Tokio auf eigene Faust: Asakusa, Ueno, Kaiserpalast

Vom ältesten Tempel Tokios über Shogun-Schreine und die Wiege des japanischen PCs bis zu den Resten der Burg Edo: ein Tag, der die Stadt in Schichten erzählt.

11 Stationen 15,3 km ~3 Std. 36 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Tokio
Stopp 1 von 11
170 m·2 min
Sensō-ji
Geh nach Süden zur Nakamise Shopping Street.
Konnichiwa und willkommen in Tokio. Ich bin Alex, und hier in Tokios ältestem Tempel entscheidet ein Papierzettel, ob du Glück hast.
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Was dich auf dieser Route erwartet

Elf Stopps vom Sensō-ji in Asakusa bis zum Bahnhof Tokio, dazwischen Nakamise-Straße, Azumabashi, Nationalmuseum Tokio, Ueno Tōshō-gū, Kanda Myōjin, Radio Kaikan, Nihonbashi Bridge, Kōkyo Higashi-gyoen und Nijubashi Bridge. Die Strecke misst 15,3 km, die reine Gehzeit liegt bei 3 Std. 36 Min., mit Besichtigungen ist es ein voller Tag von rund neuneinhalb Stunden.

Fast alles ist frei; Eintritt kosten nur das Nationalmuseum und die Sonderbesichtigung im Tōshō-gū. Route, Karte und GPS-Navigation laufen kostenlos im Browser, der AI Tour Guide ist optional.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 11 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Tokio Stadtrundgang Karte: elf Stopps von Asakusa bis Marunouchi

11 Stopps 15,3 km 3 Std. 36 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Sensō-ji in Tokio, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Sensō-ji
  2. Nakamise-Straße in Tokio, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Nakamise-Straße
  3. Azumabashi in Tokio, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Azumabashi
  4. Nationalmuseum Tokio, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Nationalmuseum Tokio
  5. Ueno Tōshō-gū in Tokio, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Ueno Tōshō-gū
  6. Kanda Myōjin in Tokio, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Kanda Myōjin
  7. Radio Kaikan in Tokio, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Radio Kaikan
  8. Nihonbashi Bridge in Tokio, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Nihonbashi Bridge
  9. Kōkyo Higashi-gyoen in Tokio, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Kōkyo Higashi-gyoen
  10. Nijubashi Bridge in Tokio, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Nijubashi Bridge
  11. Bahnhof Tokio, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Bahnhof Tokio
  12. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station: dein Tokio Rundgang vom Tempel zum Bahnhof

  1. 1

    Sensō-ji

    Sensō-ji in Tokio, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du beginnst in Asakusa, am ältesten gegründeten Tempel Tokios. Der Sensō-ji, offiziell Kinryū-zan Sensō-ji und im Volksmund Asakusa Kannon genannt, ist Kannon geweiht, der Bodhisattva des Mitgefühls. Drei Dinge prägen das Gelände: die großen Tore, die fünfstöckige Pagode und die Haupthalle. Mit mehr als 30 Millionen Besuchern im Jahr gilt er als meistbesuchte religiöse Stätte der Welt, ganz allein wirst du hier also kaum stehen. Der Eintritt ist frei.

    Die Gründungsgeschichte ist eine Legende vom Fluss: Im Jahr 628 sollen die Brüder Hinokuma Hamanari und Takenari beim Fischen im Sumida eine Kannon-Statue in ihrem Netz gefunden haben. Der Dorfvorsteher Haji no Nakatomo wurde daraufhin Mönch und machte aus seinem Wohnhaus einen Tempel.

    Die Statue selbst hat seitdem niemand öffentlich gesehen. Ein Mönch namens Katsumi erklärte sie 645 nach einer Offenbarung im Traum zum geheimen Bildnis. Sie soll aus Gold sein und nur etwa 5,5 Zentimeter messen, doch genau weiß das niemand. Gebetet wird vor einer Ersatzfigur, die der Mönch Ennin geschnitzt haben soll. Im Jahr 942 ließ Taira no Kinmasa die Anlage erneuern, damals entstanden auch Kaminari-mon und Niō-mon.

