Lille auf eigene Faust: 9 Stationen zu Fuß

Vom Rathausturm mit 104 Metern über Rubens und das Geburtshaus von de Gaulle bis in den Innenhof der alten Börse: Lille an einem Tag, Schritt für Schritt.

9 Stationen 5,9 km ~1 Std. 23 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Lille
Stopp 1 von 9
370 m·5 Min.
Place Rihour
Halte dich ostwärts Richtung Saint-Maurice Church.
Willkommen in Lille! Ich bin Alex, und hier war ein prachtvolles Stadttor einst weit mehr als bloßer Schmuck.
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Lille zu Fuß: Strecke, Zeit und Kosten im Überblick

Neun Stationen auf 5,9 km, reine Gehzeit 1 Std. 23 Min.: Du startest an der Place Rihour und endest an der Vieille Bourse. Mit vier Innenbesuchen rechne mit rund sechs Stunden.

Frei sind das Tor von Paris, die Église Saint-Maurice, die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille und der Börsenhof. Eintritt kosten Belfried von Lille, Palais des Beaux-Arts de Lille und Maison natale de Charles de Gaulle; den Preis im Hospice Comtesse erfährst du an der Kasse. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide optional.

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Blick auf Lille

Die Route

Lille Stadtrundgang Karte: von der Place Rihour ins Vieux-Lille

9 Stopps 5,9 km 1 Std. 23 Min. Gehzeit
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Die 9 Stationen auf dieser Route

  1. Place Rihour in Lille, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Place Rihour
  2. Église Saint-Maurice in Lille, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Église Saint-Maurice
  3. Belfried von Lille, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Belfried von Lille
  4. Tor von Paris in Lille, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Tor von Paris
  5. Palais des Beaux-Arts de Lille, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Palais des Beaux-Arts de Lille
  6. Maison natale de Charles de Gaulle in Lille, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Maison natale de Charles de Gaulle
  7. Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille in Lille, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille
  8. Hospice Comtesse in Lille, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Hospice Comtesse
  9. Vieille Bourse in Lille, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Vieille Bourse
  10. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Lille Rundgang, Station für Station durch flämische und französische Geschichte

  1. 1

    Place Rihour

    Place Rihour in Lille, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du stehst mitten im Zentrum, direkt neben der Place du Général-de-Gaulle, und unter deinen Füßen fährt die Metro. Heute ist die Place Rihour ein offener Stadtplatz, an dem die Rue Jean-Roisin, die Rue de la Vieille Comédie und die Rue du Palais-Rihour zusammenlaufen. Schau dir trotzdem kurz an, wie groß er ist, denn diese Weite ist jung.

    Im Mittelalter war hier nasser Boden: Wiesen, Erlen und Weiden, ein Sumpf, den die Stadtrechnungen von 1398 schlicht als „riez“ führen. Umschlossen war das Gelände von Kanälen und alten Stadtgräben, und vom Marktplatz trennte es der Canal des Poissonceaux. Der Name taucht 1248 auf, als ein gewisser Bérard Rihout ein Stück Land an das Hospice Comtesse abtritt. Ob der Mann dem Ort den Namen gab oder umgekehrt, weiß niemand.

    Als die Stadtregierung 1664 in den Palais Rihour zog, wurde der Platz auch zur Bühne der Justiz: Am 12. Juli 1664 hängte man hier Charles de Renaucourt, verurteilt wegen Pferdediebstahls und weiterer Verbrechen, an einem Galgen auf.

    Seine heutige Größe verdankt der Platz einem Brand. Bis 1916 stand hier das alte Rathaus, und der Platz war nur über zwei schmale Durchgänge mit der Rue du Palais-Rihour verbunden. Das Feuer zerstörte das Gebäude, die Fläche wurde frei, und Lille brauchte ein neues Rathaus, das du gleich mit seinem Turm siehst.

