Güira Oga
Güira Oga ist Guaraní und heißt „Haus der Vögel“. Der Name trifft es: Das ist kein Zoo, sondern eine Auffang-, Pflege- und Zuchtstation für Wildtiere, rund 5 km von Puerto Iguazú entfernt, nicht weit von den Iguazú-Wasserfällen. Hierher kommen verletzte Tiere und solche, die aus illegalem Handel befreit wurden. Wer gesund wird, kehrt in die Natur zurück; wer draußen keine Chance hätte, bleibt, und erst seine Jungen werden ausgewildert.
Das Gelände umfasst etwa 20 Hektar Paranaense-Regenwald in der Pufferzone des Nationalparks Iguazú. Achte darauf, wie du dich bewegst: Wege und Stege sind so angelegt, dass der Kontakt zwischen Mensch und Tier klein bleibt und du trotzdem gut beobachten kannst. Gebaut wurde nur dort, wo ohnehin keine Bäume standen, und der Strom läuft unterirdisch, damit keine Leitungen den Vögeln gefährlich werden.
Seit dem 27. November 1997 ist das Gebiet per Provinzgesetz Nr. 3468 als Schutzlandschaft Andrés Giai ausgewiesen, benannt nach dem Mann, der als erster Naturforscher der Provinz Misiones gilt. Seine sterblichen Überreste ruhen heute hier im Refugium. Neben der Pflege laufen Forschung und Aufklärungsarbeit, damit weniger Tiere überhaupt hier landen.
Güira Oga kostet Eintritt und bietet Führungen an; frag beim Einlass, wann die nächste startet. Für alle, die Tiere lieben, ist das die Station, die am meisten Zeit verdient, deshalb steht sie am Ende. Hier endet der Rundgang; plane den Rückweg in die Stadt, bevor du dich zu lange verlierst.
- Öffnungszeiten
- Täglich 09:30–18:00 (letzter Einlass 16:30, erste Führung 10:00)
- Preis
- Regulär ARS 35.000, Kinder (6-12) ARS 25.000, argentinische Einwohner erwachsen ARS 28.000, argentinische Einwohner Kinder ARS 20.000, Rentner ARS 20.000, Einwohner von Misiones erwachsen ARS 16.000, Einwohner von Misiones Kinder ARS 10.000, Einwohner von Iguazú ARS 10.000