Mu.Zee
Du startest vor dem Mu.Zee, und gleich vorweg: Das Haus ist derzeit geschlossen. Der Name steht für „Kunstmuseum aan Zee“, Kunstmuseum am Meer. Es ist das Haus für belgische Kunst ab 1830 und entstand 2008, als zwei Ostender Sammlungen zusammengelegt wurden: das städtische Museum der Schönen Künste und das Provinzmuseum für moderne Kunst Westflanderns.
Die städtische Sammlung beginnt 1885 mit der großen Schenkung eines privaten Sammlers, 1897 bekam sie ein eigenes Museum. Bei einem Luftangriff 1940 wurden Bibliothek, Archiv und rund 400 Kunstwerke zerstört, erst 1958 öffnete ein neuer Bau. Die Provinzsammlung, ab 1957 mit regelmäßigen Ankäufen junger Kunst aufgebaut, war lange unterwegs: 1962 zog sie nach Brügge und Ypern, erst 1986 fand sie ihren festen Platz in Ostende.
Im Zentrum stehen Künstler aus Ostende, vor allem James Ensor, Constant Permeke und Léon Spilliaert. Rund 3500 Gemälde, Zeichnungen und Radierungen gehören dazu, allein 180 Werke von Spilliaert und 350 von Paul Joostens, daneben Namen wie René Magritte, Paul Delvaux, Panamarenko, Luc Tuymans und Wim Delvoye. Zwei Außenstellen hat das Museum: das Permekemuseum in Jabbeke und das Ensorhuis hier in Ostende, zu dem dich der Rundgang in einer Viertelstunde führt.
Solange das Mu.Zee geschlossen ist, bleibt es beim Blick von außen. Von hier sind es 380 m, rund fünf Minuten, bis in den Leopoldpark.


















