London auf eigene Faust: Vom Tower zum Buckingham-Palast

Burg, Brücken, Markt und Wrens Kuppel, danach West End, Parlament und Abtei: zwölf Londoner Klassiker auf einem durchgehenden Fußweg.

12 Stationen 11,6 km ~2 Std. 42 Min. Gehzeit
Route der Tour durch London
Stopp 1 von 12
560 m·7 Min.
Tower of London
Geh Richtung Süden zur Tower Bridge
Hallo, willkommen in London! Ich bin Alex, und hier legte eine berühmte Fußgängerbrücke gleich nach ihrer Eröffnung einen ziemlich peinlichen Fehlstart hin.
Diese Tour mit Alex ausprobieren
Diese Tour mit Alex ausprobieren

Was dich auf diesem Weg durch London erwartet

Zwölf Stationen führen dich vom Tower of London über die Themse, durch die City und das West End bis zum Buckingham-Palast. Die Strecke misst 11,6 km, die reine Gehzeit liegt bei 2 Std. 42 Min.; mit Pausen und ein oder zwei Innenbesuchen wird daraus ein voller Tag.

Brücken, Plätze, Borough Market und Covent Garden kosten nichts. Eintritt zahlst du nur für das Innere der großen Häuser, etwa im Tower of London oder in der Westminsterabtei. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide begleitet dich auf Wunsch.

Kostenloses GPS & optionalen AI Tour Guide öffnen
Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 12 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum London Stadtrundgang: alle Stationen vom Tower bis Westminster

12 Stopps 11,6 km 2 Std. 42 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 12 Stationen auf dieser Route

  1. Tower of London, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Tower of London
  2. Tower Bridge in London, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Tower Bridge
  3. Borough Market in London, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Borough Market
  4. Millennium Bridge in London, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Millennium Bridge
  5. St Paul's Cathedral in London, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5St Paul's Cathedral
  6. Covent Garden in London, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Covent Garden
  7. Piccadilly Circus in London, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Piccadilly Circus
  8. Trafalgar Square in London, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Trafalgar Square
  9. London Eye, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9London Eye
  10. Westminsterpalast in London, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Westminsterpalast
  11. Westminsterabtei in London, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Westminsterabtei
  12. Buckingham-Palast in London, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Buckingham-Palast
  13. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

    Kostenlos im Browser starten
    Geschafft

Dein London Rundgang, Station für Station von der Burg bis zum Palast

  1. 1

    Tower of London

    Tower of London, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Tower of London ist keine einzelne Festung, sondern ein ganzer Komplex: mehrere Gebäude hinter zwei ringförmigen Verteidigungsmauern und einem Graben. In der Mitte steht der White Tower, der der Anlage ihren Namen gab. Wilhelm der Eroberer ließ ihn 1078 errichten; die Burg selbst wurde schon Ende 1066 im Zuge der normannischen Eroberung gegründet. Für die Londoner war der helle Turm anfangs ein verhasstes Zeichen der Unterdrückung.

    Über die Jahrhunderte war der Tower fast alles: königlicher Palast, Waffenkammer, Schatzkammer, Menagerie, Sitz der königlichen Münze, Archiv und Heimat der Kronjuwelen. Unter Richard I., Heinrich III. und Eduard I. wuchs die Anlage im 12. und 13. Jahrhundert kräftig. Wer den Tower hielt, hielt das Land, entsprechend oft wurde er belagert. Bis zu Karl II. verbrachten die Monarchen vor ihrer Krönung einige Nächte hier und zogen dann in einer Prozession zur Westminsterabtei, die du am Ende dieses Rundgangs erreichst.

    Berühmt ist der Tower aber als Gefängnis, obwohl das nie seine Hauptaufgabe war. Ab 1100 saßen hier Gefangene, die letzten 1952. Ende des 15. Jahrhunderts verschwanden die beiden „Prinzen im Tower“ spurlos, vermutlich ermordet. Im 16. und 17. Jahrhundert landeten hier in Ungnade Gefallene wie die spätere Königin Elisabeth I., Sir Walter Raleigh und Elizabeth Throckmorton. Daher stammt die englische Redewendung „sent to the Tower“.