    Was du heute siehst, ist zum großen Teil Wiederaufbau: Beim Brandbombenangriff vom 10. März 1945 wurde der Tempel zerstört, die Haupthalle entstand in den 1950er-Jahren neu. Früher gehörte der Sensō-ji zur Tendai-Schule, seit 1950 ist er eigenständig. Gleich östlich nebenan steht mit dem Asakusa-Schrein ein Shinto-Heiligtum, und für Pilger ist der Tempel die 13. Station der Bandō-Pilgerroute.

    Vom Tempel sind es nur 150 Meter, zwei Minuten, zurück in die Nakamise-Straße, die zum Tempel hinführt und die du dir jetzt in Ruhe ansiehst.

    Öffnungszeiten
    Täglich 06:00–17:00 (Okt–Mär 06:30–17:00); Gelände rund um die Uhr geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Nakamise-Straße

    Nakamise-Straße in Tokio, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Nakamise-Straße läuft schnurgerade über etwa 300 Meter vom Kaminari-mon im Süden bis zum Hōzō-mon im Norden, dem Eingang zum Tempelbezirk. Auf rund 250 Metern reihen sich 87 Läden in einheitlichen, niedrigen Bauten, 52 auf der Ost- und 35 auf der Westseite. Die meisten verkaufen Snacks und Souvenirs, und viele gehören seit Generationen derselben Familie.

    Die Straße zählt zu den ältesten Geschäftsstraßen Japans. Ihr Ursprung ist ein Privileg aus dem Jahr 1735, nach anderen Angaben schon 1688: Wer den Tempelbezirk sauber hielt, durfte auf dem Gelände und am Weg zum Tempel Handel treiben. Verkauft wurden vor allem Süßigkeiten, Andenken und Spielzeug.

    Danach ging es mehrmals von vorn los. Mit der Meiji-Zeit verlor die Straße alle Vorrechte, im Mai 1885 wurden sämtliche Läden abgerissen und im Dezember desselben Jahres als Ziegelbauten im westlichen Stil neu eröffnet. Das Kantō-Erdbeben von 1923 zerstörte sie, der schnelle Wiederaufbau in Stahlbeton brachte die zinnoberrote Farbe. 1945 brannten die Gebäude aus und wurden wieder rasch hergestellt.

    Achte auf die Fensterläden: Der Maler Ikuo Hirayama hat sie 1992 mit Landschaften, Festen und historischen Szenen bemalt, zu sehen sind sie, wenn die Läden geschlossen haben. Hinter den Ladenreihen verläuft auf beiden Seiten eine schmale Gasse. Die Straße ist oft voll; wer schauen statt schieben will, weicht für ein paar Meter dorthin aus.

    Von hier sind es 390 Meter, fünf Minuten, bis zur Azumabashi am Sumida.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet (einzelne Geschäfte meist 09:00–19:00 geöffnet)
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Azumabashi

    Azumabashi in Tokio, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die rote Stahlbogenbrücke Azumabashi führt über den Sumida und verbindet das Viertel Kaminarimon im Bezirk Taitō mit Azumabashi im Bezirk Sumida. Am Ostufer steht der Firmensitz der Asahi-Gruppe. Die heutige Brücke ist 150,1 Meter lang und 20 Meter breit und wurde im Juni 1931 eröffnet, als Teil des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben von 1923. Zeitweise war sie mit nur 14,5 Metern Breite geplant.

    Die erste Brücke an dieser Stelle bauten 1774 sechs Bürger auf eigene Kosten, 142 Meter lang. Ihr ursprünglicher Name Higashibashi, Ostbrücke, erinnert daran, dass hier der Weg von Edo nach Osten hinausführte. 1876 kam eine Holzbrücke im westlichen Stil mit dem heutigen Namen, 1885 rammten Trümmer einer flussaufwärts zerstörten Brücke sie im Sturm. 1887 folgte ein schmiedeeiserner Bau, die erste Brücke am Sumida, die nicht aus Holz war.

    Beim Erdbeben 1923 hielt die Eisenkonstruktion fast stand, nur die Holzbeplankung brannte ab. Erst bei der Renovierung, die 1992 abgeschlossen war, bekam die Brücke ihr leuchtendes Rot statt des früheren Graus, seit August 2020 ist sie neu beleuchtet. Schau von hier auf den Fluss: Im Sumida sollen die beiden Fischer vor fast 1400 Jahren die Kannon gefunden haben, mit der die Geschichte des Sensō-ji beginnt.

