Shukkei-en
Der Name verrät das Programm: Shukkei heißt „komprimierte Landschaft“. Auf etwa 40.000 m² sind hier typische Landschaften Japans im Kleinen nachgebaut, alle angeordnet um den Teich Takuei. Auf seinen Inseln wachsen kleine Kiefern, in der Mitte spannt sich die Brücke Kokō-kyō über das Wasser, darin leben Karpfen und Schildkröten. Die Schildkröten siehst du am besten vom Ufer am Seifū-kan, einem Bau im Sukiya-Teehausstil gleich hinter dem Eingang im Südwesten.
Der Shukkei-en ist ein Wandelgarten, gedacht für einen Rundgang. Geh im Uhrzeigersinn um den Teich: Im Westen kommst du in eine Waldregion mit dem Chōzen-kyo, im Norden in eine Berglandschaft mit zerklüfteter Küste, wo kleine Flussläufe in Buchten münden und das Teehaus Meigetsu-tei steht. Im Osten markiert der Berg Kifuku ein Gebirge, an seinem Fuß endet die Brücke. Im Südosten folgen ein Teegarten, Reisfelder und ganz in der Ecke ein Kräutergarten.
Angelegt hat ihn ein Teemeister. 1619 machte der Daimyō Asano Nagaakira die Burg von Hiroshima zu seiner Residenz, im Jahr darauf begann sein Gefolgsmann Ueda Sōko mit dem Garten, damals Teil der Villa. Zwischen 1783 und 1788 ließ Asano Shigeakira ihn vom Kyotoer Gartenarchitekten Shimizu Shichirouemon umgestalten. Seit 1940 gehört er der Präfektur Hiroshima.
Für einen günstigen Eintritt bekommst du einen ruhigen Auftakt, der dich in die Stadt der Fürsten versetzt, bevor die Route ins 20. Jahrhundert führt. Plane 45 Minuten ein, wer Gärten liebt, gern mehr. Vom Garten aus gibt es einen Eingang ins benachbarte Kunstmuseum, nur 230 m und 3 Minuten entfernt.
