    Hinein lohnt es sich, wenn du Burggeschichte magst und dir gut zwei Stunden nimmst; der Besuch kostet Eintritt. Reicht dir der Anblick der Mauern, gehst du außen entlang weiter: Bis zur Tower Bridge sind es 580 m, rund 8 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–Sa 09:00–17:30, So–Mo 10:00–17:30 (letzter Einlass 17:00; Winter Schluss 16:30)
    Preis
    Erwachsene: 37 £; Kinder 5-15 Jahre: 18,50 £ (ohne Spende); Mitglieder: kostenlos
  2. 2

    Tower Bridge

    Tower Bridge in London, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zwei 65 m hohe Türme, oben durch zwei Fußgängerstege verbunden, dazwischen die beiden Klappen, die sich für Schiffe heben: Die Tower Bridge ist eine Kombination aus Klapp- und Hängebrücke und misst samt Widerlagern 290 m. Gebaut wurde sie zwischen 1886 und 1894 nach Entwürfen von Horace Jones, die Ingenieursarbeit leistete John Wolfe Barry mit Unterstützung von Henry Marc Brunel. Am 30. Juni 1894 eröffneten der Prinz und die Prinzessin von Wales die Brücke.

    Der Grund für den Bau war ganz praktisch. Östlich der London Bridge lebten damals 39 Prozent der Londoner, so viele Menschen wie in Manchester und Liverpool zusammen, und sie brauchten einen Weg über den Fluss. Gleichzeitig mussten Schiffe weiter in den Pool of London einlaufen können, den Hafenabschnitt zwischen Tower und London Bridge. Die Lösung waren die beweglichen Klappen. Ursprünglich trieb Wasserdruck sie an, seit 1972 arbeitet ein elektrohydraulisches System.

    Heute ist die Brücke Teil des inneren Straßenrings und rollt täglich rund 40.000 Fahrzeuge über die Themse. Das Deck kannst du jederzeit kostenlos zu Fuß überqueren. Für die Ausstellung in Türmen und Stegen brauchst du ein Ticket.

    Eine Anekdote gehört dazu: Viele verwechseln die Tower Bridge mit der London Bridge, die etwa 800 m flussaufwärts liegt. Daraus entstand die hartnäckige Legende von dem Amerikaner, der angeblich die falsche Brücke kaufte. Du überquerst die Themse hier und gehst nach Southwark: 1390 m, rund 19 Minuten bis Borough Market.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:30–18:00 (letzter Einlass 17:00; Brückendeck rund um die Uhr zugänglich)
    Preis
    Eintritt Tower-Bridge-Ausstellung: Erwachsene 18 £; Kinder 5-15 9 £. Die öffentliche Brückenüberquerung ist kostenlos.
  3. 3

    Borough Market

    Borough Market in London, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Unter den Hallen aus den 1850er-Jahren drängen sich Stände mit Käse, Brot, Fleisch und Spezialitäten aller Art. Borough Market gehört zu den größten und ältesten Lebensmittelmärkten Londons, und an dieser Stelle wird mindestens seit dem 12. Jahrhundert gehandelt. Der Markt selbst beruft sich sogar auf das Jahr 1014: Der isländische Dichter Snorri Sturluson beschreibt Southwark in seiner Heimskringla für dieses Jahr als „große Marktstadt“.

    Schriftlich belegt ist ein Markt am Ende der London Bridge 1276. 1550 übertrug Eduard VI. der City of London per königlicher Urkunde die Aufsicht über alle Märkte in Southwark. Der Betrieb sorgte aber für solches Verkehrschaos, dass das Parlament den Markt 1755 per Gesetz abschaffte. Ein zweites Gesetz im selben Jahr erlaubte den Gemeindemitgliedern einen Neuanfang auf einem neuen Gelände, und 1756 öffnete der Markt im Rochester Yard wieder. Im 19. Jahrhundert wurde er dank der nahen Kais am Pool of London zu einem der wichtigsten Lebensmittelmärkte der Stadt.

