Córdoba, Argentinien auf eigene Faust: Jesuiten und Paläste

Vom kolonialen Hauptplatz zu einem Pariser Palast in Nueva Córdoba und zurück in den Jesuitenblock: 4,7 km, die Córdobas ganze Geschichte erzählen.

13 Stationen 4,7 km ~1 Std. 5 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Córdoba, Argentinien
Stopp 1 von 13
320 m·4 min
Plaza San Martín
Geh nach Osten Richtung Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte
Hola und willkommen in Córdoba. Ich bin Alex, und unter einer belebten Straße der Stadt lag jahrzehntelang eine Jesuitenkrypta vergessen.
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Was dich auf diesem Rundgang erwartet

13 Stationen, von der Plaza San Martín bis zum Cabildo de Córdoba: 4,7 km mit reiner Gehzeit von 1 Std. 5 Min. Mit den lohnenden Innenbesuchen planst du etwa fünf Stunden. Plätze, Kirchen, Cabildo und Monserrat sind kostenlos, Eintritt kosten die Museen und die Theaterführung.

Route, Karte und GPS-Navigation von Station zu Station sind kostenlos im Browser. Wer mag, nimmt den optionalen AI Tour Guide dazu, der dich im Gespräch durch die Stadt führt.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 13 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Córdoba, Argentinien Stadtrundgang: Karte vom Hauptplatz bis zum Cabildo

13 Stopps 4,7 km 1 Std. 5 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 13 Stationen auf dieser Route

  1. Plaza San Martín in Córdoba, Argentinien, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Plaza San Martín
  2. Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte in Córdoba, Argentinien, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte
  3. Museo Superior de Bellas Artes Evita in Córdoba, Argentinien, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Museo Superior de Bellas Artes Evita
  4. Paseo del Buen Pastor in Córdoba, Argentinien, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Paseo del Buen Pastor
  5. Teatro del Libertador General San Martín in Córdoba, Argentinien, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Teatro del Libertador General San Martín
  6. Colegio Nacional de Monserrat in Córdoba, Argentinien, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Colegio Nacional de Monserrat
  7. Iglesia de la Compañía de Jesús in Córdoba, Argentinien, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Iglesia de la Compañía de Jesús
  8. Capilla Doméstica in Córdoba, Argentinien, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Capilla Doméstica
  9. Basílica de Santo Domingo in Córdoba, Argentinien, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Basílica de Santo Domingo
  10. Cripta Jesuítica in Córdoba, Argentinien, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Cripta Jesuítica
  11. Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción in Córdoba, Argentinien, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción
  12. Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda in Córdoba, Argentinien, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda
  13. Cabildo de Córdoba in Córdoba, Argentinien, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    13Cabildo de Córdoba
  14. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Córdoba, Argentinien Rundgang durch Kolonialkern und Nueva Córdoba

  1. 1

    Plaza San Martín

    Plaza San Martín in Córdoba, Argentinien, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier hat alles angefangen. Als Lorenzo Suárez de Figueroa 1577, vier Jahre nach der Stadtgründung, das Schachbrett aus 70 Häuserblöcken anlegte, setzte er diesen Platz in die Mitte und die wichtigsten Gebäude an seine Ränder: den Cabildo und die Kathedrale. Beide siehst du von hier aus, beide besuchst du am Ende des Rundgangs.

    In der Kolonialzeit war das die Plaza Mayor und zugleich der einzige echte Platz der Stadt; die unbebauten Flächen ringsum hießen schlicht „huecos“, Löcher. Hier fanden Märkte, Patronatsfeste und sogar Stierkämpfe statt. Die ersten Laternen ließ 1790 Rafael de Sobremonte aufstellen, ein Name, der dir auf diesem Rundgang noch öfter begegnet.

    Das Grün, das du heute siehst, stammt von 1901: Der französisch-argentinische Landschaftsarchitekt Carlos Thays pflanzte Lapachos, Tipas, Magnolien und Platanen, die man in Córdoba „carolinos“ nennt. Achte auf das Reiterstandbild von José de San Martín von 1916; die Bronzereliefs am Sockel zeigen seine Befreiungsfeldzüge. Daneben stehen eine Votivlampe und ein kleiner achteckiger Brunnen, in dem manchmal rote Fische schwimmen.

