Tōdai-ji
Der Tōdai-ji, der „Große Östliche Tempel“, ist der Auftakt mit dem größten Gewicht. In der Großen Buddhahalle, dem Daibutsuden, sitzt der Daibutsu, eine Bronzestatue des Buddha Vairocana und die größte ihrer Art auf der Welt. Der Tempel ist bis heute der japanische Hauptsitz der Kegon-Schule und gehört zum Welterbe „Historische Monumente des alten Nara“.
Die Geschichte beginnt mit einer Krise. In der Tenpyō-Zeit trafen Japan Katastrophen und Seuchen, und Kaiser Shōmu antwortete mit Glauben: 741 ordnete er Tempel in allen Provinzen an, 743 gab er den Großen Buddha in Auftrag. Gegründet wurde der Tempel 738, eröffnet erst 752. Als Vorbild dienten die bewunderten Tempel des chinesischen Tang-Reichs.
Was du heute siehst, ist das Ergebnis vieler Wiederaufbauten. Ab 1181 ließ Minamoto Yoritomo den Tempel durch den Mönch Chōgen erneuern, im Stil der chinesischen Südlichen Song. Der Buddha selbst wurde nach schweren Schäden 1692 repariert, die Halle 1709 neu errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts drohte sie unter dem Gewicht ihres riesigen Dachs einzustürzen; eine Restaurierung zwischen 1904 und 1913 rettete sie, und ihr heutiges Aussehen bekam sie mit einem Stahlgerüst zwischen 1974 und 1980.
Hinein lohnt sich für jeden, der Nara zum ersten Mal sieht: Der Tempel kostet Eintritt, und am frühen Morgen hast du die Halle am ruhigsten. Achte beim Hinausgehen auf das große Südtor, das Nandaimon: Sein Dach begegnet dir gleich wieder. Zum Isuien-Garten sind es 1190 m, etwa 16 Minuten.
