    Von hier sind es 370 Meter, gut fünf Minuten, zur Église Saint-Maurice.

    Öffnungszeiten
    frei zugänglich, keine Öffnungszeiten
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Église Saint-Maurice

    Église Saint-Maurice in Lille, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Église Saint-Maurice liegt wenige Schritte westlich des Bahnhofs Lille-Flandres an der Rue Pierre Mauroy. Von außen fällt die verspielte Flamboyantgotik auf, und über dem Portal reitet der heilige Mauritius: Die Figuren im Tympanon schuf Henri Biebuyck 1874.

    Begonnen wurde die Kirche 1420, fertig war sie erst 1623. Im 19. Jahrhundert ergänzte der Architekt Philippe Canissié den Westteil des Schiffs und den Glockenturm, so geschickt im alten Stil, dass du die Nahtstelle kaum findest.

    Geh unbedingt hinein, es kostet nichts. Saint-Maurice ist eine Hallenkirche mit fünf Schiffen, alle gleich hoch gewölbt und getragen von 48 Säulen. Dadurch wirkt der Raum nicht wie ein langer Gang, sondern wie ein Wald aus Stein. Achte auf die Chorfenster von Victor Mottez aus der Zeit um 1860 und auf das älteste Gemälde, einen Mauritius zu Pferd aus dem 16. Jahrhundert. Vier Passionsbilder stammen von Louis Joseph Watteau, dem Mann, der später das Kunstmuseum der Stadt anstieß.

    Im linken Querhaus liegt ein Teil der sterblichen Überreste des Duc de Berry, der 1820 ermordet wurde. Sein Denkmal war von 1831 an abgebaut und kehrte erst 1980 zurück. Gegenüber steht ein Christus im Elend von 1663 unter einem Passionsfenster von 1931.

    Zum Belfried sind es 770 Meter, etwa elf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr: 11:00–18:00 | Sa: 11:00–19:00 | So: 15:00–20:00
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Belfried von Lille

    Belfried von Lille, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor dir ragt der Beffroi de l’Hôtel de Ville auf, 104 Meter hoch, der höchste zivile Belfried Europas und das höchste Rathausgebäude Frankreichs. Er gehört zum UNESCO-Welterbe der Belfriede. Schau, wie schlank der Turm neben dem massigen Rathaus wirkt: Genau diesen Gegensatz wollte der Architekt Émile Dubuisson.

    Gebaut wurde er, weil der Erste Weltkrieg das alte Rathaus zerstört hatte. 1932 eingeweiht, sollte er zeigen, dass Lille politisch und wirtschaftlich wieder da war. Weil im alten Zentrum kein Platz war und weil man es politisch so wollte, entstand er im früheren Viertel Saint-Sauveur, etwas abseits der damaligen Mitte.

    Der Stil ist eine eigene Mischung: Art déco trifft neoflämische Bauweise, roter Backstein trifft Beton, der aussieht wie behauener Stein. Die Fassade greift die „travée lilloise“ auf, die Gliederung der Altstadthäuser aus dem 17. Jahrhundert, die du später im Vieux-Lille wiedersiehst. Technisch war der Turm seiner Zeit voraus: der erste Stahlbetonbau dieser Größe in Frankreich. Eine Überraschung: Glocken oder ein Glockenspiel hat er nicht.

    Lohnt sich der Aufstieg? Wenn du einmal sehen willst, wie die Stationen dieses Tages zusammenhängen, ja. Ein Aufzug bringt dich hinauf, der Aufstieg kostet Eintritt, und zu festen Zeitfenstern geht es auch ohne Reservierung.

    Das Tor von Paris liegt nur 160 Meter entfernt, zwei Minuten.