    Jetzt folgt die längste Etappe des Vormittags: 2670 Meter, 39 Minuten, bis zum Nationalmuseum Tokio im Ueno-Park.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Nationalmuseum Tokio

    Nationalmuseum Tokio, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Nationalmuseum Tokio im Ueno-Park gilt als ältestes Nationalmuseum und größtes Kunstmuseum Japans. Gesammelt wird Kunst aus ganz Asien, mit Schwerpunkt auf altem und mittelalterlichem japanischem Kunsthandwerk und auf Kunst entlang der Seidenstraße, dazu eine große Sammlung griechisch-buddhistischer Werke.

    Die Zahlen sind eindrucksvoll: Rund 120.000 Kulturgüter liegen hier, darunter 89 Nationalschätze, etwa ein Zehntel aller Nationalschätze Japans im Bereich Kunst und Kunsthandwerk. Gezeigt werden davon nur etwa 3.000 Stücke gleichzeitig, und die Auswahl wechselt nach einigen Wochen. Wer wiederkommt, sieht also andere Dinge.

    Das Gelände besteht aus mehreren Häusern. Im Honkan hängt die japanische Galerie, im Tōyōkan die asiatische, Heiseikan und Hyōkeikan zeigen Sonderausstellungen. Eine eigene Galerie gehört den Schätzen des Hōryū-ji, die ursprünglich in dem Tempel in Nara aufbewahrt wurden, die Kuroda-Gedächtnishalle widmet sich dem Maler Kuroda Seiki. Draußen stehen weitere Stücke wie das Kuromon-Tor, dazu kommen ein Garten, Restaurants und Läden.

    Der Besuch kostet Eintritt und braucht Zeit. Wenn du dich für japanische Kunst interessierst, ist das der Ort, an dem sich zwei Stunden lohnen; mit wenig Zeit nimm dir nur den Honkan vor. Wer mit Museen wenig anfangen kann, geht direkt weiter.

    Zum Ueno Tōshō-gū, ebenfalls im Ueno-Park, sind es 820 Meter, elf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–So 09:30–17:00 (Fr–Sa bis 20:00), Mo geschlossen
    Preis
    1000 JPY voll, 500 JPY ermäßigt
    Website
    tnm.jp ↗
  5. 5

    Ueno Tōshō-gū

    Ueno Tōshō-gū in Tokio, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Ueno Tōshō-gū ist ein Shinto-Schrein, der fast unverändert aus der Edo-Zeit stammt. Tōdō Takatora gründete ihn 1627, 1651 ließ Tokugawa Iemitsu, der dritte Shogun, das Hauptgebäude im Gongen-zukuri-Stil neu errichten. Mehrere Bauten sind als Wichtiges Kulturgut eingestuft.

    Verehrt wird hier Tokugawa Ieyasu unter dem Namen Tōshō Daigongen, der Gründer des Shogunats, das Japan von der Schlacht von Sekigahara 1600 bis zur Meiji-Restauration 1868 regierte. Iemitsu war sein Enkel. Später kamen die Shogune Tokugawa Yoshimune und Tokugawa Yoshinobu hinzu. Bis 1868 gehörte der Schrein zum buddhistischen Tendai-Tempel Kan'ei-ji.

    Bemerkenswert ist, was er überstanden hat: Erdbeben, Brände und Kriege, darunter die Schlacht von Ueno 1868 und das Kantō-Erdbeben 1923, während ringsum vieles verloren ging. Nach den Wiederaufbauten in Asakusa stehst du hier also vor echtem 17. Jahrhundert.

    Achte auf das Karamon von 1651, ein Tor mit dem typisch geschwungenen Giebel. An seinen Pfeilern winden sich zwei geschnitzte Drachen, ein aufsteigender und ein absteigender. Der Legende nach gehen sie jede Nacht zum nahen Shinobazu-Teich, um zu trinken. Die Schnitzereien werden Hidari Jingorō zugeschrieben, einem Künstler, den es vielleicht nie gegeben hat.

