Plaza Pedro del Castillo
Hier begann Mendoza. Die Plaza Pedro del Castillo ist heute eine ruhige Grünfläche, aber sie liegt genau dort, wo die Kolonialstadt im 16. Jahrhundert ihren festen Platz fand. Pedro del Castillo erreichte im Februar 1561 das Tal von Huentata und gründete am 2. März die „Ciudad de Mendoza del Nuevo Valle de La Rioja“, zunächst am Ostufer des Kanals, der heute Cacique Guaymallén heißt. Schon am 28. März 1562 verlegte Juan Jufré die Stadt ans Westufer, an die Stelle dieses Platzes. Regiert wurde sie damals aus der Generalkapitanie Chile.
Stell dir den Platz im frühen 19. Jahrhundert vor: Eine doppelte Reihe niedriger Tamarinden rahmte die Mitte, dort stand ein alter Brunnen, aus dem die ganze Stadt ihr Wasser holte, umgeben von Laternen, die in den ersten Nachtstunden brannten. Rundherum ragten große Kirchen auf, darunter die Iglesia Matriz, Santo Domingo, San Agustín, das Kloster Santa Mónica und San Francisco. Zwischen 1814 und 1817 bereitete General José de San Martín in Mendoza den Zug über die Anden vor.
Am 20. März 1861 zerstörte ein schweres Erdbeben den größten Teil der kolonialen Bebauung. Mendoza wurde danach nicht hier, sondern rund einen Kilometer südwestlich auf dem Gelände der früheren Hacienda de San Nicolás neu angelegt. Seit der Neugestaltung von 1993 erzählt das Gründungsareal seine Geschichte wieder, zusammen mit einem Museum, den Ruinen und einer unterirdischen Kammer. Der Platz ist rund um die Uhr offen und kostenlos; eine Viertelstunde reicht, um dich hier zu orientieren.
Zu den Ruinas del Templo de San Francisco sind es nur 140 m, kaum zwei Minuten. Unterwegs kommst du am Museo del Área Fundacional vorbei.
















