Pfarrkirche St. Wolfgang
Die Pfarrkirche St. Wolfgang ist das Gebäude, das den Ort prägt: wuchtig, auf einem Felsen direkt am Ufer des Wolfgangsees. Schon von außen siehst du, dass hier nicht in einem Zug gebaut wurde. Achte beim Eingang auf die Portale: Drei spätromanische Portale haben den Brand von 1429 überstanden, sie sind älter als die Kirche, durch die du gehst.
Die Geschichte reicht weit zurück. Als erste Kirche gilt die Johanneskirche, die der heilige Wolfgang von Regensburg 976 gebaut haben soll. Urkundlich erwähnt wird die Wallfahrtskirche 1183, damals als Filiale der Klosterpfarre Mondsee, eine steinerne Kirche erst 1291. Daneben wuchs eine romanische Kirche für die immer zahlreicheren Pilger, zuletzt 1413 von Ulrich dem Maurer umgebaut. Ihr Grundriss lebt heute noch fort: Er entspricht dem geschmiedeten Gitter um den Doppelaltar von Thomas Schwanthaler.
Nach dem Brand ließ Abt Simon Reuchlin von Mondsee neu bauen, zunächst kurz und zweischiffig, mit dem Hauptaltar genau dort, wo Wolfgang gebetet haben soll. Das ist heute der Westteil mit den ungleich breiten Schiffen. Für die Mönche, die die Wallfahrer betreuten, kam ein Betraum dazu, abgetrennt durch einen Lettner. Erst Ende des 17. Jahrhunderts ließ Abt Cölestin Colb diese Schranke abbrechen, und seitdem ist der Blick auf den Pacher-Altar frei.
Hinein lohnt sich für jeden, der Eintritt ist frei. Du stehst in einer weiten gotischen Halle, im Kern bis heute spätgotisch. Im linken Teil des Schwanthaler-Doppelaltars liegen die Wolfgangheiligtümer und die Gnadenstatue; die Wolfgangzelle wurde 1713 mit einer Rokokokapelle umbaut. Nimm dir eine halbe Stunde. Danach sind es nur 140 m und 2 Minuten zum Weißen Rössl.