    Die Außenanlagen sind frei, die Sonderbesichtigung kostet Eintritt. Danach geht es 2060 Meter, 30 Minuten, zum Kanda Myōjin, einem Schrein, an dem Ieyasu selbst gebetet hat.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–17:30 (Mär–Sep), 09:00–16:30 (Okt–Feb); Sonderbesichtigung 09:30–17:00 (Mär–Sep), 09:30–16:00 (Okt–Feb)
    Preis
    700 JPY (Sonderbesichtigung), Außenanlagen kostenlos
  6. 6

    Kanda Myōjin

    Kanda Myōjin in Tokio, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Kanda Myōjin, offiziell Kanda-jinja, ist ein Shinto-Schrein mit rund 1.270 Jahren Geschichte. Gegründet wurde er 730 im Fischerdorf Shibasaki, nahe dem heutigen Ōtemachi. Als die Burg Edo wuchs, musste er weichen: 1603 zog er in den damaligen Bezirk Kanda, 1616 auf den kleinen Hügel nahe Akihabara, auf dem du jetzt stehst.

    In der Edo-Zeit war er für Krieger und Bürger gleichermaßen wichtig, auch Shogun Tokugawa Ieyasu kam zum Beten hierher. Das Kantō-Erdbeben 1923 zerstörte den Bau, 1934 wurde er in Beton neu errichtet. Genau deshalb überstand er die Brandbomben des Zweiten Weltkriegs, anders als viele historische Bauten Japans.

    Du betrittst den Schrein durch das zweigeschossige Zuishin-mon, das 1995 aus Zypressenholz rekonstruiert wurde und ein Walmdach im Irimoya-Stil trägt. Das Hauptgebäude folgt wie der Tōshō-gū in Ueno dem Gongen-zukuri-Stil. Neu dazugekommen ist der EDOCCO-Kulturkomplex, fertig im Dezember 2018.

    Die Nähe zu Akihabara hat den Schrein zum Pilgerort für Technikbegeisterte gemacht. Hier gibt es Talismane, die elektronische Geräte vor Schaden schützen sollen, ein Mitbringsel, das man so nirgends sonst findet. Das Gelände ist frei.

    Von hier sind es 810 Meter, elf Minuten, hinunter nach Akihabara zum Radio Kaikan.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet (Gelände); Museum Fr–Mi 09:00–16:00 (Do geschlossen)
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Radio Kaikan

    Radio Kaikan in Tokio, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Radio Kaikan ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Akihabara. Das heutige Gebäude ist 46,5 Meter hoch, hat zehn Etagen über der Erde und zwei Untergeschosse und ist voll mit Läden für Otaku-Waren: Figuren, Sammelkarten, Anime- und Manga-Artikel. Eintritt kostet es nicht, du kannst einfach durch die Etagen stöbern.

    Das ursprüngliche Haus von 1962 hatte acht Stockwerke und war das erste Hochhaus in Akihabara. Es wurde sofort zum Treffpunkt der Elektronikhändler, die Bauteile und Ersatzteile verkauften, denn damals war Akihabara vor allem ein Viertel für Radiobastler und Techniker.

    Ende der 1970er-Jahre schrieb hier der siebte Stock Geschichte: Er gilt als Geburtsort der japanischen PC-Industrie. Im September 1976 eröffnete NEC dort das Bit-INN Tokyo, um den Mikrocomputer-Bausatz TK-80 zu vertreiben, der sich weit besser verkaufte als erwartet. Auf derselben Etage saß ein Ableger des amerikanischen Computerladens Byte Shop. Hier trafen sich Bastler und Ingenieure, darunter spätere Größen der Branche wie SoftBank-Gründer Masayoshi Son und der frühere Microsoft-Japan-Chef Makoto Naruke.

    Nach den Computern kamen die Otaku-Läden. 2010 wurden Zweifel an der Statik laut, im August 2011 schloss das alte Haus, im Juli 2014 öffnete der Neubau. Für Fans von Anime und Sammelfiguren lohnt eine halbe Stunde drinnen, für alle anderen reicht der Blick auf ein Haus, in dem Japans Computerzeitalter begann.

    Weiter geht es 1700 Meter, 25 Minuten, zur Nihonbashi Bridge.

