 km ~1 Std. 14 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Sevilla
Stopp 1 von 10
890 m·11 Min.
Metropol Parasol
Geh nach Südosten durch die Gassen Richtung Casa de Pilatos.
Hola und willkommen in Sevilla. Ich bin Alex, und hier konnte einst eine einzige Kette den ganzen Fluss sperren.
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Die Route im Überblick: zehn Stopps durch Sevilla

Zehn Stopps auf 5,4 km, Start am Metropol Parasol, Ziel: Königlicher Alcázar. Reine Gehzeit 1 Std. 14 Min.; mit allen Innenbesuchen rund neun Stunden, besser auf zwei Tage verteilt, ohne sie etwa dreieinhalb Stunden.

Frei sind Plaza de España, Parque de María Luisa, Torre del Oro, Plaza del Cabildo und Archivo General de Indias. Eintritt kosten Casa de Pilatos, Stierkampfarena Real Maestranza, Kathedrale von Sevilla & Giralda, die Setas und der Alcázar. Route, Karte und GPS-Navigation sind kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 10 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Sevilla Stadtrundgang auf der Karte: zehn Stopps, 5,4 km

10 Stopps 5,4 km 1 Std. 14 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 10 Stationen auf dieser Route

  1. Metropol Parasol in Sevilla, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Metropol Parasol
  2. Casa de Pilatos in Sevilla, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Casa de Pilatos
  3. Plaza de España in Sevilla, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Plaza de España
  4. Parque de María Luisa in Sevilla, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Parque de María Luisa
  5. Torre del Oro in Sevilla, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Torre del Oro
  6. Stierkampfarena Real Maestranza in Sevilla, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Stierkampfarena Real Maestranza
  7. Plaza del Cabildo in Sevilla, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Plaza del Cabildo
  8. Kathedrale von Sevilla & Giralda, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Kathedrale von Sevilla & Giralda
  9. Archivo General de Indias in Sevilla, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Archivo General de Indias
  10. Königlicher Alcázar in Sevilla, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Königlicher Alcázar
  11. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Sevilla Rundgang Station für Station: Paläste, Plätze, Kathedrale

  1. 1

    Metropol Parasol

    Metropol Parasol in Sevilla, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du startest unter einem riesigen Dach aus Holz: Der Metropol Parasol überspannt die Plaza de la Encarnación auf 150 Metern Länge und 70 Metern Breite, rund 26 Meter hoch, getragen von nur sechs Pfeilern. Schau dir die Rippen genau an. Jede hat ihre eigene Krümmung, deshalb wirkt das Gitter aus Schichtholz, als würde es sich in Wellen bewegen. Die Sevillaner sahen darin schnell Pilze und tauften das Ganze Las Setas; so heißt es bis heute.

    Entworfen hat es der Berliner Architekt Jürgen Mayer, dessen Projekt einen offenen Wettbewerb der Stadt zur Neugestaltung des Platzes gewann. Seine Vorlage waren übrigens keine Pilze, sondern die Gewölbe der Kathedrale, die du am Ende des Rundgangs von innen sehen kannst. 2003 kam der Entwurf unter 335 Bewerbungen in die Endrunde der fünf Finalisten für den Mies-van-der-Rohe-Preis für zeitgenössische Architektur, im Juni 2005 begannen die Bauarbeiten.

    Unter dem Schirm steckt mehr, als man von außen ahnt: ein traditioneller Markt mit Lokalen im Erdgeschoss, eine Fläche für Veranstaltungen und das archäologische Museum Antiquarium. Ganz oben liegen eine Terrasse und ein Aussichtsweg mit Panoramablick über die Altstadt.

    Der Weg nach oben kostet Eintritt, das Ticket gilt aber für zwei Besuche innerhalb von 48 Stunden. Daraus wird ein guter Plan: Schau dir das Bauwerk jetzt von unten an, das ist frei, und komm abends zurück, zum Sonnenuntergang und danach zur Lichtshow „Aurora“. Wer Sevilla einmal von oben sehen will, ist hier richtig; wer nur die Architektur erleben will, hat sie unten gratis.