    Name vor Ort
    Beffroi de l’Hôtel de Ville de Lille
    Öffnungszeiten
    Geführte Besuche: täglich 10:00 nach Reservierung; freier Besuch ohne Reservierung täglich 11:00–13:00 und 14:00–17:30, letzter Aufstieg 45 Min vor Schließung
    Preis
    9.00 EUR
  4. 4

    Tor von Paris

    Tor von Paris in Lille, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Tor von Paris ist ein Triumphbogen, und das ist wörtlich gemeint. Ludwig XIV. ließ es von Simon Vollant errichten, gebaut zwischen 1686 und 1694, zur Erinnerung daran, dass Lille französisch geworden war. Schau dir den Bogen in Ruhe von beiden Seiten an, er ist rund um die Uhr frei zugänglich.

    Die Vorgeschichte ist weniger glanzvoll. Hier stand früher die Porte des Malades, das Südtor der mittelalterlichen Stadtmauer. Die Straße dahinter hieß Rue des Malades, weil sie zu einem Leprosenhaus vor der Stadt führte, das um 1233 für die Bürger Lilles gegründet worden war. Nach der Eroberung wurde daraus die Rue de Paris, die heutige Rue Pierre-Mauroy, an der du eben die Église Saint-Maurice gesehen hast.

    Am 28. August 1667, nach zehn Tagen Belagerung, zog Ludwig XIV. durch dieses Tor ein und erhielt vom Magistrat die Schlüssel der Stadt. Ein Jahr später, mit dem Frieden von Aachen, war Lille offiziell französisch.

    Bis zum Abriss der Festungsanlagen in den 1860er Jahren bestand das Tor aus zwei Teilen, rund zehn Meter auseinander: dem Prunkbogen zur Landseite und einem Wachgebäude zur Stadtseite, verbunden durch einen kurzen Durchgang. Seit 1875 steht es unter Denkmalschutz.

    Zum Palais des Beaux-Arts sind es 730 Meter, etwa zehn Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
    Website
    lille.fr ↗
  5. 5

    Palais des Beaux-Arts de Lille

    Palais des Beaux-Arts de Lille, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    An der Place de la République erwartet dich eines der größten Museen Frankreichs; außerhalb von Paris zeigt kein Kunstmuseum mehr Werke. Rund zweitausend Stücke aus einem Bestand von über siebzigtausend sind ausgestellt.

    Die Sammlung beginnt 1792 mit der Revolution. Auf Anregung des Malers Louis Joseph Watteau, dessen Passionsbilder du in Saint-Maurice gesehen hast, sammelte man Werke, die Emigranten und Kirchen weggenommen worden waren, darunter Bilder von Rubens, Van Dyck und Jordaens. 1809 öffnete das Museum für alle. Als die Gemälde 1881 nicht mehr unterzubringen waren, ließ Bürgermeister Géry Legrand diesen Palast bauen, der 1892 eröffnete und erstmals Malerei, Skulptur, Zeichnungen und Kunsthandwerk unter einem Dach vereinte.

    Vor dem Ersten Weltkrieg kaufte die Stadt eifrig ein: David, Goya, Delacroix, Courbet, Corot und Puvis de Chavannes kamen hinzu, dazu viele Künstler aus der Region. Die eigentlichen Stärken sind die flämischen und holländischen Meister vom 15. ins 17. Jahrhundert und die französische Malerei des 19. Jahrhunderts.

    Für Kunstinteressierte ist dies der wichtigste Innenbesuch des Tages, und er kostet Eintritt. Plane mindestens eineinhalb Stunden ein.

    Danach kommt die längste Etappe: 2150 Meter, eine halbe Stunde, bis ins Vieux-Lille zum Geburtshaus von de Gaulle.

    Öffnungszeiten
    Mo 14:00–18:00, Di geschlossen, Mi–So 10:00–18:00
    Preis
    7 EUR
  6. 6

    Maison natale de Charles de Gaulle

    Maison natale de Charles de Gaulle in Lille, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    In der Rue Princesse Nummer 9, mitten im Vieux-Lille, steht ein bürgerliches Stadthaus, das kaum verändert wurde seit dem späten 19. Jahrhundert. Hier wohnten Jules-Émile und Julia Maillot, Textilfabrikanten und die Großeltern mütterlicherseits von Charles de Gaulle.