    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–20:00
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Nihonbashi Bridge

    Nihonbashi Bridge in Tokio, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Nihonbashi Bridge ist eine steinerne Doppelbogenbrücke von 1911, 49 Meter lang und 28 Meter breit, seit 1999 Wichtiges Kulturgut. Der Körper folgt der Renaissance, der Schmuck mischt japanische, chinesische und westliche Formen: Alle Zierteile sind aus Bronze, und auf den Laternenpfeilern in der Mitte und an den vier Ecken sitzen Kirin, geflügelte Fabeltiere. Direkt über der Brücke verläuft seit 1963 die Stadtautobahn.

    Die erste Brücke an dieser Stelle entstand 1603, als Tokugawa Ieyasu die Stadt Edo neu anlegen ließ, eine hölzerne Bogenbrücke. Woher der Name kommt, erzählt man verschieden: Leute aus dem ganzen Land hätten sie gebaut, oder alle hätten sie einfach von selbst so genannt. Bis 1604 entstanden von hier aus die fünf großen Fernstraßen. Edo brannte oft, und die Brücke mit: Vom großen Meireki-Brand 1657 an brannte sie bis zum Ende der Shogunatszeit zehnmal ganz oder halb ab.

    Hier ist Japans Kilometer null. Seit 1911 markiert die Mitte der Brücke den Ausgangspunkt der Straßen; seit 1972 ist dort die Platte des Nullpunkts der Nationalstraßen in die Fahrbahn eingelassen, die alte Markierungssäule steht auf einem kleinen Platz daneben. Seit 2005 beginnt hier auch der Asian Highway 1, der bis zur Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien führt.

    Schau dir die Steine genau an: Die Spuren der Brandbomben vom 10. März 1945 sind bis heute zu sehen. Und stell dir den Eröffnungstag 1911 vor, als so viele Schaulustige kamen, dass es Verletzte gab.

    Von hier sind es 2710 Meter, 39 Minuten, zu den Gärten Kōkyo Higashi-gyoen auf dem Gelände der alten Burg.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Kōkyo Higashi-gyoen

    Kōkyo Higashi-gyoen in Tokio, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Gärten Kōkyo Higashi-gyoen liegen auf dem Grund der Burg Edo, von der heute noch Ruinen stehen. Das Ōte-mon war das Haupttor der Burg, durch das die Fürsten kamen, wenn sie unter dem System der wechselnden Residenzpflicht beim Shogun wohnen mussten. Die Bereiche tragen noch ihre alten Namen Honmaru, Ninomaru und Sannomaru, übersetzt innerer, zweiter und dritter Verteidigungsring.

    Im Honmaru findest du die Reste des Hauptturms der Burg, dazu Rasenflächen, Bäume und Blumen. Hier stand einst der prächtigste Teil der Anlage, die Hauptresidenz des Shoguns, mit dem Ōoku, dem Frauentrakt, in dem Konkubinen und Gemahlinnen lebten. Der Palast brannte 1657 und noch einmal 1863 nieder.

    Als Garten ist das Gelände jung: Die Arbeiten begannen 1961, eröffnet wurde am 1. Oktober 1968, auf mehr als 210.000 Quadratmetern. Achte auf das Teehaus Suwa-no-chaya aus dem Jahr 1912. Kaiser Meiji wohnte zwischen 1869 und 1873 im nahen Nishinomaru-Palast. Auf dem Gelände stehen außerdem die Konzerthalle Tōkagakudō und das Museum der kaiserlichen Sammlungen Sannomaru Shōzōkan.

    Der Eintritt ist frei. Die Gärten haben feste Ruhetage und schließen auch, wenn der Hof sie braucht, also prüfe den Tag vorher. Eine Stunde reicht, um die Burgreste und den Garten in Ruhe zu sehen.

    Zur Nijubashi Bridge sind es 2500 Meter, 33 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–Do & Sa–So 09:00–17:00 (Apr 15-Aug 31 bis 18:00, Okt bis 16:30, Nov–Feb bis 16:00); Mo & Fr geschlossen
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Nijubashi Bridge

    Nijubashi Bridge in Tokio, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vom Vorplatz des Kaiserpalastes siehst du zwei Brücken hintereinander über denselben Graben. Vorn die steinerne mit zwei Bögen aus Granit, gebaut 1887 und wegen ihrer Form auch Brillenbrücke genannt. Dahinter die eiserne, die eigentliche Nijubashi, offiziell Seimon Tetsubashi. Die meisten Fotos und viele Besucher halten die Steinbrücke für die Nijubashi, und der Name wird im Alltag längst für beide zusammen benutzt.