    Von hier sind es 890 Meter, etwa 12 Minuten, zur Casa de Pilatos: vom jüngsten Bauwerk der Route zu einem Adelspalast, der vor über 500 Jahren begonnen wurde.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:30–01:00 (letzter Einlass 00:15)
    Preis
    16 EUR regulär (ab-Preis)
  2. 2

    Casa de Pilatos

    Casa de Pilatos in Sevilla, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hinter den Mauern der Casa de Pilatos öffnet sich ein andalusischer Palast, der bis heute ständiger Wohnsitz der Herzöge von Medinaceli ist. Er verbindet italienische Renaissance mit Mudéjar-Elementen und gilt als Urbild des andalusischen Palasts. Was dich drinnen vor allem erwartet, sind Fliesen: rund 150 verschiedene Azulejo-Muster, gefertigt in den 1530er Jahren von den Brüdern Diego und Juan Pulido, eine der größten Sammlungen dieser Zeit. Dazu kommen gepflegte Gärten.

    Begonnen haben den Bau 1483 Pedro Enríquez de Quiñones, Adelantado Mayor von Andalusien, und seine Frau Catalina de Rivera. Vollendet hat ihn ihr Sohn Fadrique Enríquez de Rivera, der erste Marqués de Tarifa, und mit ihm beginnt die Geschichte des Namens. 1519 pilgerte er nach Jerusalem, am 20. Oktober 1520 kehrte er von seiner Reise durch Europa und das Heilige Land zurück.

    In der Fastenzeit 1521 führte er in Sevilla den Kreuzweg ein. Er begann in der Kapelle der Geißelung seines Palasts und endete an einer Säule nahe der Cruz del Campo vor den Stadtmauern, genau 1321 Schritte weit: so weit sollen das Prätorium des Pontius Pilatus und Golgatha auseinandergelegen haben. Der Volksmund machte daraus später die Legende, der Palast sei eine Kopie von Pilatus' Haus, und die Räume tragen Namen aus der Passion, etwa Saal des Prätoriums. Schriftlich belegt ist der Name Casa de Pilatos erst seit 1754, 1931 wurde das Haus Nationaldenkmal.

    Hinein lohnt sich für alle, die Fliesen, Patios und Gärten mögen. Erdgeschoss und Obergeschoss haben getrennte Tickets; mit wenig Zeit beginnst du mit dem Erdgeschoss und entscheidest danach.

    Jetzt kommt die längste Etappe: 1840 Meter, etwa 26 Minuten, zur Plaza de España.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–18:00
    Preis
    12 EUR ground floor, 6 EUR upper floor (separate tickets)
  3. 3

    Plaza de España

    Plaza de España in Sevilla, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Plaza de España ist ein gewaltiger Halbkreis aus Backstein und Keramik, gebaut 1928 für die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929. Architekt Aníbal González mischte Art déco mit Neorenaissance, Neobarock und Neomudéjar, ein Paradebeispiel des spanischen Regionalismus. Hier zeigte Spanien damals seine Industrie und Technik, und hier saßen auch die Büros der Ausstellung.

    Vor dem Bau verläuft ein Wassergraben, über den vier Brücken führen; sie stehen für die alten Königreiche Spaniens. In der Mitte des Platzes plätschert der Brunnen von Vicente Traver. Geh dann die Fassade entlang: Jede der gefliesten Nischen steht für eine spanische Provinz. Spanier lassen sich gern vor der Nische ihrer Heimatprovinz fotografieren, und das kannst du an jedem Tag beobachten.

    Achte auf die kleinen überdachten Bücherregale links und rechts jeder Nische. Sie dienen heute als Tauschbibliothek: Oft stehen Bücher über die jeweilige Provinz darin, dazu Romane, die Besucher dagelassen haben. Nimm eins, lass eins da.