    Der Platz ist rund um die Uhr frei zugänglich. Von hier sind es 320 m, etwa vier Minuten, bis zum Wohnhaus des Mannes, der die Laternen aufstellen ließ.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte

    Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte in Córdoba, Argentinien, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schau dir zuerst die Ecke an. Anders als bei fast allen Häuserblöcken der Stadt wurde sie nie abgeschrägt, das Haus blieb unangetastet: zwei Geschosse, ein umlaufender Eckbalkon und darüber ein Vordach mit „muslera“-Ziegeln. Diese Ziegel wurden über dem Oberschenkel der Handwerker geformt, oft von Versklavten.

    Gebaut hat das Haus zwischen 1752 und 1760 der spanische Kaufmann José Rodríguez. Von 1783 bis 1797 mietete es Rafael de Sobremonte als Wohnsitz, damals Gouverneur von Córdoba del Tucumán und später oberste Autorität im Vizekönigreich des Río de la Plata.

    Drinnen gehst du durch eine Kapelle, den Ehrenhof und Räume mit alten Waffen, amerikanischer Malerei, religiösen Figuren und kolonialen Möbeln. Die Sammlungen von Wolf und Monseñor Pablo Cabrera zeigen, wie der Alltag in der Kolonialzeit aussah; im Patio finden manchmal öffentliche Konzerte statt.

    Der Besuch lohnt sich für alle, die ein echtes Kolonialhaus von innen sehen wollen, zumal er günstig ist. Danach folgt die längste Etappe, 1340 m und rund 20 Minuten hinüber nach Nueva Córdoba.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:30 (ticket Kasse; museum geöffnet bis 19:00), Mo geschlossen
    Preis
    ARS 1.000 (mittwochs kostenlos; kostenlos unter 16, für Studierende und Rentner)
  3. 3

    Museo Superior de Bellas Artes Evita

    Museo Superior de Bellas Artes Evita in Córdoba, Argentinien, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Nach dem Kolonialhaus wirkt der Sprung gewaltig: Der Palacio Ferreyra sieht aus, als hätte man ihn aus Paris hierher versetzt. Kein Zufall, die Pläne zeichneten der französische Architekt Ernest-Paul Sanson und sein Sohn Maurice zwischen 1912 und 1916. 1919 zog Martín Ferreyra mit seiner Frau, sieben Kindern, der Schwägerin und Dienstpersonal ein.

    Der Stil ist französische Neoklassik im Beaux-Arts-Geist, doch schau genau auf die Fassade: Pflanzen und Tiermotive geben ihr einen Hauch Jugendstil, die Dachkrone aus Metall und Glas verstärkt ihn. Alle Fassaden sind mit Kunststein im Pariser Steinton verkleidet. Der Park drumherum stammt wieder von Carlos Thays, derselbe Gestalter wie an der Plaza San Martín, und mischt geometrische Beete mit naturnahen Partien aus heimischen und fremden Bäumen.

    Innen gruppieren sich die Säle um eine riesige zentrale Halle mit umlaufendem Balkon; die Decke scheint dank eines Kranzes aus Tageslicht darüber zu schweben. Ausgestellt ist die Kunstsammlung der Provinz vom 19. Jahrhundert bis heute, mit Schwerpunkt auf Künstlern aus Córdoba, dazu Wechselausstellungen.

    Das Museum kostet Eintritt, doch für Architekturfans lohnt sich das Haus allein schon wegen der Halle. Zum Paseo del Buen Pastor sind es dann nur 470 m, sechs Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:30 (ticket Kasse; museum geöffnet bis 19:00), Mo geschlossen
    Preis
    ARS 5.000 (Cordoba-Bewohner), ARS 11.000 (nationale Einwohner), ARS 22.000 (Ausländer), ARS 8.000 (Senioren 60+ / Jugendliche 7-25); mittwochs kostenlos; kostenlos <16/Studierende/Rentner/Menschen mit Behinderung
  4. 4

    Paseo del Buen Pastor

    Paseo del Buen Pastor in Córdoba, Argentinien, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Heute treffen sich hier vor allem junge Leute aus Córdoba: Galerien, Läden, Bars, zwei Restaurants und ein Brunnen, dessen Wasser zu Musik und Licht tanzt. Seit 2007 ist das ehemalige Gelände ein Kulturzentrum mitten in Nueva Córdoba. Gegenüber steht die Iglesia de los Capuchinos, die seit einigen Jahren restauriert wird.