    Mitte der 1990er-Jahre ging es bergab, und die Treuhänder setzten auf den Verkauf an Privatkunden statt auf den Großhandel. Ab 1996 zogen Betriebe wie Neal's Yard Dairy, Brindisa und Monmouth Coffee Company ein, 1998 lud man Henrietta Green zu einer Food Lovers' Fair, die viele langjährige Händler brachte. Ganz ohne Streit lief das nicht: 2011 wurden sieben Händler hinausgeworfen, weil sie aus ihren Lagern am Maltby Street Market verkauften, und kritisierten ihrerseits den Trend zum Essen zum Mitnehmen.

    Der Eintritt ist frei, und für die Mittagspause ist der Markt auf dieser Route die naheliegende Wahl. Danach sind es 900 m, rund 12 Minuten, bis zur Millennium Bridge.

    Öffnungszeiten
    Di–Fr 10:00–17:00, Sa 09:00–17:00, So 10:00–16:00, Mo geschlossen
    Preis
    Eintritt kostenlos
  4. 4

    Millennium Bridge

    Millennium Bridge in London, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Flach wie eine Klinge liegt die Millennium Bridge über der Themse, eine Hängebrücke aus Stahl nur für Fußgänger, die Bankside mit der City of London verbindet. Der Entwurf aus einem Wettbewerb von 1996 stammt von Arup, Foster + Partners und dem Bildhauer Anthony Caro und hieß „blade of light“. Weil die Höhe begrenzt war und die Aussicht frei bleiben sollte, liegen die Tragseile unterhalb des Decks. Das Ergebnis: 325 m Länge, ein Aluminiumdeck von 4 m Breite und ein auffallend niedriges Profil.

    Berühmt wurde die Brücke allerdings durch ihren Fehlstart. Am Eröffnungstag, dem 10. Juni 2000, begann sie unter den Schritten der Menschen bedrohlich zu schwanken. Noch am selben Tag wurde sie gesperrt und nach zwei Tagen mit eingeschränktem Zugang für fast zwei Jahre geschlossen. Die Londoner tauften sie „Wobbly Bridge“, manche sogar „Wibbly Wobbly“. Erst im Februar 2002 ging sie wieder auf, nachdem 700 Mitarbeiter von Arup sie in realen Tests begangen hatten.

    Achte beim Gehen auf den Blick nach vorn: Die Brücke ist so ausgerichtet, dass die Südfassade von St Paul's Cathedral genau zwischen ihren Stützen erscheint. Am Südende liegen das Globe Theatre und die Tate Modern. Die Brücke ist frei und rund um die Uhr offen. Bis zur Kathedrale sind es 1130 m, rund 15 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    St Paul's Cathedral

    St Paul's Cathedral in London, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kuppel von St Paul's Cathedral thront auf Ludgate Hill, dem höchsten Punkt der City of London, und prägt seit mehr als 300 Jahren die Silhouette der Stadt, umgeben von den Türmen der Stadtkirchen desselben Architekten. Mit 111 m Höhe war die Kathedrale nach ihrer Fertigstellung 1710 das höchste Gebäude Londons und blieb es bis 1963. Nach Fläche ist sie die zweitgrößte Kirche im Vereinigten Königreich, nur die Kathedrale von Liverpool ist größer.

    Die Weihe an den Apostel Paulus geht auf eine erste Kirche an dieser Stelle aus dem Jahr 604 zurück. Die gotische Vorgängerin, Old St Paul's, war Mittelpunkt des mittelalterlichen Londons und wurde im Großen Brand weitgehend zerstört. Sir Christopher Wren baute die neue Kathedrale im Stil des englischen Barocks als Teil des großen Wiederaufbaus nach dem Feuer.

    Unter dieser Kuppel nahm das Land Abschied von Admiral Nelson, dem Herzog von Wellington, Winston Churchill und Margaret Thatcher. Hier heirateten Prinz Charles und Lady Diana Spencer, hier wurde das Ende beider Weltkriege gefeiert. Das bekannteste Bild der Kathedrale zeigt die Kuppel inmitten von Rauch und Feuer des Blitz.