    Die Kulisse kennst du vielleicht aus dem Kino, die Gebäude dienten etwa als Drehort für Lawrence von Arabien (1962). Heute sitzen darin Behörden des Staates, sorgfältig umgebaut. Der Platz ist frei zugänglich und kostet nichts, plane trotzdem eine halbe Stunde ein, um die Provinznischen in Ruhe abzugehen.

    In den Park sind es nur 320 Meter, etwa 4 Minuten; die Plaza liegt an dessen Rand.

    Öffnungszeiten
    Frei zugänglich, keine festen Öffnungszeiten
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Parque de María Luisa

    Parque de María Luisa in Sevilla, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Parque de María Luisa ist Sevillas wichtigste Grünfläche. Der größte Teil gehörte einst zu den Gärten des Palacio de San Telmo; 1893 schenkte die Infantin Luisa Fernanda, Herzogin von Montpensier, das Gelände der Stadt als öffentlichen Park. Ab 1911 gab ihm der französische Gartenarchitekt Jean-Claude Nicolas Forestier seine heutige Form.

    Forestier plante im „maurischen Paradiesstil“: eine halbe Meile geflieste Brunnen, Pavillons, Mauern, Teiche, Bänke und Exedren, dazwischen Palmen, Orangenbäume, Pinien und streng gezeichnete Blumenbeete mit Lauben unter Kletterpflanzen. Der Park ist zugleich botanischer Garten; viele heimische und exotische Arten tragen Infotafeln.

    Halte die Augen offen nach Tieren: Ein Teil der Plaza de América heißt wegen der vielen Tauben Parque de las Palomas, im Zentrum leben Sittiche, und in Brunnen und Teichen schwimmen Enten und Schwäne. Zu den bekanntesten Wasserspielen gehören der Löwenbrunnen und der Seerosenteich, der Estanque de los Lotos. Im nördlichen Teil, an der Avenida de Gustavo Adolfo Bécquer, steht das Denkmal für den Dichter Bécquer, 1911 geschaffen von Lorenzo Coullaut-Valera.

    Der Park ist frei zugänglich. Für eine kurze Runde reicht eine halbe Stunde, wer Pflanzen und Brunnen mag, bleibt länger.

    Weiter geht es 1160 Meter, etwa 16 Minuten, zur Torre del Oro am Guadalquivir.

    Öffnungszeiten
    Frei zugänglich, keine festen Öffnungszeiten
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Torre del Oro

    Torre del Oro in Sevilla, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Torre del Oro ist ein zwölfeckiger Wachturm, den die Almohaden errichteten, um die Einfahrt nach Sevilla über den Guadalquivir zu kontrollieren. Ihr Name, Goldturm, kommt vom goldenen Schimmer, den sie aufs Wasser warf: Gebaut ist sie aus einer Mischung aus Mörtel, Kalk und gepresstem Stroh. Im Mittelalter diente sie auch als Gefängnis.

    Schau an ihr hoch, und du siehst drei Epochen übereinander. Die untere, zwölfeckige Ebene entstand 1220 und 1221 im Auftrag des almohadischen Gouverneurs Abu l-Ulà. Die zweite, nur acht Meter hoch und ebenfalls zwölfeckig, ließ Peter I. von Kastilien im 14. Jahrhundert aufsetzen. Die runde Spitze kam 1760 dazu, gebaut vom Brüsseler Militäringenieur Sebastian Van der Borcht, nachdem das Erdbeben von Lissabon 1755 die alte obere Ebene beschädigt hatte.

    Der Turm war Teil der Verteidigung: Ein Mauerstück verband ihn mit der achteckigen Torre de la Plata und der Stadtmauer, die den Alcázar schützte, und eine große Kette konnte den Fluss sperren. 1248 durchbrach die kastilische Flotte unter Ramón de Bonifaz diese Sperre und schnitt Sevilla von Triana ab.