    Am 22. November 1890 kam de Gaulle in diesem Haus zur Welt, so wie es damals Brauch war: bei der Familie der Mutter. Noch am selben Tag wurde er in der Église Saint-André in der Rue Royale getauft. Als Kind und Jugendlicher kam er immer wieder hierher und hing offenbar so an dem Haus, dass er 1947 überlegte, es zu kaufen.

    1961 erwarb ein Freundeskreis des Generals das Haus, später ging es an die Fondation Charles-de-Gaulle. Seit 1983 ist es Museum, seit 1990 unter Denkmalschutz. Drinnen folgst du seinem Leben: Herkunft, Kindheit, Erziehung, seine Bindung an den Norden, vom Militärdienst in Arras bis zur Hochzeit in Calais mit Yvonne Vendroux. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen.

    Lohnt es sich? Wenn dich französische Geschichte des 20. Jahrhunderts interessiert oder du einfach sehen willst, wie eine wohlhabende Familie in Lille um 1900 lebte, ja. Es kostet Eintritt, ermäßigte Tickets gibt es auch.

    Zur Kathedrale gehst du 1020 Meter, rund 14 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo: 10:00–18:00 | Di: Geschlossen | Mi–So: 10:00–18:00
    Preis
    EUR 8 Erwachsener; EUR 6 ermäßigt
  7. 7

    Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille

    Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille in Lille, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille sieht gotisch aus, ist aber eine Neugotik des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihr Name kommt von einer Marienstatue aus dem 12. Jahrhundert, der man Wunderkräfte nachsagt.

    Die Kirche hatte zwei Aufgaben. Zum einen sollte sie die Stiftskirche Saint-Pierre ersetzen, die in der Revolution zerstört worden war und die Statue über sechshundert Jahre beherbergt hatte. Zum anderen wollte Lille, damals noch Teil des Erzbistums Cambrai, endlich einen eigenen Bischofssitz für die wachsende Industriestadt. Deshalb plante man sie von Anfang an als künftige Kathedrale.

    1854 lag der Grundstein, und ein internationaler Wettbewerb suchte einen Entwurf im Stil der Gotik des frühen 13. Jahrhunderts. Von 41 Einsendungen gewannen zwei englische Projekte. Dass ausgerechnet anglikanische Architekten eine Marienkirche bauen sollten, stieß auf Widerstand, also übernahm der Lilloiser Charles Leroy. Das Geld war dauernd knapp, und gebaut wurde in Etappen über mehrere Architektengenerationen, von 1856 an und erst 1975 abgeschlossen.

    Der Eintritt ist frei, ein kurzer Blick hinein lohnt sich, um den Unterschied zur spätgotischen Halle von Saint-Maurice zu spüren.

    Durch die Rue de la Monnaie sind es nur 180 Meter, drei Minuten, zum Hospice Comtesse.

    Öffnungszeiten
    Mo: 14:00–18:30 | Di–So: 10:30–18:30
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Hospice Comtesse

    Hospice Comtesse in Lille, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    An der Rue de la Monnaie steht ein Hospital mit fast achthundert Jahren Geschichte. Gegründet hat es 1237 Johanna von Konstantinopel, Gräfin von Flandern, auf dem Gelände ihres eigenen Palastes. Sie stattete es reich aus und schenkte ihm 1243 die Mühlen von Lille und Wazemmes samt dem Recht, dass die Dörfer rund um die Stadt dort mahlen lassen mussten. Dieses Recht hielt bis 1789.