    Die Geschichte dahinter ist weniger heiter. Französische Ordensschwestern vom Guten Hirten gründeten 1888 eine Werkstatt für arme und verwaiste Mädchen; 1892 übertrug ihnen die Provinz die Betreuung weiblicher Häftlinge. Zwischen 1897 und 1906 entstand hier das Frauengefängnis, Kapelle und Haftanstalt plante der Architekt José Montblanch. Fast hundert Jahre lang war es Asyl und Gefängnis für Frauen und Minderjährige.

    Unter dem Interventor Raúl Lacabanne und während der letzten Militärdiktatur von 1976 an saßen hier politische Gefangene. Schon um 1970 galt das Gebäude als ungeeignet, kurz darauf wurde es geschlossen. Diesen Hintergrund zu kennen, verändert den Blick auf den hellen Innenhof.

    Der Zutritt ist frei, auch zu den Ausstellungsräumen. Ein guter Ort für eine Pause, bevor es 700 m und zehn Minuten weiter zum Teatro del Libertador geht.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–19:00 (Kulturräume / Ausstellungsgalerien); Komplex und Geschäfts-/Gastronomiebereiche früher/später zugänglich
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Teatro del Libertador General San Martín

    Teatro del Libertador General San Martín in Córdoba, Argentinien, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Córdoba hatte keinen Konzertsaal, und das störte den Justizminister Ramón J. Cárcano. 1887 schlug er dem Gouverneur einen vor, sicherte Zustimmung und Geld vom Parlament und holte den italienischstämmigen Architekten Francesco Tamburini. Am 26. April 1891 wurde das Haus als Teatro Rivera Indarte eröffnet; im Volksmund hieß es bald Teatro de la Calle Ancha, nach der breiten Straße, der heutigen Avenida Vélez Sársfield.

    Schau dir die Fassade an: Reliefs und die Quadriga oben stammen von Arturo Nembrini Gonzaga, der auch die grünspanfarbenen Akzente innen schuf. Sämtliche Materialien, Stoffe und die Bühnentechnik wurden aus Europa importiert. Der Saal für 1000 Zuschauer hat einen Boden, der sich auf Bühnenhöhe anheben lässt, damit hier Bälle gefeiert werden konnten.

    Auf dieser Bühne standen María Guerrero, die das spanische Theater in Argentinien populär machte, und Größen wie Enrico Caruso, Titta Ruffo, Tito Schipa und Arthur Rubinstein. Seinen heutigen Namen bekam das Haus 1950 auf Anordnung Peróns, zum hundertsten Todestag von San Martín. Zum Haus gehört auch ein Musik- und Theatermuseum.

    Hinein kommst du nur mit einer kostenpflichtigen Führung. Lohnend für Musikfreunde, für alle anderen reicht die Fassade. Nach 210 m und drei Minuten stehst du vor dem Monserrat.

    Öffnungszeiten
    Di–Sa Führungen um 10:00, 11:00, 12:00, 14:00, 15:00, 16:00 (Kasse Di–Sa 09:00–20:00, So 17:00–20:00 an Vorstellungstagen, Mo geschlossen)
    Preis
    ARS 5.000 (Cordoba-Bewohner), ARS 16.500 (nationale Einwohner), ARS 27.500 (Ausländer), ARS 8.000 (Senioren 60+ / Jugendliche 7-25) für die Führung; Eintritte für Vorstellungen variabel
  6. 6

    Colegio Nacional de Monserrat

    Colegio Nacional de Monserrat in Córdoba, Argentinien, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Dieses Gymnasium ist das älteste seiner Art in Argentinien. Die Jesuiten gründeten es am 1. August 1687 als königliches Internat; der Priester Ignacio Duarte Quirós aus Córdoba war Gründer und erster Leiter und gab dafür sein gesamtes Vermögen her. Karl II. von Spanien unterschrieb das Dekret, 1695 zogen die ersten Schüler ein.