    Fast wäre der Turm verschwunden. Nach dem Erdbeben wollte der Marqués de Monte Real ihn abreißen lassen, um die Zufahrt zur Brücke nach Triana für Kutschen zu verbreitern. Die Sevillaner protestierten und wandten sich an den König, der eingriff. Der Eintritt ist frei, ein kurzer Blick hinein passt also in jeden Plan.

    Zur Stierkampfarena sind es nur 260 Meter, etwa 4 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 09:30–19:00 (letzter Einlass 18:30); Sa–So 10:30–19:00, mittags 14:00–15:00 geschlossen (letzter Einlass 18:30)
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Stierkampfarena Real Maestranza

    Stierkampfarena Real Maestranza in Sevilla, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Stierkampfarena Real Maestranza fasst 12.000 Menschen und gehört der Real Maestranza de Caballería de Sevilla, einer Adelsgilde, die einst zur Ausbildung der Reiterei gegründet wurde. Während der Feria von Sevilla findet hier eines der bekanntesten Stierkampffestivals statt. Unter Toreros gilt die Arena als besonders schwieriges Pflaster, wegen ihrer Geschichte und wegen eines Publikums, das als eines der strengsten im ganzen Stierkampf gilt.

    Gebaut wurde ab 1749 auf dem Baratillo-Hügel, als runder Ersatz für eine rechteckige Arena an derselben Stelle. Achte auf den Palco del Príncipe, die Prinzenloge, fertig 1765. Sie besteht aus zwei Teilen: dem Tor, durch das erfolgreiche Toreros die Arena verlassen, und der Loge darüber, die allein der spanischen Königsfamilie vorbehalten ist. Oben schließen vier Bögen mit einer Halborangenkuppel ab, gedeckt mit weißen und blauen Fliesen; die Figurengruppe stammt vom portugiesischen Bildhauer Cayetano de Acosta. Gegenüber, über dem Tor der Stierzwinger, liegt die alte Loge der Viehzüchter.

    Eine Pointe der Baugeschichte: Als Karl III. 1786 Stierkämpfe verbot, wurden die Arbeiten gestoppt, obwohl erst ein Drittel der Arena stand.

    Die Besichtigung kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die Architektur und Stadtgeschichte interessiert, auch ohne Begeisterung für den Stierkampf. An Corrida-Tagen ist die Besichtigung nur eingeschränkt möglich.

    Weiter sind es 400 Meter, etwa 5 Minuten, zur Plaza del Cabildo.

    Name vor Ort
    Plaza de toros de la Real Maestranza
    Öffnungszeiten
    Täglich 09:30–21:30 (Jul/Aug bis 21:00); an Corrida-Tagen nur 09:30–15:00
    Preis
    12 EUR; Senioren ab 65, Studierende 17–25 und 12–16 Jahre 7 EUR; Kinder 7–11 Jahre 4 EUR; Familie 29 EUR
  7. 7

    Plaza del Cabildo

    Plaza del Cabildo in Sevilla, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Plaza del Cabildo liegt im Arenal-Viertel und versteckt sich so gut, dass du sie leicht verpasst: Hinein kommst du nur durch drei Durchgänge, von der Avenida de la Constitución, der Calle Almirantazgo und der Calle Arfe. Drinnen erwartet dich ein halbrunder Platz mit Arkaden auf Marmorsäulen, bemalt mit Fresken des Sevillaner Malers José Palomar, darüber bis zu drei Stockwerke.

    Der Platz ist jung. Er entstand auf dem Grundstück des Colegio de San Miguel, das dem Domkapitel der Kathedrale gehörte und Mitte des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde; den Entwurf lieferte der Architekt Joaquín Barquín y Barón. Ganz alt ist dagegen das rund 50 Meter lange Stück Stadtmauer, das hier erhalten ist. Dazu kommen ein Brunnen und einige Läden.

    Was den Platz ausmacht, ist die Ruhe, so nah an der Kathedrale. Ausnahme ist der Sonntagvormittag: Dann füllt ihn ein Sammlermarkt mit Briefmarken, Münzen, Banknoten, Medaillen, Mineralien und militärischen Abzeichen. Wenn du an einem Sonntag unterwegs bist, plane hier ein paar Minuten mehr ein.