    Der Name, Doppelbrücke, stammt aus der Edo-Zeit. Der Graben war so tief, dass man keine Pfeiler in die Mitte setzen konnte; deshalb bekam die hölzerne Brücke an dieser Stelle zwei übereinanderliegende Träger. 1888 ersetzte sie eine Eisenbrücke nach Plänen des Deutschen Wilhelm Heise, gegossen in Deutschland, und seitdem ist an ihr nichts mehr doppelt. 1964 wurde sie vor dem Bau des neuen Palastes im gleichen Design erneuert.

    Das Haupttor dahinter ist meist geschlossen und wird von der Palastwache bewacht, geöffnet nur bei großen Staatsanlässen, Staatsbesuchen und zum öffentlichen Neujahrsgruß. Zu diesem Gruß kam es 1954 auf der Steinbrücke zu einem Gedränge, bei dem 16 Menschen starben. Ein kleines Kuriosum am Rand: Auf vielen Straßenschildern steht der Name als Nijyubashi.

    Für das letzte Stück sind es 1450 Meter, 20 Minuten, zum Bahnhof Tokio.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  11. 11

    Bahnhof Tokio

    Bahnhof Tokio, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du kommst auf der Marunouchi-Seite an, dem ursprünglichen Bahnhof nahe dem Palastgelände; die jüngere Erweiterung im Osten heißt Yaesu, und so ist auch alles ausgeschildert. Der Bahnhof Tokio wurde 1914 eröffnet und führte Linien zusammen, die bis dahin eigene Endbahnhöfe in der Stadt hatten. Seitdem starten hier die Fernzüge nach Westen.

    Am 25. Mai 1945 trafen Bomben den Bahnhof schwer, der Betrieb lief aber bald wieder. 1964 begann hier die Tōkaidō-Shinkansen nach Osaka, die erste eigens gebaute Schnellfahrstrecke der Welt. Seit 1991 fahren auch die Shinkansen nach Nordostjapan von hier ab, die vorher in Ueno endeten, wo du heute Vormittag warst.

    Mit mehr als 4.000 Zügen am Tag ist er nach Fahrplan der verkehrsreichste Bahnhof Japans, im Schnitt nutzen ihn über 500.000 Menschen täglich. Der Eintritt in die Halle ist frei, nimm dir ein paar Minuten, um das Gewimmel zu sehen.

    Hier endet der Rundgang, und von hier geht es überallhin weiter. Wenn deine Reise mit dem Shinkansen nach Osaka oder Kyoto weitergeht, stehst du schon am richtigen Ort.

    Öffnungszeiten
    Täglich 04:30–01:00 (Außenbereich viewable 24/7)
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Tokio Route geladen
Sensō-jiNakamise-StraßeAzumabashiNationalmuseum Tokio+7
Alle 11 Stopps sind schon auf der Karte.
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Tokio entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 15,3km 3 Std. 36 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Den Tokio Rundgang kürzen oder auf zwei Tage teilen

Die ganze Strecke ist ein langer Tag. Sie teilt sich aber sauber in einen alten Norden mit Asakusa und Ueno und einen Weg durch Akihabara bis zur Burg Edo, und beide Hälften tragen für sich.

Asakusa und Ueno: Tempel, Museum, Shogun-Schrein

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die Kunst und Edo-Geschichte an einem halben Tag wollen. Gehzeit 57 Minuten, davon allein 39 Minuten von der Azumabashi nach Ueno. Eintritt kosten das Nationalmuseum Tokio und, wenn du sie machst, die Sonderbesichtigung im Ueno Tōshō-gū. Mit Museumsbesuch rechne mit rund viereinhalb Stunden.

Von Akihabara zur Burg Edo

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10, 11

Für den zweiten Tag oder wer Technikgeschichte und Kaiserpalast verbinden will. Gehzeit 2 Std. 8 Min., alles ohne Eintritt. Die Gärten Kōkyo Higashi-gyoen öffnen nicht an jedem Wochentag, wähle den Tag danach. Mit Aufenthalten gut viereinhalb Stunden.