    Die Schule überlebte jeden Umbruch. Nach dem Verbot der Jesuiten 1767 übernahmen die Franziskaner, 1782 zog sie an den heutigen Standort, 1807 ging sie an den Weltklerus und wurde mit der späteren Universität von Córdoba verbunden. Dekan Gregorio Funes reformierte damals den Lehrplan. 1854 wurde sie verstaatlicht, 1858 vom Internat zur Oberschule, das heutige Gebäude ist von 1864. Seit 1938 ist sie Nationaldenkmal.

    Das Monserrat ist bis heute eine Schule der Universität, darum besichtigst du es nur mit Führung. Der Eintritt ist frei, ein Beitrag ist willkommen. Wer Schulgeschichte mag, sollte eine Führung einplanen.

    Zur Jesuitenkirche sind es 200 m, drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr Führungen um 15:00 und 16:00; Do–Fr zusätzliche Führungen um 11:00 und 12:00; Sa 10:00, 11:00, 12:00; So geschlossen
    Preis
    Kostenlos (freiwilliger Beitrag; historisches Museum der UNC)
  7. 7

    Iglesia de la Compañía de Jesús

    Iglesia de la Compañía de Jesús in Córdoba, Argentinien, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du stehst vor der ältesten erhaltenen Kirche Argentiniens, geweiht 1671. Als hier die erste Messe gefeiert wurde, gab es das Monserrat noch nicht; die Schule kam erst 16 Jahre später. Die Kirche ist das Herzstück der Manzana Jesuítica, des Häuserblocks, den die Jesuiten 1599 übernahmen und bis zu ihrer Vertreibung 1767 als Zentrale ihrer Ordensprovinz nutzten.

    Drinnen lohnt der Blick auf den Altar: Er stammt aus Cuzco in Peru. Links der Kirche liegt eine Kapelle aus derselben Zeit, die heute der Universität als Saal für Abschlussfeiern dient.

    Den Welterbetitel von 2000 hat nicht ein einzelnes Gebäude bekommen, sondern das Zusammenspiel: Kirche, Residenz, Kolleg und Universität auf einem Block, dazu die Estancias im Umland. Dass Schule und Kirche bis heute in Betrieb sind, macht den Ort besonders.

    Der Eintritt ist frei; während Gottesdiensten bitte nur still schauen. Die Capilla Doméstica liegt praktisch Tür an Tür, eine Minute weiter.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 09:00–13:00, 16:30–20:30; Sa 09:00–12:00, 17:30–21:00; So 07:30–12:30, 17:30–21:30
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Capilla Doméstica

    Capilla Doméstica in Córdoba, Argentinien, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Diese Kapelle gehörte zur Residenz der Jesuiten und war nicht für die Gemeinde gedacht, sondern für die Patres selbst. Sie stammt wie die Kirche nebenan von 1671 und zählt zu den Meisterwerken der argentinischen Kolonialarchitektur.

    Rundherum erkennst du, wie der Jesuitenblock funktionierte: Er war einer der 70 Blöcke aus der Stadtgründung, ganz in der Nähe der Plaza San Martín. Auf dem Grundstück des Rektoratsgebäudes stand das 1613 gegründete Colegio Máximo, die Universität wurde 1622 formell gegründet. Mauern und Gewölbe des Erdgeschosses stammen aus dem 18. Jahrhundert, das Obergeschoss aus dem 19., die Fassade gestaltete um 1910 Johannes Kronfuß.

    Der Besuch ist kostenlos und geführt, der Zugang hängt von freien Plätzen ab. Wenn du den Jesuitenblock nur einmal besuchst, nimm dir diese Kapelle mit, sie zeigt die intimere Seite des Ordens.

    Zur Basílica de Santo Domingo sind es 320 m, rund fünf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr: 08:00–20:00 | Sa–So: Geschlossen
    Preis
    Kostenlos (geführter Besuch, Zugang nach Verfügbarkeit)
  9. 9

    Basílica de Santo Domingo

    Basílica de Santo Domingo in Córdoba, Argentinien, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Achte zuerst auf die vier Türme. Ihre Kuppeln sind mit feinen Kacheln verkleidet, ein Geschenk von Justo José de Urquiza, der Argentinien 1853 seine Verfassung gab. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war die Kirche weiß gestrichen, erst danach bekam sie ihre heutige Farbe.