    Zur Kathedrale sind es nur 210 Meter, etwa 3 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Frei zugänglich, keine festen Öffnungszeiten
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Kathedrale von Sevilla & Giralda

    Kathedrale von Sevilla & Giralda, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor dir steht die Kathedrale von Sevilla & Giralda, eine gotische Kathedrale mit Anbauten der Renaissance. 1988 bescheinigte ihr das Guinness-Buch die größte Grundfläche aller Kathedralen der Welt, und seit 1987 ist sie zusammen mit dem Alcázar und dem Archivo General de Indias Welterbe der UNESCO. Über zwei Millionen Menschen kamen 2023.

    Sie steht an der Stelle der früheren Hauptmoschee der Stadt, die nach der Eroberung über 150 Jahre als christliche Kathedrale diente, bis sie baufällig war. Zwei Teile der Moschee blieben: das Minarett, die Giralda, und der Hof, der Patio de los Naranjos. Den obersten Teil der Giralda setzte im 16. Jahrhundert Hernán Ruiz auf.

    Der Tradition nach begann der Bau 1401, schriftlich belegt sind die Arbeiten aber erst ab 1433. Einer der ersten Baumeister war Maestre Carlín aus der Normandie, der zuvor an anderen großen gotischen Kathedralen gearbeitet hatte und wohl vor dem Hundertjährigen Krieg nach Spanien floh. Am 10. Oktober 1506 setzte man den letzten Stein ganz oben in die Vierungskuppel, symbolisch war die Kathedrale damit fertig. Das Erdbeben von Lissabon 1755 richtete trotz seiner Stärke nur kleinere Schäden an.

    Hinein lohnt sich unbedingt; rechne etwa anderthalb Stunden für den Rundgang, mit dem Grab des Kolumbus, dem Hochaltar und dem Aufstieg auf die Giralda. Kauf das offizielle Ticket online: Es schließt Giralda und die Iglesia del Salvador ein, teure Skip-the-line-Angebote von Wiederverkäufern bringen nichts extra. Sonntags am Nachmittag gibt es ein kostenloses Kontingent, nur mit Online-Reservierung und schnell vergriffen.

    Zum Archivo General de Indias sind es nur 60 Meter, etwa eine Minute.

    Name vor Ort
    Catedral de Sevilla
    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 11:00–18:00 (Giralda bis 17:00); So 14:30–19:00 (Giralda bis 17:00); Jul/Aug Sonderzeiten: Mo–Sa 09:30–18:00, So 12:30–18:00
    Preis
    13 EUR online / 14 EUR an der Kasse regulär; 7 EUR online / 8 EUR an der Kasse ermäßigt
  9. 9

    Archivo General de Indias

    Archivo General de Indias in Sevilla, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Archivo General de Indias ist ein strenger, ruhiger Renaissancebau neben der Kathedrale. Seine Geschichte beginnt mit einer Anekdote: Bis ins 16. Jahrhundert wickelten Sevillas Kaufleute ihre Geschäfte in den kühlen Winkeln der Kathedrale ab. Um sie dort herauszuholen, bestellte Philipp II. 1572 bei Juan de Herrera, dem Architekten des Escorial, ein eigenes Gebäude für die Kaufmannsgilde: die Lonja.

    Gebaut wurde sie ab 1584 von Juan de Mijares nach Herreras Plänen. Die nördlichen Säle des Erdgeschosses waren 1598 fertig, so steht es in einer Inschrift über dem Mitteltor der Nordfassade. 1601 ging das Geld aus, erst 1609 ging es weiter, unter Miguel de Zumárraga bis zu seinem Tod 1630, danach unter Pedro Sánchez Falconete. Fertig war das Haus erst 1646.

