Grote Markt
Der Grote Markt ist das offene Herz von Brügge, rund ein Hektar Platz, und an seiner Südseite ragt der Belfried auf. Seit dem 10. Jahrhundert zieht dieser Platz Menschen an; um 1200 fand hier die erste internationale Jahresmesse statt. Schau dich in Ruhe um, bevor du dich dem Turm zuwendest: An der Ostseite steht das Provinzgericht, ein klassizistischer Bau von 1787, der seit 1850 als Gericht diente.
Genau dort stand einst die Wasserhalle, eine überdachte Halle über der Reie, in der Boote aus Damme entladen und Waren gelagert wurden. Vorher lud man die Güter unter freiem Himmel an der Reiekaai auf dem Platz. Seit 1396 wurde hier auch Fisch gehandelt; 1745 zog der Fischmarkt zum Braamberg, wo er bis heute ist, und der Kornmarkt kam im Tausch auf den Markt.
Der Platz hat viel gesehen: Turniere und Lanzenstechen, aber auch Hinrichtungen, die große Menschenmengen anlockten. Zwischen 1807 und 1810 hieß er Place Napoléon. 1995 und 1996 wurde er komplett erneuert, die Parkplätze verschwanden, und zur Wiedereröffnung sang Helmut Lotti. Seitdem ist der Platz weitgehend autofrei und ein Ort für Feste.
Der Eintritt kostet nichts, und du kannst hier zu jeder Stunde stehen. Vom Platz bist du in einer Minute am Eingang des Belfrieds, nur 40 m weiter.






