    Vom ersten Bau ist nichts geblieben: In der Nacht zum 11. April 1468 brannte alles nieder. Den Krankensaal baute man in wenigen Jahren neu auf, die Augustinerinnen, die hier seit 1245 nach ihrer Regel lebten, bekamen ein neues Gemeinschaftshaus. Ein zweiter Brand am 17. März 1649 zerstörte Kapelle und Teile des Klosters. Danach entstanden der Schlafsaal der Schwestern, die neue Kapelle mit Lettner und der Bau an der Straße, dessen Fassade man an Handwerker und Händler vermietete.

    Drinnen ist heute ein Museum. Achte im Krankensaal auf die Holzdecke, die 1704 mit Wandteppichen geschmückt wurde, und auf den Ehrenhof, der 1724 seinen letzten Flügel bekam. Bis ins späte 18. Jahrhundert war dies das wichtigste Krankenhaus der Stadt. Wer ein Gefühl für das Leben in Lille vor der Industrie bekommen will, ist hier richtig. Den Eintritt erfährst du an der Kasse.

    Zur Vieille Bourse gehst du 560 Meter, etwa acht Minuten, durch das Vieux-Lille.

    Öffnungszeiten
    Mo 14:00–18:00 (nur nachmittags), Di ganztägig geschlossen, Mi–So 10:00–18:00, zusätzlich an manchen Feiertagen geschlossen
  9. 9

    Vieille Bourse

    Vieille Bourse in Lille, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss stehst du vor der Vieille Bourse zwischen Grand'Place und Place du Théâtre. Von außen wirkt sie wie ein einziger Prachtbau, tatsächlich besteht sie aus 28 gleichen Häusern, die einen Innenhof umschließen. Schau nach oben: Auf den Kartuschen über den oberen Fenstern prangen die Wappen regionaler Unternehmen, die die Restaurierung von 1989 an bezahlten.

    Gebaut wurde sie 1653, als Lille noch zu Spanien gehörte. Die Zünfte hatten angeregt, und 1651 erlaubte Philipp IV. von Spanien eine Börse für die Kaufleute, umgeben von 24 Häusern. Die Stadt verkaufte die Parzellen am Marktplatz an 24 Händler und übernahm selbst Galerien, Pflaster und die vier Eingänge. Den Plan zeichnete 1652 Julien Destrée, derselbe Baumeister, der am Hospice Comtesse den Bau zur Straße schuf.

    Die Börse erzählt von einer Zeit, in der Lille mit Antwerpen, Gent und Brügge um den Handel konkurrierte. „Alt“ heißt sie erst, seit in den 1910er Jahren die neue Handelskammer entstand.

    Geh unbedingt in den Hof, er ist frei: Heute treffen sich dort Antiquare mit ihren Bücherständen, Blumenhändler, Schachspieler und Spaziergänger. Ein schöner Ort, um den Rundgang ausklingen zu lassen; die Place Rihour, wo du begonnen hast, ist von hier nicht weit.

    Öffnungszeiten
    Mo: Geschlossen | Di–So: 13:00–19:00
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Lille Route geladen
Place RihourÉglise Saint-MauriceBelfried von LilleTor von Paris+5
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AI Tour Guide

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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Lille entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 9 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

9Stopps 5,9km 1 Std. 23 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Lille in Etappen: zwei kürzere Rundgänge

Wenn dir ein ganzer Tag zu viel ist, teilt sich die Route sauber in zwei Hälften: das Zentrum mit Turm und Museum und das alte Lille rund um Kathedrale und Börse.

Zentrum mit Belfried und Museum

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle mit einem halben Tag und Lust auf Kunst und Aussicht. Reine Gehzeit 28 Min.; Eintritt zahlst du für den Belfried und das Palais des Beaux-Arts. Mit Aufstieg und einem konzentrierten Museumsbesuch bist du gut drei Stunden unterwegs.