    Achte auf die Klarheit der Fassade: Fenster in leicht vertieften Feldern zwischen flachen Pilastern, darüber schlichte quadratische Tafeln, oben eine Balustrade mit Obelisken an den Ecken. Innen liegt ein großer Innenhof mit zweigeschossigen Flügeln.

    1785 ließ Karl III. hier das Archiv einrichten, das die Geschichte des spanischen Weltreichs in Amerika und Asien in Dokumenten bewahrt. Der Eintritt ist frei, ein kurzer Besuch passt also gut zwischen Kathedrale und Alcázar.

    Zum Alcázar sind es 240 Meter, etwa 3 Minuten.

    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Königlicher Alcázar

    Königlicher Alcázar in Sevilla, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Ziel wartet der Königliche Alcázar, ein Palast, der bis heute eine offizielle Residenz der spanischen Königsfamilie ist; die oberen Stockwerke nutzt sie bei Besuchen in Sevilla. Das Wort Alcázar kommt vom arabischen al-qasr, ein großer Steinbau, von dem Macht ausgeht, und geht letztlich auf das lateinische castrum zurück, Festung.

    Die Geschichte reicht weit zurück. 712 eroberten die Umayyaden Sevilla, und 913 und 914 ließ Abd al-Rahman III. nach einem Aufstand anstelle einer westgotischen Basilika eine Festung bauen, ein fast quadratisches Geviert mit rund 100 Metern Seitenlänge. Im 11. Jahrhundert erweiterte der Abbadiden-Herrscher al-Mu'tamid die Anlage um einen Palast namens al-Mubarak, „der Gesegnete“, später bauten die Almohaden weiter.

    Nach der kastilischen Eroberung 1248 entstanden nach und nach neue Paläste und Gärten. Der wichtigste ist der reich verzierte Mudéjar-Palast, den Peter I. in den 1360er Jahren bauen ließ, derselbe König, dessen Ebene du an der Torre del Oro gesehen hast. Dazu kommen gotische und Renaissance-Teile.

    Hinein lohnt sich für fast jeden; plane großzügig Zeit für Paläste und Gärten ein. Die königlichen Gemächer im Obergeschoss, das Cuarto Real Alto, kosten extra. Buch nur auf der offiziellen Seite: Wiederverkäufer verlangen deutlich mehr für dasselbe Zeitfenster, und „Skip the line“ erspart dir nur die Kassenschlange, die Sicherheitskontrolle bleibt für alle. Am Montagabend gibt es Gratis-Slots, für die du nur die Buchungsgebühr zahlst; sie dauern etwa eine Stunde, werden Anfang des Vormonats freigeschaltet und sind oft schnell weg.

    Hier endet der Rundgang. Wenn du zurück zum Metropol Parasol willst, etwa für den Abendblick von den Setas, führt dich die GPS-Navigation auf Wunsch dorthin.

    Name vor Ort
    Reales Alcázares
    Öffnungszeiten
    Okt–Mär 09:30–17:00; Apr–Sep 09:30–19:00
    Preis
    15,50 EUR, ermäßigt 8 EUR (ab 65, Studierende 14–30 Jahre); Cuarto Real Alto zusätzlich 5,50 EUR
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Sevilla Route geladen
Metropol ParasolCasa de PilatosPlaza de EspañaParque de María Luisa+6
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Sevilla entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 10 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

10Stopps 5,4km 1 Std. 14 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für Sevilla

Mit allen Innenbesuchen passt die volle Route kaum in einen Tag. Diese drei Zuschnitte behalten die Reihenfolge bei und sparen Zeit oder Eintritt.

Setas, Azulejos und Park

Stopps: 1, 2, 3, 4

Für einen entspannten ersten Tag mit Architektur und Grün. 42 Minuten reine Gehzeit, die meiste davon auf der Etappe von der Casa de Pilatos zur Plaza de España. Eintritt kosten der Aussichtsweg der Setas und die Casa de Pilatos; Plaza de España und Park sind frei. Zusammen mit dem Monumentenkern ergibt das die ganze Route an zwei Tagen.