Nur Asakusa

Stopps: 1, 2, 3

Für einen Ankunftstag oder einen freien Vormittag. Sieben Minuten Gehzeit, kein Eintritt, und du hast Tempel, Einkaufsstraße und den Blick über den Sumida in gut einer Stunde gesehen.

Wie lange dauert der Tokio Rundgang über 15,3 km?

Reine Gehzeit 3 Std. 36 Min. für 15,3 km. Dazu kommen die Aufenthalte: etwa zwei Stunden im Nationalmuseum Tokio, eine Stunde in den Gärten Kōkyo Higashi-gyoen, je eine halbe Stunde am Sensō-ji, am Ueno Tōshō-gū und im Radio Kaikan, kürzere Pausen an den übrigen Stopps. So kommst du auf rund neuneinhalb Stunden.

Die Etappen sind ungleich: In Asakusa liegen die Stopps wenige Minuten auseinander, danach folgen lange Wege wie die 39 Minuten nach Ueno oder die 39 Minuten von der Nihonbashi Bridge zu den Gärten. Wer das Museum auslässt, spart den größten Zeitblock. Geteilt auf zwei Tage brauchst du für Asakusa und Ueno rund viereinhalb Stunden, für Akihabara bis Bahnhof Tokio gut viereinhalb.

Vor dem Start in Asakusa

  • Start: Empfohlen am Sensō-ji in Asakusa. Du kannst aber an jedem Stopp einsteigen, die Reihenfolge hier ist die empfohlene.
  • Ende: Am Bahnhof Tokio auf der Marunouchi-Seite, von wo aus du fast überallhin weiterkommst.
  • Tageszeit: Für die ganze Strecke früh am Morgen losgehen, damit Museum und Gärten nicht in Hetze enden. Die Gärten Kōkyo Higashi-gyoen haben feste Ruhetage, plane den Wochentag entsprechend.
  • Eintritt: Kosten nur das Nationalmuseum Tokio und die Sonderbesichtigung im Ueno Tōshō-gū. Tempel, Schreine, Brücken, Gärten und die Einkaufsstraßen sind frei.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Tokio
AI Tour Guide

Dein Guide ist bereit, am Sensō-ji oder wo immer du einsteigst

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Tokio, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

11Stopps 15,3km 3 Std. 36 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide zwischen Asakusa und Marunouchi anders macht

Auf dieser Route liegen lange Etappen zwischen den Vierteln, und genau dort führt der AI Tour Guide die Tour als Gespräch weiter: Er begrüßt dich, erzählt die Geschichten der Orte, fragt nach und merkt sich, ob dich eher Shogune, Tempel oder Computerpioniere packen. Frag ihn etwa, was einen Shinto-Schrein von einem buddhistischen Tempel unterscheidet oder was es mit der Pilgerroute Bandō auf sich hat; unterbrechen kannst du ihn jederzeit. Die ersten 100 Credits sind gratis, danach wählst du zwischen 19,99 € all-inclusive für diese Tour ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Tokio

Kann ich über die Nijubashi zum Kaiserpalast gehen?

Normalerweise nicht, das Haupttor ist bewacht und geschlossen. Überqueren kannst du die Brücken nur bei einer vorab angemeldeten Palastbesichtigung oder wenn das Tor zum Neujahrsgruß und zum Geburtstag des Kaisers geöffnet wird.

Sehe ich auf dem Rundgang den Kaiserpalast selbst?

Den Palast nicht, nur seine Umgebung: In den Gärten Kōkyo Higashi-gyoen läufst du über das Gelände der alten Burg Edo, vom Vorplatz an der Nijubashi siehst du Tor und Brücken, hinter denen der Palast liegt.

Lohnt sich die Sonderbesichtigung im Ueno Tōshō-gū?

Die Außenanlagen sind frei und reichen für einen ersten Eindruck. Die kostenpflichtige Sonderbesichtigung lohnt sich, wenn dich Bauten der Edo-Zeit wirklich interessieren und du Zeit hast, die Schnitzereien in Ruhe anzusehen.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei einem der 11 Stopps: Nationalmuseum Tokio verlangt eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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