    Der Bau zwischen 1857 und 1861 ist schon die dritte Kirche auf diesem Grundstück. Die beiden Vorgänger aus dem 17. Jahrhundert riss der Bach La Cañada mit, der die junge Stadt regelmäßig überschwemmte. Die Dominikaner, die das Haus betreuen, sind seit 400 Jahren in der Provinz.

    Innen öffnet sich ein lateinisches Kreuz. Im Hauptschiff steht ein Silberaltar aus dem Alto Perú des 18. Jahrhunderts, in den Kuppeln sind die Evangelisten gemalt. Am Altar siehst du Christus am Kreuz, den heiligen Dominikus und Franziskus und die Wappen der wohlhabenden Familien, die den Bau bezahlten. Darüber thront die Virgen del Rosario del Milagro, seit 1937 Patronin des Erzbistums.

    Der Eintritt ist frei, mittags ist geschlossen. Weiter geht es 440 m und sechs Minuten zur Cripta Jesuítica.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 07:30–12:00, 17:00–20:30; So 08:00–12:30, 17:00–20:30
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Cripta Jesuítica

    Cripta Jesuítica in Córdoba, Argentinien, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Diese Station liegt unter deinen Füßen. 1928 wurde die Avenida Colón verbreitert, und plötzlich brachen Gewölbe durch den Gehsteig: die Reste des alten Noviziats der Jesuiten. Heute ist die Krypta ein städtisches Museum mit Führungen und einem Ausstellungsraum.

    Das Noviziat wurde 1608 gegründet und saß zuerst im Jesuitenblock. Als es dort zu eng wurde, schenkten 1700 die Brüder Ignacio und Francisco Mujica, beide in den Orden eingetreten, ihr Grundstück. Eine der ersten Arbeiten war diese Krypta; die Kapelle darüber wird dem böhmischen Architekten Johann Krauss zugeschrieben.

    Dann kam aus Rom der Befehl, die Arbeiten zu stoppen. Das Haus blieb halb fertig und wurde zum Exerzitienhaus, Francisco Mujica lebte hier bis zu seinem Tod kurz danach. 1724 wurde der Zugang zur unterirdischen Kapelle zugemauert und für zwei Jahrhunderte vergessen.

    Der Besuch ist kostenlos. Für alle, die verborgene Orte mögen, einer der eindrücklichsten Abstecher der Route. Zur Kathedrale sind es 440 m, sechs Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 09:00–17:30, Sa–So geschlossen
    Preis
    Kostenlos
  11. 11

    Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción

    Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción in Córdoba, Argentinien, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zurück am Hauptplatz stehst du vor der ältesten Kirche Argentiniens, die ohne Unterbrechung in Betrieb ist, und dem ältesten erhaltenen Kolonialbau des Landes. Begonnen wurde sie 1582; ab 1598 bauten Baumeister Gregorio Ferreira und Steinmetz Juan Rodríguez sie aus Stein, Ziegeln und Kalk.

    Schau auf die Ausrichtung: Die Hauptfassade weist nach Ostsüdost. Für Kirchen ihrer Zeit war das ungewöhnlich, denn der Hauptaltar sollte eigentlich Richtung Jerusalem zeigen. Zum Cabildo hin trennt sie die alte Gasse Santa Catalina. Hinter der Kathedrale liegt die kleine Plazoleta del Fundador mit der Bronzefigur von Jerónimo Luis de Cabrera, dem Stadtgründer.

    Die Kathedrale ist Nationaldenkmal und ein Gegenstück zur Manzana Jesuítica: Dort der Orden, hier die Bistumskirche der Stadt. Der Eintritt ist frei.