Monumentenkern am Fluss und an der Kathedrale

Stopps: 5, 6, 7, 8, 9, 10

Für alle mit einem halben Tag, denen die großen Monumente wichtiger sind als Park und Paläste. Von der Torre del Oro bis zum Alcázar gehst du nur 16 Minuten. Eintritt kosten Stierkampfarena, Kathedrale mit Giralda und Alcázar; Torre del Oro, Plaza del Cabildo und Archivo General de Indias sind frei.

Ganze Route, nur freie Innenbesuche

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Für knappes Budget oder einen ersten Überblick: alle zehn Stopps mit 1 Std. 14 Min. reine Gehzeit, die kostenpflichtigen Orte von außen. Hinein gehst du nur, wo es frei ist: in die Torre del Oro und das Archivo General de Indias, dazu die offenen Plätze und der Park.

Wie lange dauert dieser Sevilla Rundgang mit Innenbesuchen?

Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 14 Min. auf 5,4 km. Die längste Etappe führt von der Casa de Pilatos zur Plaza de España (1840 Meter, 26 Minuten); ab der Torre del Oro liegen die Stopps dicht beieinander, zwischen Kathedrale und Archivo sind es gerade 60 Meter.

Gehst du überall hinein, wo es sich lohnt, kommst du auf rund neun Stunden: etwa anderthalb Stunden für die Kathedrale, ein großzügiger Block für den Alcázar mit seinen Gärten, je eine knappe Stunde für Casa de Pilatos, Setas und Stierkampfarena, dazu Zeit im Park. Das passt nicht in die Besuchszeiten eines einzigen Tages, deshalb lohnt die Aufteilung auf zwei Tage.

Setas, Azulejos und Park brauchen mit Innenbesuchen knapp vier Stunden, der Monumentenkern gut fünf. Die ganze Route mit nur freien Innenbesuchen schaffst du in etwa dreieinhalb Stunden.

Bevor du in Sevilla losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Metropol Parasol, einsteigen kannst du aber an jedem Stopp. Die Route endet am Alcázar; die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch zurück zum Start.
  • Tageszeit: Starte früh, wenn du mehrere Innenbesuche planst, und lege die Zeitfenster für Kathedrale und Alcázar so, dass davor Park und Fluss Platz haben. Den Blick von den Setas kannst du auf den Abend verschieben.
  • Eintritt: Fünf Stopps kosten Eintritt: Setas, Casa de Pilatos, Stierkampfarena, Kathedrale und Alcázar. Die übrigen fünf sind frei.
  • Tickets vorab: Kathedrale und Alcázar arbeiten mit Zeitfenstern, die in der Hochsaison teils mehr als eine Woche im Voraus ausverkauft sind, an Frühlingswochenenden besonders schnell. Buche drei oder vier Wochen vorher, direkt auf den offiziellen Seiten.

Essen und Pausen zwischen Setas und Kathedrale

Für Mittagessen und Pausen gilt in Sevilla eine einfache Regel: zwei oder drei Straßen weg von jedem großen Monument. Dort kochen die Lokale frisch und sevillanisch, oft mit einem günstigen Menú del día aus zwei Gängen mit Getränk.

Calle Dos de Mayo und die Gassen hinter der MaestranzaDie passende Mittagspause auf halber Strecke, bevor du zu Kathedrale und Alcázar gehst. Eine bewährte Adresse hier ist die Bodega Dos de Mayo. (im Arenal, hinter der Stierkampfarena Real Maestranza)
Calle Mateos Gago und Calle Rodrigo CaroNah genug für eine Pause zwischen Kathedrale und Alcázar, weit genug weg von den Fotomenüs am Platz. In der Bodega Santa Cruz, bekannt als Las Columnas, isst du günstige Tapas im Stehen. (in Santa Cruz, zwei Blocks von der Kathedrale)
Bodeguita RomeroKlassische Tapasbar in der Calle Harinas 10, eine lokale Institution. Bekannt für ihr Pringá-Brötchen, gute Cuts vom iberischen Schwein und cola de toro, den geschmorten Ochsenschwanz.
Bar AlfalfaEin dreieckiges Lokal an einem schattigen Platz in der Calle Candilejo 1 im Alfalfa-Viertel. Der italienische Besitzer gibt den Tostas, belegten offenen Broten, eine eigene Note; viele Sevillaner nennen die Bar als ihren Favoriten.
En La Espero Te EsquinaEine kleine Ecke in der Calle Corral del Rey 10 in Santa Cruz, in der Karwoche ein Treffpunkt. Bestell den mantecaíto: solomillo al whisky mit Pommes im Brot, günstig und sättigend.

