Alcazaba de Málaga
Gleich am Anfang steht der älteste Kern der Stadt: Die Alcazaba ist eine Palastfestung aus islamischer Zeit, gebaut auf einer noch älteren Befestigung der Phönizier und Punier. Sie lehnt am Hang des Gibralfaro, erhöht und doch direkt an die Altstadt angeschlossen, die einst die maurische Medina von Mālaqa war. Achte beim Aufstieg durch die Tore auf den doppelten Mauerring mit seinen vielen Wehranlagen.
Der Restaurator Leopoldo Torres Balbás sah in ihr das Urbild der Militärarchitektur der Taifa-Zeit im 11. Jahrhundert. Als einzige Parallele nannte er den Krak des Chevaliers, die Kreuzfahrerburg in Syrien. Was du heute begehst, rund 15.000 Quadratmeter, ist nicht einmal die Hälfte der Anlage in ihrer Blütezeit; alte Stadtpläne zeigen, wie viel verloren ging.
Oben siehst du, wie eng hier die Epochen aneinanderrücken: zu Füßen das Römische Theater, gegenüber der klassizistische Palacio de la Aduana, römisch, andalusisch und neuzeitlich auf wenigen Metern. Ein ummauerter Gang, die Coracha, verband die Alcazaba mit der Burg auf dem Gipfel, die du am Ende der Route erreichst.
Der Innenbesuch lohnt sich für alle, die Höfe, Mauern und Ausblicke mögen; plane etwa eine Stunde ein. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Willst du später auch auf den Gibralfaro, nimm gleich das Kombiticket.
Vom Ausgang sind es nur 300 m und vier Minuten hinüber zum Palacio de la Aduana.






















