Plaza San Martín
Hier hat alles angefangen. Als Lorenzo Suárez de Figueroa 1577, vier Jahre nach der Stadtgründung, das Schachbrett aus 70 Häuserblöcken anlegte, setzte er diesen Platz in die Mitte und die wichtigsten Gebäude an seine Ränder: den Cabildo und die Kathedrale. Beide siehst du von hier aus, beide besuchst du am Ende des Rundgangs.
In der Kolonialzeit war das die Plaza Mayor und zugleich der einzige echte Platz der Stadt; die unbebauten Flächen ringsum hießen schlicht „huecos“, Löcher. Hier fanden Märkte, Patronatsfeste und sogar Stierkämpfe statt. Die ersten Laternen ließ 1790 Rafael de Sobremonte aufstellen, ein Name, der dir auf diesem Rundgang noch öfter begegnet.
Das Grün, das du heute siehst, stammt von 1901: Der französisch-argentinische Landschaftsarchitekt Carlos Thays pflanzte Lapachos, Tipas, Magnolien und Platanen, die man in Córdoba „carolinos“ nennt. Achte auf das Reiterstandbild von José de San Martín von 1916; die Bronzereliefs am Sockel zeigen seine Befreiungsfeldzüge. Daneben stehen eine Votivlampe und ein kleiner achteckiger Brunnen, in dem manchmal rote Fische schwimmen.
Der Platz ist rund um die Uhr frei zugänglich. Von hier sind es 320 m, etwa vier Minuten, bis zum Wohnhaus des Mannes, der die Laternen aufstellen ließ.


