    Die Besichtigung kostet Eintritt und lohnt sich, wenn du auf dieser Route nur eine Kirche von innen sehen willst. Steig dabei auch hinauf zu den Kuppelgalerien. Danach folgt die längste Etappe: 1940 m, rund 28 Minuten bis Covent Garden.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 08:30–16:30 (letzter Einlass 16:00; Kuppelgalerien ab 09:30, letzter Einlass 16:15; So nur für Gottesdienst geöffnet)
    Preis
    Besichtigung Mo-Sa: 27 £ Erwachsene, 10,50 £ Kind; Gottesdienst kostenlos
  6. 6

    Covent Garden

    Covent Garden in London, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Covent Garden liegt am östlichen Rand des West End, zwischen St Martin's Lane und Drury Lane. Den Namen verbindet man mit dem früheren Obst- und Gemüsemarkt auf dem zentralen Platz, heute ein Treffpunkt zum Einkaufen und Bummeln, und mit dem Royal Opera House, das selbst oft nur „Covent Garden“ genannt wird.

    Die Straße Long Acre teilt das Viertel. Nördlich davon findest du unabhängige Läden rund um Neal's Yard und Seven Dials. Südlich liegt der Platz mit seinen Straßenkünstlern und den meisten historischen Gebäuden, Theatern und Unterhaltungsstätten, darunter das London Transport Museum und das Theatre Royal Drury Lane.

    Die Piazza ist jederzeit zugänglich und kostet nichts. Bleib kurz bei den Straßenkünstlern stehen, dann geht es 900 m, rund 12 Minuten, weiter zum Piccadilly Circus.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr geöffnet (Piazza; Geschäfte meist Mo–Sa 10:00–20:00, So 11:00–18:00)
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Piccadilly Circus

    Piccadilly Circus in London, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Leuchtreklamen und große Videowände an der Eckfassade, Verkehr aus sechs Richtungen und Menschen, die sich hier verabreden: Piccadilly Circus ist eine Kreuzung, die selbst zur Sehenswürdigkeit wurde. Hier treffen Piccadilly, Regent Street, Shaftesbury Avenue, Haymarket, Coventry Street und Glasshouse Street zusammen. „Circus“ kommt vom lateinischen Wort für Kreis und meint einen runden Platz an einer Straßenkreuzung.

    Angelegt wurde der Platz 1819, als John Nash die Regent Street plante, auf dem Grundstück eines Hauses mit Garten, das einer Lady Hutton gehörte. Zunächst hieß er Regent Circus South. Den heutigen Namen trägt er erst seit Mitte der 1880er-Jahre, als die Shaftesbury Avenue gebaut wurde; dabei verlor er auch seine runde Form.

    Der Name Piccadilly ist noch älter und geht auf einen Schneider zurück. Robert Baker verdiente sein Geld mit „piccadills“, gefragten Kragen, und sein Haus hieß ab 1626 Piccadilly Hall. 1692 hieß die Straße zu Ehren von Katharina von Braganza, der Frau Karls II., zeitweise Portugal Street.

    Schau dir den Shaftesbury Memorial Fountain an: Die Figur obenauf halten fast alle für Eros, tatsächlich stellt sie Anteros dar. Ringsum stehen der London Pavilion und das Criterion Theatre. Der Platz ist frei und immer zugänglich; bis zum Trafalgar Square sind es 650 m, rund 9 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Trafalgar Square

    Trafalgar Square in London, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    In der Mitte ragt die 52 m hohe Nelsonsäule auf, gesäumt von der National Gallery, der Kirche St Martin-in-the-Fields, dem Canada House und dem South Africa House. Der Trafalgar Square erinnert an die Seeschlacht von Trafalgar am 21. Oktober 1805, in der die britische Flotte unter Vizeadmiral Horatio Nelson Frankreich und Spanien besiegte. Achte auch auf das Reiterstandbild Karls I. und auf den vierten Sockel, auf dem seit 1999 wechselnde Kunstwerke stehen.