    Das Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda erreichst du in zwei Minuten, nur 140 m entfernt.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 09:00–19:00; Sa–So 09:00–12:00, 16:00–20:00 (Pfarrbüro Mo–Fr 09:00–15:00, Di–Do 15:30–17:00)
    Preis
    Kostenlos
  12. 12

    Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda

    Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda in Córdoba, Argentinien, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Dieses Grundstück bekam Tristán de Tejeda, ein Begleiter des Stadtgründers Cabrera. Sein Sohn Juan baute das erste Haus, mit Unterkünften für Versklavte, Platz für Kutschen, Tieren und einem Gemüsegarten. 1628 gründete er hier das Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen mit der Kirche Santa Teresa. In diesem Haus kam Luis José de Tejeda y Guzmán zur Welt, der erste Dichter Argentiniens.

    Du betrittst das Museum durch ein Portal mit andalusischen und portugiesischen Anklängen. In den Zellen achte auf eine alte Holztür, deren Felder ein Spiel aus Licht und Schatten bilden, und auf zwei Mörtelnischen mit Blumen und Granatäpfeln, einst blau bemalt. Die Wände sind noch aus Kalk und Bruchstein wie um 1600; vom Kreuzgang aus siehst du die Türme der Kathedrale.

    Gezeigt werden sehr alte Kultobjekte, darunter der Señor de la Paciencia aus dem früheren Catalinas-Kloster und ein tragbarer Altar mit bemalter Schnitzerei. Nach Jahren der Schließung öffnete das Museum nach einem Abkommen von 2013 wieder.

    Das Museum kostet Eintritt, mit Führung etwas mehr. Bis zum Cabildo ist es nur eine Minute, 110 m.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 10:00–14:00, So geschlossen (allgemeine Führungen Mo–Sa um 12:00)
    Preis
    ARS 4.000 regulär, ARS 2.000 argentinische Einwohner & Rentner, ARS 5.000 Ausländer; Führung ARS 6.000 Einwohner / ARS 7.000 Ausländer; kostenlos <6 / Menschen mit Behinderung
  13. 13

    Cabildo de Córdoba

    Cabildo de Córdoba in Córdoba, Argentinien, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss das Rathaus der Kolonialzeit, gegenüber der Plaza San Martín, wo du begonnen hast. Von hier aus regelte der Rat alles Städtische: Gesetze, Preise, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und das Gefängnis.

    Der erste Cabildo von 1588 war ein bescheidener Lehmbau mit Strohdach, 1610 folgte ein Holzbau von Alonso de Encinas. Fertig wurde der heutige Bau erst, als 1783 der Marqués de Sobremonte Gouverneur wurde, derselbe Mann, der in dem Kolonialhaus vom Anfang wohnte. Er beauftragte Juan Manuel López, 1786 standen der Arkadengang mit fünfzehn Säulen, eine Kapelle, ein Patio und die Gasse Santa Catalina zur Kathedrale.

    1824 endete die Rolle als Stadtrat. Danach diente das Haus als Sitz der Provinzregierung, ab 1857 der Stadtverwaltung und bis 1989 der Provinzpolizei. Heute ist es Museum und Kulturzentrum, seit 1941 Nationaldenkmal.

    Der Eintritt ist frei, Führungen gibt es ebenfalls. Im Haus sitzt auch die Touristeninformation, ein guter Ort, um den Rundgang abzuschließen.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 09:00–20:00, So & Feiertage 09:00–18:00 (Führungen Mo–Sa um 12:00 und 16:00; Touristeninfo täglich 08:00–20:00)
    Preis
    Kostenlos
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Plaza San MartínMuseo Histórico Provincial Marqués de SobremonteMuseo Superior de Bellas Artes EvitaPaseo del Buen Pastor+9
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Córdoba, Argentinien entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 13 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

13Stopps 4,7km 1 Std. 5 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Wege durch Córdoba

Nicht jeder hat fünf Stunden. Diese drei Ausschnitte folgen der empfohlenen Reihenfolge und funktionieren für sich allein.

Kolonialkern kompakt

Stopps: 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13

Für alle mit einem halben Tag oder weniger: vom Teatro del Libertador durch die Manzana Jesuítica bis zum Cabildo, rund 1,9 km und 27 Minuten reine Gehzeit. Eintritt kosten nur die Theaterführung und das Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda, alles andere ist frei.

