Walt Disney Concert Hall
Dein Rundgang beginnt an dem Gebäude, das Frank Gehry für seine Heimatstadt entworfen hat. Die Walt Disney Concert Hall füllt einen ganzen Block zwischen Hope Street, Grand Avenue sowie 1st und 2nd Street und wurde am 23. Oktober 2003 eröffnet. Sie ist das vierte Haus des Los Angeles Music Center und die Heimat des Los Angeles Philharmonic und des Los Angeles Master Chorale. Nimm dir einen Moment, um den Bau einmal zu umrunden, bevor du hineingehst.
Den Anstoß gab Lillian Disney: 1987 stiftete sie 50 Millionen Dollar für ein Konzerthaus, als Geschenk an die Menschen der Stadt und als Erinnerung an Walts Liebe zu den Künsten. Dass ausgerechnet Gehry den Auftrag bekam, hielt er selbst für das Unwahrscheinlichste, was ihm im Leben passieren konnte. Ein Vertreter der Familie soll ihm gesagt haben, Walt Disneys Name werde unter keinen Umständen auf einem seiner Gebäude stehen. Gehry galt als der Architekt, der billige Materialien auf ungewöhnliche Weise einsetzt, und das passte schlecht zu einem eleganten Prestigebau.
Im Saal finden 2.265 Menschen Platz. Er ist ein Kompromiss zwischen zwei Ideen: den Weinberg-Terrassen der Berliner Philharmonie und der klassischen Schuhschachtel wie im Wiener Musikverein. Die Akustik entwarf Minoru Nagata, vollendet hat sie sein Schüler Yasuhisa Toyota. Architektur und Klang wurden gleichermaßen gelobt, ganz anders als beim Vorgängerhaus, dem Dorothy Chandler Pavilion.
Lohnt sich der Weg hinein? Ja, vor allem für Architekturfans: Die Audio-Selbstführung und der Garten sind kostenlos, rechne mit einer halben Stunde. Wer den Saal wirklich hören will, kommt abends zu einem Konzert wieder. Danach sind es nur 140 Meter, zwei Minuten, hinüber zum Broad.
