    Die Gegend um Charing Cross ist seit dem 13. Jahrhundert ein Bezugspunkt: Von hier aus werden die Entfernungen von London gemessen. Lange standen hier die königlichen Stallungen, bis Georg IV. sie zum Buckingham-Palast verlegte. Erst dann konnte John Nash das Gelände neu planen. Nach seinem Tod 1835 stockte das Projekt, eröffnet wurde der Platz 1844.

    Der Platz ist bis heute Bühne für Versammlungen und Proteste, vom Bloody Sunday 1887 bis zu Kundgebungen gegen Krieg und für den Klimaschutz. Seit 1947 schenkt Norwegen jedes Jahr den Weihnachtsbaum. Die vielen Tauben, für die der Platz früher bekannt war, wurden Anfang des 21. Jahrhunderts vertrieben.

    Der Platz kostet nichts und ist immer offen. Weiter geht es 1040 m, rund 16 Minuten, zum London Eye am anderen Ufer.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    London Eye

    London Eye, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das London Eye steht am South Bank der Themse zwischen Westminster Bridge und Hungerford Bridge, neben der County Hall. Es ist 135 m hoch, das Rad misst 120 m im Durchmesser und wird nur von einem A-förmigen Gestell auf einer Seite gehalten. Damit ist es das höchste freitragende Aussichtsrad der Welt und mit über drei Millionen Besuchern im Jahr die meistbesuchte kostenpflichtige Attraktion des Vereinigten Königreichs.

    Bei der Eröffnung im Jahr 2000, damals noch als Millennium Wheel, war es das höchste Riesenrad der Welt, bis 2006 der Star of Nanchang in China es übertraf. Londons höchster öffentlicher Aussichtspunkt blieb es bis 2013, dann eröffnete die Aussichtsplattform des Shard.

    Erdacht haben das Rad David Marks und Julia Barfield, ein Architektenpaar, das sich 1972 im Studium kennenlernte und damals in besetzten Häusern in Stockwell lebte. Beide arbeiteten danach in Büros, die für Hightech-Architektur standen, bei Norman Foster und Richard Rogers. 1989 gründeten sie ihr eigenes Büro und hielten sich in der Rezession der frühen 1990er-Jahre mit Küchenanbauten und Broschürengestaltung über Wasser.

    Eine Fahrt lohnt sich, wenn du die Stadt, die du gerade durchquert hast, von oben sehen willst. Buche online, denn dort ist das Ticket günstiger als an der Kasse. Zum Westminsterpalast sind es 1300 m, rund 18 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–20:30 Uhr (Sommerzeiten; Winter meist 11:00–18:00 Uhr)
    Preis
    Ab 29,00 £ Erwachsene online (39,00 £ an der Kasse), ab 26,00 £ Kinder (2-15) online (35,00 £ an der Kasse), unter 2 kostenlos
  10. 10

    Westminsterpalast

    Westminsterpalast in London, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Im Westminsterpalast tagen das Unterhaus und das Oberhaus, daher der Name Houses of Parliament. „Westminster“ ist längst zum Synonym für die britische Politik geworden. Im Elizabeth Tower hängt die Glocke mit dem Spitznamen Big Ben, eines der Wahrzeichen des ganzen Landes. Seit 1987 gehört der Palast zusammen mit der Westminsterabtei zum UNESCO-Welterbe.

    Ursprünglich stand hier im 11. Jahrhundert ein Königspalast, bis 1512 Hauptwohnsitz der englischen Könige. Dann zerstörte ein Feuer die königlichen Gemächer, der Hof zog in den benachbarten Whitehall-Palast, das Parlament blieb. 1834 vernichtete ein zweites, größeres Feuer den Großteil des Palasts. Nur die Westminster Hall aus dem 12. Jahrhundert überstand den Brand; achte auf sie, sie wurde in den Neubau eingefügt.