Paläste und Kunst

Stopps: 1, 2, 3, 4

Für Museumsmenschen: von der Plaza San Martín ins Kolonialhaus des Marqués de Sobremonte und weiter zum Palacio Ferreyra und zum Paseo del Buen Pastor, gut 2,1 km und 30 Minuten zu Fuß. Eintritt zahlst du im Museo Histórico Provincial und im Museo Superior de Bellas Artes Evita.

Auf der Spur der Jesuiten

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10

Für Geschichtsinteressierte mit wenig Zeit: Monserrat, Jesuitenkirche, Hauskapelle, Santo Domingo und die unterirdische Krypta, knapp 1 km und 15 Minuten Gehzeit, komplett ohne Eintritt.

Wie lange dauert der Rundgang durch Córdoba, Argentinien?

Die reine Gehzeit liegt bei 1 Std. 5 Min., die längste Etappe sind die 1340 m vom Sobremonte-Haus hinüber zum Palacio Ferreyra. Der Rest besteht aus kurzen Wegen, im Kolonialkern oft nur ein bis drei Minuten von Tür zu Tür.

Realistisch sind etwa fünf Stunden, wenn du das Museo Histórico Provincial, den Palacio Ferreyra, eine Theaterführung und den Cabildo von innen siehst. Der kompakte Kolonialkern braucht mit Kirchen und Krypta gut zwei Stunden, der Abschnitt mit Palästen und Kunst mit zwei Museen etwa zweieinhalb Stunden, die Jesuitenspur ohne Eintritte gut eine Stunde.

Bevor du in Córdoba losgehst

  • Start und Ziel: Empfohlen ist der Start an der Plaza San Martín, Ziel ist der Cabildo de Córdoba direkt gegenüber. Du kannst aber an jeder Station einsteigen.
  • Bester Tag: Nicht alle Stationen sind jeden Tag zugänglich. Prüf vorab, ob die Museen und Kapellen, die du sehen willst, an deinem Tag geöffnet sind.
  • Tageszeit: Wenn dir das Tejeda-Museum wichtig ist, besuch es am Vormittag, es liegt nur eine Minute vom Cabildo entfernt. Die Iglesia de la Compañía de Jesús planst du besser für den Vormittag oder den späten Nachmittag ein.
  • Kosten: Ohne Museen und Theaterführung kostet der Rundgang nichts.
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13Stopps 4,7km 1 Std. 5 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Córdoba anders macht

Auf dieser Route kreuzen sich immer wieder dieselben Namen: Sobremonte, die Jesuiten, Carlos Thays. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch durch Córdoba, verknüpft diese Fäden von Station zu Station und merkt sich, ob dich eher die Kolonialzeit, die Architektur oder die Musikgeschichte des Teatro packt. Er erzählt, fragt nach und vertieft dort, wo du hängen bleibst, etwa wie das Leben im Jesuitenkolleg aussah oder wer die Familien hinter den Wappen in Santo Domingo waren. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Zum Ausprobieren gibt es 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
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Häufige Fragen zu Córdoba

Gibt es außerhalb der Stadt noch mehr Jesuitenbauten?

Ja. Zur Finanzierung ihrer Arbeit erwarben die Jesuiten mehrere Landgüter, die Estancias, in der Umgebung. Sie gehören seit 2000 zusammen mit dem Jesuitenblock zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Kann ich in die Capilla Doméstica einfach hineingehen?

Nein, der Besuch ist geführt und kostenlos, der Zugang hängt von freien Plätzen ab.

Lohnt die Theaterführung, wenn ich keine Vorstellung besuche?

Für alle, die Musik oder Bühnentechnik mögen, ja. Wer abends eine Vorstellung sieht, erlebt den Saal ohnehin von innen und kann sich die Führung sparen.

Welche Städte passen nach Córdoba?

Am nächsten liegt Rosario mit 374 km, nach Mendoza sind es 468 km und nach Buenos Aires 647 km. Wer in den Norden weiterreist, findet in Salta die nächste Kolonialstadt.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 13 Stopps: Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte, Museo Superior de Bellas Artes Evita und Museo de Arte Religioso Juan de Tejeda verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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▶ Tour kostenlos starten Läuft im Browser, ohne App, ohne Download