Touristenfallen in Sevilla: Rosmarin, Fotomenüs und Armbänder

  • Fotomenüs direkt an den Monumenten: Restaurants unmittelbar an Kathedrale und Alcázar verlangen deutlich mehr als der lokale Schnitt, oft für aufgewärmte Ware. Warnsignale sind Fotomenüs in fünf oder mehr Sprachen und Anwerber an der Tür.
  • Rosmarin als Geschenk: Frauen drücken dir einen Rosmarinzweig „für das Glück“ in die Hand, lesen ungefragt aus der Hand und verlangen dann Geld. Nicht annehmen, „No, gracias“ sagen und weitergehen. (an der Kathedrale, am Alcázar-Eingang und an der Plaza de España)
  • Freundschaftsband: Jemand knüpft dir ungefragt ein Band ums Handgelenk und fordert anschließend Geld. Zieh die Hand rechtzeitig zurück; schuldig bist du nichts. (vor allem an der Plaza de España)
  • Souvenirläden vor Alcázar und Kathedrale: Die Läden direkt vor den beiden Monumenten verkaufen dieselben Dinge für ein Mehrfaches dessen, was du zwei Straßen weiter zahlst.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Sevilla
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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Sevilla, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

10Stopps 5,4km 1 Std. 14 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide zwischen Setas und Alcázar anders macht

Der Text gibt dir die Fakten, der AI Tour Guide macht daraus ein Gespräch unterwegs: Er begrüßt dich an den Setas, erzählt an jedem Ort die Geschichten, stellt Fragen und merkt sich, ob dich eher Mudéjar-Fliesen, Seefahrt am Guadalquivir oder Königsgeschichte reizen. Fragen wie, wer die Herzogin von Montpensier war oder was für Dokumente im Archiv lagern, gehören dann einfach ins Gespräch, und du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Route, Karte und GPS-Navigation bleiben kostenlos; der Guide ist optional, zum Start gibt es 100 Gratis-Credits, danach diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Sevilla

Kann ich Kathedrale und Alcázar am selben Tag besuchen?

Ja, sie liegen nur rund 300 Meter auseinander, das Archivo General de Indias dazwischen. Rechne für die Kathedrale etwa anderthalb Stunden und buche das Zeitfenster für den Alcázar mit etwas Puffer danach.

Ist Paella in Sevilla typisch?

Nein, Paella ist kein sevillanisches Gericht, und „Paella sevillana“ auf einer Karte ist eher ein Warnsignal. Typisch sind espinacas con garbanzos, carrillada oder solomillo al whisky.

Wie bekomme ich Tapas statt großer Portionen?

Stell dich an die Bar und frag „¿Tienen tapas?“. Manche Lokale servieren Tapas nur an der Barra; am Tisch bekommst du dann Raciones, also größere Portionen, und probierst weniger.

Welche Tagesausflüge passen zu Sevilla?

Córdoba liegt rund 120 km entfernt, Ronda rund 103 km. Für beide gibt es ebenfalls einen Rundgang mit kostenloser GPS-Route.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 5 der 10 Stopps: Metropol Parasol, Casa de Pilatos, Stierkampfarena Real Maestranza, Kathedrale von Sevilla & Giralda und Königlicher Alcázar verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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