    Den Wettbewerb für den Neubau gewann Charles Barry mit einem neugotischen Entwurf. Die Arbeiten begannen 1840 und zogen sich 30 Jahre hin, mit Verzögerungen, Kostenexplosionen und dem Tod Barrys und seines Mitarbeiters Augustus Pugin. Der reich verzierte Bau machte die Neugotik weltweit populär. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der zerstörte Saal des Unterhauses neu gebaut werden, und auch heute braucht der Palast dringend eine große Sanierung.

    Eine Besichtigung lohnt sich für alle, die Politik und Architektur gleichermaßen reizen. Sie ist nur an bestimmten Tagen möglich und kostet Eintritt, wahlweise auf eigene Faust oder mit Führung. Zur Westminsterabtei sind es nur 610 m, rund 8 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Sa 09:00–16:15 ganzjährig; in Sitzungspausen und Ferien Di–Sa; Debatten können besucht werden, wenn das Parlament tagt
    Preis
    Ab 31,00 £ Erwachsene Selbstführung (40,00 £ mit Führung), ab 20,00 £ Kinder (5-15), unter 5 kostenlos; Debatten von der öffentlichen Tribüne kostenlos verfolgbar
  11. 11

    Westminsterabtei

    Westminsterabtei in London, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Seit 1066 wurden in der Westminsterabtei 40 englische und britische Monarchen gekrönt, 18 liegen hier begraben, und mindestens 16 königliche Hochzeiten fanden seit 1100 statt. Hier endete einst die Krönungsprozession, die am Tower of London begann. Insgesamt ruhen in der Kirche mehr als 3300 Menschen: Könige, Premierminister, Dichter, Schauspieler, Musiker, Wissenschaftler, Feldherren und der Unbekannte Soldat. Der Künstler William Morris nannte sie deshalb ein „nationales Walhall“.

    Schon Mitte des 10. Jahrhunderts lebten hier Benediktinermönche. Den ersten großen Bau ließ in den 1040er-Jahren Eduard der Bekenner errichten, der auch in der Kirche begraben ist. Die heutige Kirche entstand ab 1245 im Auftrag Heinrichs III. Nach der Auflösung des Klosters 1559 machte Elisabeth I. sie zu einer „royal peculiar“, einer Kirche, die direkt dem Monarchen untersteht.

    Die Gotik orientiert sich vor allem an französischen und englischen Vorbildern des 13. Jahrhunderts, einzelne Teile sind romanisch, barock oder modern. Am Ostende liegt die Kapelle Heinrichs VII., ein typisches Beispiel des englischen Perpendicular-Stils. Der Gelehrte John Leland nannte sie „orbis miraculum“, das Wunder der Welt.

    Hinein lohnt es sich unbedingt, wenn dich britische Geschichte interessiert, denn kaum ein Ort bündelt so viele Namen. Die Besichtigung kostet Eintritt. Zum Buckingham-Palast sind es 1210 m, rund 17 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 09:30–15:30, Sa 09:30–15:00, So für Besichtigungen geschlossen (nur für Gottesdienst geöffnet)
    Preis
    31,00 £ Erwachsene, 28,00 £ Senioren (65+) / Studierende, 14,00 £ Kinder (6-17), unter 6 kostenlos (kostenlos für den täglichen Gottesdienst)
  12. 12

    Buckingham-Palast

    Buckingham-Palast in London, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Ende stehst du vor dem Buckingham-Palast, Amtssitz und Londoner Residenz des britischen Monarchen. Schau zur Ostfassade: Auf ihrem Balkon zeigt sich die königliche Familie traditionell der Menge. Der Palast ist Schauplatz von Staatsanlässen und war in Zeiten von Freude und Trauer immer wieder der Ort, an dem sich die Briten versammelten.