Vieux-Lille kompakt

Stopps: 6, 7, 8, 9

Für einen Nachmittag in der Altstadt mit Geschichte zum Anfassen. Reine Gehzeit 25 Min.; Eintritt im Geburtshaus von de Gaulle und im Hospice Comtesse, Kathedrale und Börsenhof sind frei. Ideal für den Nachmittag, mit dem Börsenhof als Ausklang.

Wie lange dauert dieser Lille Rundgang mit Belfried und Museum?

Zu Fuß bist du insgesamt 1 Std. 23 Min. unterwegs, die längste Etappe ist mit 30 Minuten der Weg vom Palais des Beaux-Arts ins Vieux-Lille. Die Reihenfolge folgt der Stadtgeschichte grob rückwärts und vorwärts zugleich: erst das neue Rathausviertel und das Tor des Sonnenkönigs, dann das mittelalterliche und flämische Lille im Norden.

Ein realistischer Tag: Start um 10:45 Uhr an der Place Rihour, um 11 Uhr bist du an der Église Saint-Maurice, gegen 11:30 Uhr am Belfried. Nach Aufstieg und Tor von Paris erreichst du das Museum gegen 12:35 Uhr und bleibst eineinhalb Stunden. Gegen 14:35 Uhr stehst du im Geburtshaus von de Gaulle, um 15:30 Uhr in der Kathedrale, um 16 Uhr im Hospice Comtesse und gegen 16:50 Uhr im Börsenhof. Ohne längere Mittagspause sind das rund sechs Stunden; jede Variante für sich braucht gut drei.

Bevor du in Lille losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start an der Place Rihour, das Ende liegt an der Vieille Bourse ganz in der Nähe. Du kannst an jeder Station einsteigen; die GPS-Navigation führt dich auf Wunsch vom letzten Stopp zurück zum Start.
  • Bester Tag: Am besten passt ein Tag von Mittwoch bis Sonntag.
  • Tageszeit: Starte am späten Vormittag, dann kommst du gut in Saint-Maurice und ohne Reservierung auf den Belfried und erreichst den Börsenhof am Nachmittag. Sonntags siehst du Saint-Maurice am Vormittag nur von außen.
  • Kosten: Eintritt zahlst du für den Belfried, das Palais des Beaux-Arts, das Geburtshaus von de Gaulle (mit Ermäßigung) und das Hospice Comtesse. Plätze, Tor, die beiden Kirchen und die Vieille Bourse kosten nichts.
  • Anreise: Unter der Place Rihour liegt die Metrostation Rihour der Linie 1, damit bist du direkt am Start.
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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Lille, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

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Was der AI Tour Guide in Lille anders macht

Auf dieser Route wechselt Lille ständig die Seiten: flämisch, spanisch, französisch. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch durch diese Wechsel, erzählt die Geschichten an jedem Ort und merkt sich, ob dich eher die Kunst im Palais oder die Machtpolitik des Sonnenkönigs packt. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa um zu fragen, wie Lille nach dem Ersten Weltkrieg im Alltag aussah oder was die Augustinerinnen im Hospice eigentlich den ganzen Tag taten. Zum Ausprobieren gibt es 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Lille zu Fuß

Brauche ich für den Belfried eine Reservierung?

Nein. Ohne Reservierung kommst du täglich zu festen Zeitfenstern hinauf. Nur die geführte Besichtigung musst du reservieren.

Lohnt sich das Palais des Beaux-Arts auch mit nur einer Stunde?

Ja, wenn du dich festlegst: Konzentriere dich auf die flämischen und holländischen Meister oder auf die französische Malerei des 19. Jahrhunderts, beides sind die Stärken des Hauses.

Gibt es im Geburtshaus von de Gaulle eine Ermäßigung?

Ja, es gibt einen ermäßigten Eintritt. Welche Nachweise gelten, sagt dir die Kasse.

Kann ich die Vieille Bourse auch am Vormittag sehen?

Die Fassaden siehst du jederzeit von außen, den Innenhof mit Bücherständen und Schachspielern erlebst du aber erst am Nachmittag.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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