    Begonnen hat alles 1703 mit einem großen Stadthaus für den Herzog von Buckingham und Normanby. Georg III. kaufte es 1761 als Privatresidenz für Königin Charlotte, danach hieß es The Queen's House. John Nash, dem du schon am Piccadilly Circus und am Trafalgar Square begegnet bist, und Edward Blore erweiterten es im frühen 19. Jahrhundert um drei Flügel rund um einen Innenhof. Königin Victoria machte es 1837 zu ihrer Londoner Residenz. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte eine deutsche Bombe die Palastkapelle; an ihrer Stelle öffnete 1962 die King's Gallery mit Werken aus der Royal Collection.

    Der Palast hat 775 Räume und den größten privaten Garten Londons. Innen findest du viel farbigen Stuckmarmor und blauen und rosa Lapislazuli aus dem frühen 19. Jahrhundert, dazu die Creme- und Goldtöne, die Eduard VII. einführte. Mehrere kleinere Empfangsräume sind im chinesischen Regency-Stil eingerichtet, mit Möbeln aus dem Royal Pavilion in Brighton und dem Carlton House.

    Die Repräsentationsräume lohnen sich, wenn du im Sommer kommst und Prunk magst. Sie sind nur einen Teil des Jahres geöffnet und kosten Eintritt; im Voraus gebuchte Tickets sind günstiger als solche am selben Tag. Sonst genießt du den Palast von außen als Schlusspunkt deines Tages.

    Öffnungszeiten
    Repräsentationsräume 2026: 9. Jul.–31. Aug. täglich 09:30–19:30 (letzter Einlass 17:15); 3.-27. Sep. Do–Mo 09:30–18:30 (letzter Einlass 16:15).
    Preis
    Eintritt Repräsentationsräume, 9. Jul.-27. Sep. 2026: Erwachsene 33 £ im Voraus oder 37 £ am selben Tag; weitere Tarife und Ermäßigungen verfügbar.
    Website
    rct.uk ↗
Routenkarte des Stadtrundgangs durch London Route geladen
Tower of LondonTower BridgeBorough MarketMillennium Bridge+8
Alle 12 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von London entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 12 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

12Stopps 11,6km 2 Std. 42 Min.Gehzeit 13Sprachen
▶Tour kostenlos starten

Kostenlos starten · Läuft im Browser · Keine App, kein Download

Kürzere Wege durch London für einen halben Tag

Die ganze Strecke an einem Tag ist machbar, lässt aber wenig Zeit für Innenbesuche. Diese Teilstücke funktionieren auch allein oder verteilt auf zwei Tage.

Der Osten: vom Tower bis St Paul's

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die Burg, Brücken und Kathedrale von innen sehen wollen und am Markt zu Mittag essen möchten. Reine Gehzeit 54 Minuten. Eintritt kosten Tower of London, die Ausstellung der Tower Bridge und St Paul's Cathedral; Borough Market und Millennium Bridge sind frei. Passt von Dienstag bis Samstag.

Westminster: vom Trafalgar Square zum Palast

Stopps: 8, 9, 10, 11, 12

Für Royals, Politik und den Blick von oben. Reine Gehzeit 59 Minuten. Eintritt kosten London Eye, Westminsterpalast, Westminsterabtei und im Sommer die Repräsentationsräume des Buckingham-Palasts. Starte vormittags, damit die Abtei noch geöffnet hat.

Später Nachmittag im West End

Stopps: 6, 7, 8, 9

Für einen entspannten Ausklang nach einem Museums- oder Shoppingtag. Reine Gehzeit 37 Minuten. Bis auf das London Eye ist alles frei; im Sommer dreht es sich bis in den Abend.

Wie lange dauert der London Rundgang vom Tower bis zum Palast?

Die reine Gehzeit für die 11,6 km liegt bei 2 Std. 42 Min. Wer nur von außen schaut und am Borough Market zu Mittag isst, ist rund fünf Stunden unterwegs. Mit dem Tower of London und St Paul's Cathedral von innen werden es acht Stunden oder mehr.

Startest du um 9 Uhr am Tower und nimmst dir dort und in der Kathedrale Zeit, erreichst du Westminster erst am späten Nachmittag, wenn die Westminsterabtei schon geschlossen hat. Willst du in die Abtei, nimm dir den Westminster-Teil an einem eigenen Vormittag vor.

Der östliche Teil füllt mit zwei Innenbesuchen und Mittagspause einen halben Tag von etwa fünf Stunden. Der Westminster-Teil braucht mit einer Fahrt im London Eye und einem Innenbesuch ähnlich viel. Der kurze West-End-Bogen ist mit Schauen in gut eineinhalb Stunden erledigt, mit dem London Eye in rund zweieinhalb.

Bevor du am Tower losgehst

  • Start und Ziel: Empfohlen ist der Start am Tower of London, das Ziel ist der Buckingham-Palast. Einsteigen kannst du an jeder Station; die Reihenfolge ist so gewählt, dass jede Etappe direkt an die nächste anschließt.
  • Der passende Tag: Plane den Wochentag mit Bedacht: Borough Market, St Paul's Cathedral, die Westminsterabtei und der Westminsterpalast sind nicht an allen Tagen für Besucher offen.
  • Tageszeit: Fang früh an. Der Tower öffnet als Erstes, und die großen Kirchen schließen am Nachmittag.
  • Kosten: Der Weg und alle Außenansichten kosten nichts. Eintritt zahlst du nur, wo du hineingehst. Mehr als zwei oder drei Häuser von innen schafft an einem Tag kaum jemand mit Genuss, wähle also nach Interesse.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch London
AI Tour Guide

Dein Guide für London ist bereit, wenn du es bist

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch London, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

12Stopps 11,6km 2 Std. 42 Min.Gehzeit 13Sprachen
▶Tour kostenlos starten

Kostenlos starten · Läuft im Browser · Keine App, kein Download

Was der AI Tour Guide zwischen Tower und Palast anders macht

Auf dieser Route ziehen sich Fäden durch die ganze Stadt: die Krönungsprozession vom Tower zur Abtei, John Nash am Piccadilly Circus, am Trafalgar Square und am Buckingham-Palast, das Feuer, das St Paul's und das Parlament neu entstehen ließ. Der AI Tour Guide knüpft diese Fäden im Gespräch, merkt sich, ob dich eher Könige, Ingenieure oder Märkte reizen, und erzählt entsprechend weiter. Stehst du vor dem Westminsterpalast und willst wissen, wie eine Debatte im Unterhaus abläuft, fragst du einfach. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
Tour kostenlos starten

Häufige Fragen zum Rundgang durch London

Lohnt sich das Ticket für die Tower Bridge, wenn ich ohnehin darübergehe?

Das Brückendeck ist rund um die Uhr frei. Ein Ticket brauchst du nur für die Ausstellung: die beiden Türme, die oberen Fußgängerstege und die viktorianischen Maschinenräume. Wer sich für Technik interessiert, wird dort fündig.

Kann ich den Westminsterpalast ohne Ticket von innen sehen?

Ja, wenn das Parlament tagt: Debatten kannst du kostenlos von der öffentlichen Tribüne verfolgen. Für die Besichtigung der Säle brauchst du dagegen ein Ticket.

Komme ich kostenlos in St Paul's Cathedral und die Westminsterabtei?

Zum Gottesdienst ja, in beiden Kirchen ist er kostenlos. Er ist aber kein Ersatz für die Besichtigung: Du nimmst am Gottesdienst teil und gehst nicht frei durch den Bau.

Kann ich den Buckingham-Palast auch außerhalb des Sommers von innen sehen?

Die Repräsentationsräume öffnen vor allem im Sommer, dazu an ausgewählten Tagen im Winter und Frühjahr. Die genauen Termine erfährst du direkt beim Palast; sonst bleibt es beim Blick auf den Balkon von außen.

Gibt es solche Rundgänge auch in anderen Städten?

Ja. Reist du weiter nach Schottland, findest du einen Rundgang durch Edinburgh; auf dem Kontinent etwa durch Brügge oder Lille.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 4 der 12 Stopps: Tower of London, St Paul's Cathedral, London Eye und Westminsterabtei verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
▶ Tour kostenlos starten Läuft im Browser, ohne App, ohne Download